Luegallee - Belsenplatz - Düsseldorf-Oberkassel
Eine Straßenbahn mit Speisewagen ist meines wissens einmalig. Es ist die Linie U 76. Ehemals hieß diese Linie einfach "K" wie Krefeld. Früher war der Speisewagen so ein Salonwagen wie man ihn aus alten Filmen von luxuriösen Eisenbahnstrecken kennt. Alles in rotem Plüsch. Lämpchen an den Tischen.
Als wir Ende der 50er Jahre mit der ersten K am Tag von unserem Job im Keller der TIS (Textil Ingenieur Schule) Krefeld, wo wir über Jahre ein mehr oder weniger festes Engagement hatten, nach Hause fuhren, haben wir unsere kleine Gage in der rückwärtigen Kanzel des Speisewagens versoffen. Das hatte Stil. Endstation in Düsseldorf war der Graf Adolf Platz; Gelegenheit noch einen Morgenbummel über die Kö zu machen oder gerade rechtzeitig zu Schulanfang den Hof des Gymnasiums auf der Kö zu erreichen, um die Schulaufgaben für die ersten Stunden irgendwo abzuschreiben.
argee gleim - 6. Mär, 22:24
Ganz hübsch eng. Kleine Welt. Wenn man fies sein will, kann man das als typisch konservativ hinstellen. Mit Schleifchen, Lorbeerkranz und Röschen. Zu lesen gab's die '
Gartenlaube'.
argee gleim - 6. Mär, 19:53
Düsseldorf-Oberkassel
Glücksburg ist eine Stadt und Seebad an der Flensburger Förde. Das Schloss Glücksburg war Sitz der älteren Herzöge von Schleswig-Holstein - Sonderburg - Glücksburg. Glücksburg war zeitweise dänisch und kam 1866 an Preußen.
argee gleim - 6. Mär, 19:30
Sonderburgstraße – Düsseldorf-Oberkassel
Glücksburger Straße - Düsseldorf-Oberkassel
Als Platz noch kein Thema war, das Treppenhaus ein Viertel des Gebäudes einnahm und die Fenster stufenweise der Treppe im Haus folgten. Solche Treppenhäuser hatten in ihrer Großzügigkeit wahrscheinlich auch repräsentativen Charakter. Die Treppengeländer sind nicht selten kunstvoll geschnitzt und gedrechselt.
Die Wohnungen sind oft nicht als Einheit abgeschlossen und durch eine zentrale 'Wohnungstür' erreichbar, wie wir es heute kennen. Die einzelnen Räume einer Etage sind jeweils durch eigene Türen vom Treppenhaus aus zu erreichen. Das Treppenhaus war so nach unserem heutigen Verständnis Bestandteil der Wohnung.
argee gleim - 6. Mär, 18:51
Düsseldorf-Oberkassel
Ursprünglich Stephanstraße. Wegen der Verwechslungsgefahr mit der Stephanienstraße in Düsseldorf-Mitte wurde hier die niederrheinische Form des Namens gewählt.
Heinrich von Stephan war Staatssekretär (1831 - 1897} und Begründer des Weltpostvereins und Erfinder der Postkarte.
Wieso dieses Stück Straße für den Verkehr gesperrt ist, erklärt sich daraus allerdings nicht.
argee gleim - 6. Mär, 18:34
Düsseldorf-Oberkassel
Sonderburg war seit 1564 der Sitz der Sonderburger Linie der Oldenburger Herzöge.
argee gleim - 6. Mär, 18:17
argee gleim - 6. Mär, 18:07
Oft sind es die kleinen Dinge, die eine große Aussage machen. Hier ist es ein
Kinderbuch, das auf den Index gesetzt werden sollte, aber es nicht wurde. Das gibt Hoffnung. Das „
Ferkelbuch“ darf weiter erscheinen und an Kinder verkauft werden.
