Bruno, der Bär

Montag, 26. November 2007

Bruno, der Bär

Knut ist ja recht nett, aber der wahre Bär, das war Bruno. Gemeuchelt haben sie ihn und dann eingefroren. Jetzt soll er als ausgestopftes Präparat das Schloss Nymphenburg in München zieren.

Aus dem ‚gefährlichen Wilden’, andere sagen, dem ‚besten Entertainer und cleversten Burschen im Alpenraum’, ist nun ein bewundernswertes Objekt geworden. Das hat er mit so manchem Künstler gemeinsam, der Ruhm kommt mit dem Tod, vor allem mit dem plötzlichen Tod in jungen Jahren.

Der „Problembär“ wird nun „würdig präsentiert“.

Seine Mutter „Jurka“ wurde inzwischen ‚verhaltensgestört’ erklärt und weggesperrt. Doch sein Bruder JJ3 hält sich an die Familientradition und macht die Gegend um einen Schweizer Nationalpark unsicher.

Donnerstag, 2. August 2007

Bruno

Ein Präparator hat sich den Kadaver von Bruno angesehen und ihn für präparierfähig befunden. So wie es aussieht, soll er bald präpariert werden. Die ganze Prozedur wird bis zum Jahresende dauern.

Mensch-und-NaturDann soll Bruno in ein Museum kommen. Es werde nicht zwingend das Museum Mensch und Natur in Schloss Nymphenburg in München sein. Dort ist bereits der letzte, vor 170 Jahren in Bayern erlegte Bär ausgestellt.
http://www.networld.at/index.html?/articles/0731/15/179960.shtml

Mittwoch, 27. Juni 2007

Bruno ist ein Jahr tot

Bruno, das Freiheitssymbol des vergangenen Jahres, ist jetzt ein Jahr tot. Mir kommen nicht die Tränen und ich will ihn auch nicht vermenschlichen. Da dieses, das Vermenschlichen, aber bereits geschehen ist und das Phänomen Bruno ohne dieses Allgemeinbewusstsein nicht existiert, muss ich Bruno auch durch diese Brille sehen und ihm eine bewundernswerte Gewitztheit bestätigen und seine Beliebtheit darauf zurückführen, dass er zu einem Symbol der Freiheit, die wir selbst nicht mehr haben, geworden ist. Bruno hatte ein großes Herz, 830 Gramm.

Ich geh mal eben rüber zum Büdchen – ja, das hat noch geöffnet – und hole mir was Geistiges, um mit der Vorstellung von Bruno anzustoßen.
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/18/0,3672,5555890,00.html

Montag, 28. Mai 2007

Bruno und Riechwald

Rudolf Peter Bruno Riechwald heißt der Rechtsanwalt, der eine Klage vor dem Münchner Verwaltungsgericht angestrengt hat, und sich dabei auf ein Gesetz beruft, das besagt, dass der Erdenbürger das Recht hat, europarechtlich geschützte, seltene Wildtiere in freier Wildbahn zu beobachten. Somit fühlt sich Riechwald, Bruno durch den gewaltsamen Tod des Bären Bruno in seinen Grundrechten verletzt.

Die Regierung von Oberbayern als beklagte Partei meint dazu: „Wir vertreten in dem Prozess die Auffassung, dass die Klage unzulässig ist, weil es an einem individuellen schutzwürdigen Interesse des Klägers hinsichtlich der damals getroffenen Abschussgenehmigung mangelt.“ Es gebe in diesem Fall keine Popularklage, Voraussetzung sei eine persönliche Betroffenheit.

Dabei dürfte die beklagte Partei allerdings übersehen haben, dass der Kläger allein schon wegen eines seiner Vornamen, nämlich Bruno, ein naturgegebenes, persönliches Verhältnis zu dem Bären hat und ihm als Riechwald der würzige Duft des Bären im Wald fehlt. Daraus lässt sich eine persönliche Betroffenheit nicht nur ableiten. Sie ist offensichtlich.

Brunos Geist lebt, auch wenn seine sterbliche Hülle nach wie vor tief gefroren an einem geheimen Ort ruht. Und Bruno Riechwalds Bekanntheitsgrad hat einen derartigen Sprung nach oben gemacht, dass sie es sogar bis ins gnogongo geschafft hat.
http://www.sueddeutsche.de/,ra13m3/bayern/artikel/999/115884/

Mittwoch, 18. April 2007

Bruno wird ausgestopft

Jetzt scheint es entschieden zu sein. Der getötete Braunbär Bruno (JJ1), der momentan an unbekanntem Ort tiefgekühlt lagert, wird ausgestopft werden. Dies diene nicht der Zurschaustellung sondern wissenschaftlichen Zwecken, heißt es. Welche Wissenschaft da zum Zuge kommt, wird nicht gesagt. Es könnte die Tieranatomie sein aber auch ein Wirtschaftsfach, welches erforscht, wie man aus einem Medienstar nach dessen dramatischen Ableben möglichst lange, möglichst viel finanziellen Gewinn erwirtschaften kann. Anschließend wird er in einem Museum zur Schau gestellt ausgestellt.

Da ist noch etwas Anderes. Nach dem Tod Brunos gab es Morddrohungen gegen Mitarbeiter der Ludwig-Maximilian-Universität, in der der tote Bär anfangs aufbewahrt wurde, und gegen Minister Schnappauf. Das zeigt, welche Macht Medienpräsenz hat und wie Sentiment in Gewalt umschlägt.

