Schuttkresse

Lepidium ruderale
Brassicaceae
Struppig, spirrig und unscheinbar wie eine Wüstenrandpflanze kommt die Schuttkresse daher. Ich beobachte sie in der Stadt gehäuft an Straßenbahnhaltestellen und im Schotter von Gleisanlagen. Dort wächst sie aus jeder kleinsten Fuge und wenn dann gleich zu mehreren. An den Haltestellen findet man sie in der unmittelbaren Nähe von Baulichkeiten wie Stromkästen, Pfählen oder Wänden der Wartehäuschen. Es wird wohl so sein, dass sie dort nicht von den Wartenden zertrampelt wird. Schließlich gehört sie nicht zu den sog. Trittpflanzen wie Vogelknöterich, Bruchkraut, breitblättriger Wegerich, Sagina u.a.

Die Literatur besagt, dass die Schuttkresse dort im Pflasterritzen zu finden ist, wo die Belastung mit Salzen und Stäuben erhöht ist. Das wäre mal wieder ein Beispiel dafür, dass Pflanzen oft jene Nischen besetzen (können), die für Konkurrenzpflanzen wenig vorteilhaft sind oder nicht besetzt werden können bzw. dort verdrängt werden, wo die Bedingungen für andere Pflanzen günstig sind. Der Alles bestimmende Kampf ums Überleben.
Zerrieben stinkt die Schuttkresse.
http://www.bogos.uni-osnabrueck.de/expo/alle/lepidium%20ruderale.htm
argee gleim - 5. Jun, 13:36
Trackback URL:
https://gnogongo.twoday.net/stories/3804559/modTrackback