Das Familienministerium hält das Buch für „sozial-ethisch desorientiert“. Da scheint eine Verwechslung vorzuliegen. In dem Buch werden Religionen in Frage gestellt. Religionen aber sind keineswegs die alleinigen und bestimmenden Hüter der Sozial-Ethik. Sind sie wie hier behandelt monotheistisch, dann erheben sie starr einen Anspruch auf ein Verhalten, welches außengeleitet Prinzipien fordert, deren Nichtbefolgen bestraft wird. Sie entsprechen dem Funktionieren totalitärer Regime und stammen auch aus solchen Zeiten.
Der Autor des Buches, Michael Schmidt-Salomon, sprach im Anschluss an die Sitzung der Bundesprüfstelle von einem Sieg für die Meinungsfreiheit. Die Streitkultur der Aufklärung habe sich durchgesetzt.
Düsseldorf-Mitte
Ein Platz, der niemals schläft und der es angeraten sein lässt, wenn überhaupt dort tagsüber und nicht in der Nacht zu schlafen. Ein sehr geschäftiger Platz. Videoüberwacht.
Der Untergrund des Platzes ist hohl. Dort befindet sich die Hall of Fame, in der Graffiti bewahrt werden, die entstanden, kurz bevor die unterirdischen Gänge hermetisch verschlossen wurden. Jetzt gibt es keinen allgemeinen Zugang mehr in diese Unterwelt. Doch gibt es einen Zugang, den aber nur nutzen kann, wer über den Schlüssel verfügt und gelenkig und schlank genug ist, den kanalschachtartigen Zugang nutzen zu können. Wer immer das sein mag.
Ich wüsste gerne, ob Ratten einen Zugang gefunden oder sich erarbeitet haben und sich Graffiti, Reste von Rolltreppen und nutzlose Rohre ertasten können. Und wie ist es mit Spinnen bestellt? Wachsen dort Pilze? Gibt es dort inzwischen ein von Licht unabhängiges Biotop? Kellerasseln? Silberfischchen?
argee gleim - 6. Mär, 13:16
Worringer Straße - Worringer Platz - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 6. Mär, 13:10
Worringer Straße - Worringer Platz - Düsseldorf-Mitte
Ich selbst habe keine Erfahrung mit diesem Lokal. Doch ich weiß um bemerkenswerte Episoden, die dort anzusiedeln sind. Das Eiscafé Stefan schreibt immer mal wieder Geschichte. In welchem Milieu und auf welchem Niveau das geschieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Doch scheinen Kunst, Sex und kriminelle Kraft hier mitunter abenteuerliche Allianzen eingehen zu können. Das Gros der Begegnungen in diesem unkaputtbaren Eiscafé scheint allerdings recht banal zu sein.
Kann jemand von typischen Begebenheiten im ‚Stefan’ berichten?
argee gleim - 6. Mär, 07:01
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
Mal so ganz unter uns. Geheimtipp. So unter der Hand und hinter der Hand. Psst!
Da gibt es diese von der Post nur noch schwer erhältlichen Briefmarken
Aber nicht weitersagen.
argee gleim - 5. Mär, 20:48
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
Dort kann man nicht nur elektronische Tonerzeuger, Verstärker und Wandler sehen. Schon das Schaufenster zeigt veritable, traditionelle Instrumente, seien es Saxophone, Klarinetten, Gitarren, Schlaginstrumente, Blechblasinstrumente und hin und wieder auch Streichinstrumente. Das riecht schon optisch nach diesem Gefühl, das einen einfing, wenn man sich damals als Kind den Instrumenten und dann einem bestimmten Instrument näherte und endlich auch die Eltern überreden konnte, solch ein Wunderteil zu erwerben, man es in der Hand hielt, es ausprobierte und dann unter mehr und weniger großen Mühen unter Anleitung eines Lehrers erlernte. Bei mir verbinden sich damit tatsächliche Gerüche, die Gerüche des Zimmers meines Instrumentenlehrers, die Düfte verschiedener Pflege- und Hilfsmittel, der Duft eines Orchesters, der Duft verschiedener Konzerthallen, der Geruch eines Proberaums, die Geruchsmixtur von Nachtclubs, aber vor allem der Geruch des weichen Tuchs, in welches ich mein Instrument zu wickeln gewohnt war.
argee gleim - 5. Mär, 20:36
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
Die Treppe heruntersteigen, den Hinterhof durchmessen und gegenüber auf der anderen Straßenseite in einem abenteuerlichen, exotischen dunklen Laden exotisches Essen besorgen und nebenan in einer dunklen Höhle ein paar Flaschen Bier erstehen, um zurück die Leiter wieder hochzusteigen und umgeben von halbfertigen Bildern der Fantasie Mehrerer freien Lauf zu lassen.