Mal sehen, was daraus wird, wenn heute Abend im Rahmen der ARD-Themenwoche „Kinder sind Zukunft“ eine Zwölfjährige den Kommentar zum Thema ‚Klimawandel’ in den Tagesthemen spricht. Das kann ja auch gut gehen.
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6634958_NAV_REF,00.html

Samstag, 7. April 2007

Brunos Brüder

Jurka, die Mutter von Bruno, dem Problembären, wird nun ebenfalls als Problembär eingestuft, nachdem sie wieder Hühner „gerissen“ hat, Bienenstöcke ausgeraubt hat und wenig Scheu vor Menschen zeigt. Die Brüder von Bruno sind jetzt gut ein Jahr alt, werden sich bald von der Mutter lösen und sich ein eigenes Revier erobern. Sie könnten in 3 Wochen in Deutschland sein, meinen Tierschützer, und sie dürften ähnlich aufdringlich sein wie ihr älterer Bruder, dessen Reste immer noch an einem geheim gehaltenen Ort auf minus 20 Grad gekühlt werden.
Wenn man sie „Terrorbären“ nennt, – in der Art verwendet Schäuble Worte - dann sind sie ein Fall für Schäuble. Das ist lediglich eine Frage des Sprachgebrauchs. Der Schäuble wäre mir kalt gestellt entschieden lieber als wohltemperiert mit übel genutzten Worten Unheil anrichtend.
Ja, mir ist keine Verrenkung zu abenteuerlich oder peinlich, um auf Schäuble zurückzukommen. Dieser Mensch weit entfernt davon, ein Bär zu sein, ist ein Problem
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,476069,00.html

Montag, 2. April 2007

Jurka

Ihr erinnert Euch an Bruno, den ungezogenen Bären, der sein räuberisches Verhalten mit dem Leben bezahlen musste? Dessen gewaltsamer Tod ist jetzt lange genug beweint worden. Jetzt geht es um Jurka, seine Mutter, die in ganz ähnlicher Weise Schafe und Hühner reißt oder auch schon mal auf einer Skipiste auftaucht. Sie soll eingefangen und in ein Wildgehege eingesperrt werden.

Es wird nicht berichtet, ob ihre drei Jungen inzwischen ausreichend viel von ihr gelernt haben, um die Tradition der Familie fortsetzen zu können.

http://www.zeit.de/news/artikel/2007/04/02/98168.xml

Noch kurz vom braunen Bären zu einem weißen Bären. Dank Knut ist der Kurs der Aktien des Berliner Zoos von Januar bis jetzt um 67% gestiegen und steht aktuell auf Euro 3.000. Der DAX stieg in der gleichen Zeit lediglich um 4 %. Der Berliner Zoo ist „durch Allerhöchste Königliche Kabinets-Ordre vom 8.September 1841‘‘ eine Aktiengesellschaft.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/402/108294/

Samstag, 24. März 2007

Aufgeschnappt

Knut und Bruno

Während Knut, der kleine weiße Eisbär die Massen zu Ach- und Oh-Rufen hinreißt (man spricht von „Schlange stehen“ im Zoo) und bereits eine Fernsehkarriere gestartet hat, welche die Fernsehpräsenz von ‚Lassie’ blass erscheinen lässt - So süüüß - So knuddelig - So patschig, der Kleine -, fristen die Reste Brunos ihr Dasein in einer Kühlkammer.

Jetzt macht er post mortem noch einmal auf sich aufmerksam. Italien will den Bären nach Italien überstellt, so heißt das, wenn Politiker sich ausdrücken („sich ausdrücken“ - auch nicht schlecht) haben.

Bayerns Umweltminister (schon wieder so ein schönes Wort) Werner Schnappauf (der Name ist kaum zu toppen) will den Bären aber nicht rausrücken sondern ausstopfen und behalten. Er begründet das ganz im Sinne der Umwelt damit, dass er sehe, dass der Bär in Italien die Herzen der Menschen bewege. Dies sei jedoch in Bayern nicht anders.

Das Umweltministerium des Bundes ist verwundert und will Italien den Bären überlassen. Bruno hat das mal auf vier ordentlichen Pranken laufend selbst entschieden.

Ächz, schluck, rühr. (Warte, nur balde wird Knut groß. Ha!)

Mittwoch, 26. Juli 2006

Konzept Bär

In der Schweiz ist nicht der Konzept-Bär erjodelt sondern das Konzept Bär verabschiedet worden. Problembären sollen abgeschossen werden. Problembären sind solche Bären, die wiederholt in der Nähe von Siedlungen auftauchen und es so zu gefährlichen Situationen kommt.

Die Eidgenossen wissen aber noch nichts von den Beschlüssen der europäischen Bärenkongegration in den Appeninen. Diese besagt, dass die Beschlüsse der Schweizer akzeptiert werden, aber dass im Gegenzug Menschen, die in Wäldern und Gebirgen, den Wohngebieten der Bären, angetroffen werden, getötet und verspeist werden. Das Ausstopfen von toten Bären und das Ausstellen solcher Präparate ist untersagt. Bärenfelle dürfen nur ausgelegt werden, wenn die Schweizer mindestens einmal in der Woche darauf lagern und bis zum Umfallen Met trinken.

Dienstag, 4. Juli 2006

Problem-Beck außer Rand und Band.

Die Satirezeitschrift ‚Titanic‘ hat ihr Titelbild geschwärzt. Anlass ist eine einstweilige Verfügung erwirkt durch den Anwalt Kurt Becks.

‚Titanic‘ ist ein Renner an den Kiosken. Dies nicht zu letzt deshalb weil CDU und SPD ganze Bestände aufkaufen. Und was ist mit Problem-Merkel? Ja stimmt, sie ist nicht bärig genug.

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