Irgendwann taumelte man dann diese Treppe zum letzten Mal an diesem Tag herunter in die Normalität. Und doch schwebte die Straßenbahn, die einen nach Hause brachte, in unwirklicher Weise durch das Häusermeer.
argee gleim - 5. Mär, 18:46
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 5. Mär, 18:40
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
arabisch
argee gleim - 5. Mär, 17:12
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 5. Mär, 17:03
Sternstraße - Düsseldorf-Pempelfort
Man sieht eine leere Straße. Hier fahren an anderen Tagen ständig sehr eilige Autos in respektabler Zahl. Jetzt ist die Straße geradezu verwaist, obwohl man annehmen sollte, dass beim Wegfall des öffentlichen Nahverkehrs das private Auto in chaotischer Weise einspringen müsste. Dem ist aber nicht so. Auch der Individualverkehr nahm deutlich ab. Nur so konnte ich mich mitten auf die Straße stellen und in aller Ruhe dieses Foto machen. Das hätte an anderen Tagen abgesehen davon, dass es gefährlich gewesen wäre, nachmittags gegen Viertel nach Drei zumindest ein wildes Hupkonzert ausgelöst und heruntergekurbelte Fenster evoziert, aus denen sich spöttische und erregte Bemerkungen ergossen hätten. Es gibt vereinzelt sogar freie Parkplätze am Bordstein.
Die Kassiererin bei ALDI befragt, ob solch ein Streiktag einen negativen Einfluss auf den Umsatz habe, meinte: „Och, es geht eigentlich.“ Nach einer kurzen Denkpause: „Jo, es ist schon weniger los.“ Ich hatte den Eindruck, dass wesentlich weniger los war. Es war nur eine Kasse geöffnet und hinter mir legte niemand den Inhalt seines Einkaufswägelchens auf das Transportband, als ich abkassiert wurde.
Ältere Damen nutzen diesen kühlen Tag dazu, vielleicht ein letztes Mal diesen ‚Winter’ ihren Pelzmantel auszuführen. Der Anteil solcher älterer Damen mit und ohne Hund an der Gesamtheit der Fußgänger ist deutlich erhöht.
argee gleim - 5. Mär, 16:10
argee gleim - 5. Mär, 14:24
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 5. Mär, 14:04
Die Sonne scheint und es schneit.
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 5. Mär, 13:25
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 5. Mär, 13:14
Der französische Gockel spreizt seine Federn und hält sich für einen Pfau.
Mittelmeerunion heißt das Prachtstück, sein Schmuck aus Schwanzfedern. Da macht man sich Sorgen um den Kosovo und Bestrebungen zu Kleinstaatbildungen und dieser Sarkozy setzt einen ordentlichen Keil in die Union, die für lauter Neuankömmlingen ihre Aufgaben kaum bewältigen kann.
„L’etat c’est moi“, soll der Sonnenkönig geäußert haben. Wie bescheiden.
Schon ein komischer Vogel, dieser Sarkozy. Aber ist er wenigstens als Komiker gut?
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 5. Mär, 12:05
Heute ist ja Generalstreik von Allem, was öffentlich ist. So haben heute keine Bahn und kein Bus ihre Schnauze aus den Depots gestreckt. Kein öffentliches Rädchen dreht sich.
Da hat man angenommen, dass es heute zu chaotischen Zuständen auf der Straße kommen müsse. Das Gegenteil ist der Fall. Es herrscht ein Verkehr wie am 1. Januar morgens um 8 Uhr, wo ein paar Unentwegte die Oma in die Kirche fahren.
Man sollte annehmen, dass Scharen von hetzenden Fußgängern durch die Straßen eilten. Auch das trifft nicht zu. Man sieht mal hie mal da jemanden genüsslich frische Luft einatmend über das Trottoire schlendern. Der Weg führt dann in den nahen Park oder zum Büdchen. Dort, im Büdchen, hat der Betreiber einen goldenen Tag. Ich schätze mal einen verdoppelten Umsatz.
Ansonsten scheint der Düsseldorfer diesen Tag als Arbeitstag einfach abgeschrieben zu haben. Es scheint auch, dass der Düsseldorfer diesen Tag zum genüsslichen Faulenzen nutzt. Man sieht nur zufriedene, lächelnde Gesichter, die in die Sonne blinzeln. Auf blank geputztem Himmelsblau türmen sich riesig weiße Kumuluswolken. Das Thermometer zeigt auf 7°C. Ein heiterer, frischer Tag.
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 5. Mär, 06:50
Ackerstraße - Düsseldorf-Mitte
Zuletzt wurden hier Blumen verkauft. Das ist aber schon eine Weile her. Jetzt steht das Lädchen leer und die Fensterscheibe dient den wilden Plakatierern als Klebefläche.
argee gleim - 5. Mär, 06:32
Wenn ein Mann wie Walter Jens seinen
Verstand, das was ihn seit jeher ausgezeichnet hat, verliert, dann ist das auch dann tragisch, wenn er selbst nichts mehr davon merkt.
Ich stelle mir das vor wie einen lebenden Toten. Eine Stimme ist nicht mehr. Es bleibt eine Hülle. Erschreckend.
Nachtrag:
Tilman Jens
Erst wachsen die Algen und dann folgen die Flechten. So wird selbst der Schuh von der Biologie zurückerobert.
Die Umgebung auf dem Eternitbrett oberhalb der Bahngleise ist schon weiter. Dort wächst bereits Moos.
argee gleim - 4. Mär, 19:13
Ackerstraße - Düsseldorf-Flingern
Doch die Ferne ist fern, so fern wie Mehdorn und Schell es sich sind. "Ab Montag stehen alle Räder still!", meint Schell. Unbefristet.
argee gleim - 4. Mär, 18:31
Ackerstraße - Düsseldorf-Flingern
argee gleim - 4. Mär, 18:16
Hinterhof Ackerstraße - Düsseldorf-Flingern
argee gleim - 4. Mär, 18:04
Chaenomeles lagenaria
argee gleim - 4. Mär, 17:46
Haroldstrasse - Düsseldorf-Unterbilk
argee gleim - 4. Mär, 17:41
Chaenomeles lagenaria
argee gleim - 4. Mär, 17:34
Die Glocke wartet nicht bis Ostern
argee gleim - 4. Mär, 17:31
Das Zusammenrücken von
VW, Scania, MAN und Porsche und gleichzeitig ein Preis von über 100$ pro Barrel Öl sehe ich als
Abgesang des Prinzips Auto zumindest in der bisherigen Form.
Ich kann nur hoffen, dass der öffentliche Verkehr endlich ausgebaut wird. Was da auf ihn zukommt, kann er zurzeit höchsten zu 10 Prozent erfüllen.
Soldaten sind zu
fett, höre ich gerade. Sie bewegten sich zu wenig und rauchten zu viel. Schuld sei die Bürokratie. Der Soldat bekäme seinen Schreibtisch nicht leer gearbeitet, so dass er an diesen gefesselt sei. Der Soldat werde vom passiven Lebensstil der Allgemeinheit getroffen.
Die Allgemeinheit scheint über eine effektive subversive Waffe zu verfügen.
Wieso schreien und kreischen diejenigen, die Streiks vertreten, in so großer Zahl? Begründungen für Streikmaßnahmen lassen sich doch viel effektiver in normaler Stimmlage vertreten.
Taxus baccata
argee gleim - 4. Mär, 12:33
Wenn man aus einem Winkel von 45° auf zwei Verkehrsschilder schaut, die im Winkel von 90° zu einander stehen, dann ergibt sich die oben sichtbare logische Konstellation.
A nicht gleich B
B nicht gleich A
A bedingt B
B lässt A vermuten, bedingt aber nicht A
Wenn man ein Auto steuernd diesen Blickwinkel eingenommen hat, befindet man sich jenseits dieser Regelwut. Ob das den Gewinn einer neuen Freiheit bedeutet oder nicht, ist dann entweder Meinung oder das Ergebnis eines unfreiwilligen Perspektivwechsels oder irrationale Willkür oder soviel Freiheit, dass sie von einer Mehrheit nicht als solche positiv erkannt wird. Wenn man wie jetzt gerade Dritte mit einbezieht, wird das logische Gefüge schon schwierig nachvollziebar.
Aus der Vogelperspektive kann einen das kalt lassen oder aber es entsteht schon aus diesen wenigen Parametern ein Eindruck von Chaos. Dazu müsste man allerdings die Regeln dort unten kennen und sie als bindend anerkennen.
Chaos als Produkt von Regeln? An sich nicht, doch wird es von Vielen so gesehen.
argee gleim - 4. Mär, 07:03
Man dachte, das sei gegessen. Aber die Dickköpfe prallen wieder aufeinander. Es droht
ab dem 7. März abermals Streik bei der DB.
Wie zu hören ist, gibt es einen Dissens über den Umfang der Geltung des ausgehandelten Vertrages. Mehrdorn wolle über die Berechtigung der Mitgliedschaft einiger Berufsgruppen in der GDL bestimmen, was sich Schell verbittet. Er spricht von einer beabsichtigten ‚Austrocknung’ der GDL.
und jetzt schon an die Zuckerrübenernte
Düsseldorf-Niederkassel
argee gleim - 3. Mär, 21:45
Ganz junge Ahornbäume

argee gleim - 3. Mär, 19:42
Übermorgen wird es schwierig. Einkaufen zum Beispiel. Zur Arbeit kommen auch. Geld abheben. Denn am Mittwoch wird
gestreikt. Und das auf breiter Front.
Öffentlicher Nahverkehr,
Düsseldorf-Niederkassel
Kindertagesstätten, Krankenhäuser, die Müllabfuhr, Müllverbrennungsanlagen, Sparkassen, Altenpflegeeinrichtungen, Theater, Stadtverwaltungen, Schleusen, Arbeitsagenturen und Politessen, Flughäfen.
Das sind noch Warnstreiks, Streik, damit man weiß, wie sich das anfühlt.
Donnerstag treffen sich die Tarifparteien. Dann sieht man weiter.
Am Kittelbachrand
argee gleim - 3. Mär, 17:15
Friedrich-Ebert-Straße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 3. Mär, 16:41
Düsseldorf-Golzheim
Auffahrt zur Nordbrücke
argee gleim - 3. Mär, 16:06
argee gleim - 3. Mär, 15:22
In den Gärten hinter den Häusern schreit es wie von einem kleinen Kind. Der Revierkater begattet eine der Katzen der Umgebung, die sich platt wie eine Flunder auf den Boden gestreckt hingibt.
Dann eine sonore Stentorstimme von einem der Balkone hörbar außer sich: „Nein, so was! Kann man das nicht verbieten? Mitten am helllichten Tag!“
Am Kittelbachrand
argee gleim - 3. Mär, 14:39
Kaum aus dem Bus gestiegen pinkeln zwei junge Männer gegen eine Mauer. Meint der Eine: „Der Wind heute, der ist ja so was von asi!“ Der Andere: „Da sachste was. Voll asi, der Wind“
argee gleim - 3. Mär, 14:16
Am Kittelbachrand
argee gleim - 3. Mär, 14:08
Während die Brennnesseln gerade mal 10 Zentimeter aus dem Boden schauen und sich als herzhaft-zartes Gemüse empfehlen, blühen die Taubnesseln bereits am Kittelbachrand.
argee gleim - 3. Mär, 14:03
Wir müssen sparen. Es ist kein Geld da. So hört man es überall. Die Politiker arbeiten zur Unzufriedenheit der Bevölkerung. „Schlimmer kann es nicht kommen“, hört man von allen Seiten. Da habe ich einen Vorschlag.
Wenn dem so ist, dann sollten wir die Posten mit 1 Euro-Kräften besetzen. Damit müssen wir uns allerdings beeilen. Noch finden wir unter den 1 Euro-Kräften ausreichend Leute mit praktischem Verstand also Leute, die etwas anpacken und in die Wege leiten. Das wird sich ändern. Denn bald wird eine Welle von Akademikern in die Phalanx der 1-Euro-Jobber einbrechen und dann haben wir wieder die Maulhelden, Leute, die wortreich ihre Wichtigkeit herausstellen aber nichts zum Gedeihen des Landes beitragen.
Das spart auch tonnenweise CO2-Emmissionen. Erfahrungsgemäß benutzen 1-Euro-Jobber ausschließlich den Fußweg, das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel und verzichten weise auf Benzin fressende Boliden. Als Politiker haben sie Vorbildfunktion, so dass auch viele Andere dem Beispiel folgen werden.
Salix caprea ‚Mas’
Der böse, böse Sturm hat hunderte von Weidenkätzchen abgerissen. Da liegen sie nun noch vor kurzem voller Hoffnung auf einen reichlichen Pollenflug in einer Pfütze, die der Regen der letzten Nacht hinterlassen hat und müssen elendig ertrinken.
Wer schaufelt all die Gräber? Wer gestaltet und brennt die Urnen für diejenigen, die einer Feuerbestattung zugeführt werden? Wer bezahlt die Vertikos, auf denen die Urnen einen gemäßen Platz finden? Wer trocknet die Tränen?
argee gleim - 3. Mär, 13:52
Populus canadensis ‚Robusta’
Den Pappelkätzchen geht’s nicht besser. Auch sie sind ihrem Dasein an den Ästen entrissen und das zwar bereits angefärbt aber noch nicht reif zum Verteilen ihrer Pollen. Etwas später wäre der Wind der große Helfer beim Verteilen der Pollen gewesen. So aber liegen die Kätzchen hart auf dem Pflaster und sind dem Verderben ausgeliefert. Man trampelt auf ihnen herum und bald kommen die Männer in den orangefarbenen Overalls und fegen sie zusammen und verantworten sie letztendlich dem Feuer. Ihnen weint niemand Tränen nach. Pappelkätzchen sind halt nicht so süß pummelig. Und sind sie dann auf das fünf- bis sechsfache erigiert und verschwenden ihren Pollen millionenfach und meilenweit, schlabbern sie so rum. Das penetriert kein Frauenhirn.
argee gleim - 3. Mär, 13:50
Wer in NRW seine Kfz-Steuer, Einkommen-, Lohn-, oder Umsatzsteuer nicht pünktlich bezahlt, dessen Auto wird an die
Kralle gelegt, und so an den Pranger gestellt.
Es ist lustig, in solch einem volksnah agierenden Land zu leben.
In NRW waren bisher ja auch Online-Untersuchungen legitim. Ich nehme mal an, dass solch eine Krallenmaßnahme mit dem Prangerbonus nicht so ganz mit dem Gesetz übereinstimmt.
"Aber mal probieren", wird sich der NRW-Politiker sagen. Dieses spezielle NRW-Gesetz gilt seit heute.
Volmerswerth war einst eine Insel (werth). Erstmals erwähnt wurde diese 1173. Sie gehörte dem Kloster Schwarzrheindorf. 1487 wurde Volmerswerth nach Düsseldorf eingemeindet. Im 17. Jahrhundert verlandete die Insel und wurde urbach gemacht. 1927 wurde Volmerswerth ans Straßenbahnnetz angebunden.
Bis heute hat Volmerswerth äußerlich einen dörflichen Charakter bewahrt. Das flache Land vor dem Deich aber vor allem hinter dem Deich wird äußerst intensiv gärtnerisch genutzt. Ein großer Teil des Landes liegt unter Glas.
Die neugotische
Kirche wurde 1853-1856 erbaut.
argee gleim - 1. Mär, 06:58
Es ist nass. Es ist windig. Die Stadt ist erfüllt von einem Brausen, welches sich deutlich von dem allgemeinen Grundgeräusch der Stadt um 4:00 Uhr morgens unterscheidet und dieses überlagert. Die Luft ist warm feucht und so keiner Jahreszeit zuzuordnen. Das Thermometer zeigt 10°C an.
Das Ganze wirkt etwas unwirklich.
05:18 h. Es blitzt und donnert. Der Wind ist heftiger und Regen prasselt. Die Temperatur sinkt auf 8°C. Die bogigen Gaslaternen schwingen mit einer Amplitude von schätzungsweise 5 cm.
07:00 h. Bei aufkommendem Tageslicht lassen sich Strukturen in der grauen Wolkendecke erkennen. Nach Unwetter sieht das nicht aus.
Die etwas zu schattig stehenden botanischen Tulpen, die sich deshalb etwas zu lang ausgewachsen haben und gerade im Begriff sind, ihre Blüten zu öffnen, liegen jetzt flach auf dem Boden. Ansonsten sind keine Schäden festzustellen. Es ist windig nicht stürmisch.
Der Dreck-weg-Tag in Düsseldorf fällt wegen "Emma" aus.
13:40 h. Die Sonne scheint. Weiß-graue Wolken ziehen über den Himmel, dazwischen heiteres Blau. Das Themometer zeigt auf 12°C. Ziemlich Frühling will ich mal sagen.
Gladbacher Straße - Düsseldorf-Unterbilk
argee gleim - 29. Feb, 21:24
Nicht häufig aber immer öfters hört man Klänge aus dem Radio, die Jazzelemente aufweisen. Das Keyboard klimpert recht jazzig daher und auch die Gitarre befleißigt sich fließender, swingender Single-String-Läufe. Darunter aber liegt das stupide Stampfen eines elektronischen Bassdrumartefakts aufgelockert durch punktgenaue, lineare Kloppereien, die man früher wesentlich ungefährer mit Tom und Snare erzeugte. Es stampft sich so daher. Doch dabei bleibt es nicht. Um den Jazzcharakter zu betonen und sich einen Anspruch zu verleihen, schwebt über allem eine gestopfte Trompete, die wie von Miles Davis gespielt klingen soll.
Um das bewerkstelligen zu können, muss man sein Instrument beherrschen und wirklich was können. Und doch ist es leeres Geplärre, mehr noch ärgerliche Anmaßung, eine Sammlung von Versatzstücken zusammengeklittert.
Das soll dann Acidjazz sein. Aber da ist nichts, was aus der Begegnung zweier Musikstile etwas Neues gebiert. Die Versatzstücke bleiben säuberlich getrennt und durch Handwerker am Instrument und an den Reglern und Potentiometern synchronisiert aneinandergereiht und zusammengeordnet. Ordentlich ist es nämlich.
Mich ärgert’s und es schraubt mein schütteres Haupthaar in die Höhe und mein Magen sagt gar nichts mehr. Meine Aorta pocht Abscheu.
(um nicht missverstanden zu werden. Ich habe überhaupt nichts gegen Acid Jazz und schon gar nichts gegen elektronische Musik, nur etwas gegen diese Leermusiken)
argee gleim - 29. Feb, 18:05
Frau Merkel fordert „eine Politik mit Augenmaß“. Aber hallo! Wo hat sie das nun wieder her?
Beck nimmt Auszeit. Das könnte und sollte zum Dauerzustand werden. R.i.P.
argee gleim - 29. Feb, 13:23
Wenn man den
Wetterfröschen folgt, dann gibt’s morgen ein unterhaltsames Wetterchen. Es wir empfohlen, heute Abend Alles, was irgendwie durch die Luft gewirbelt werden könnte, zu sichern. Brechende Äste, fallende Bäume, fliegende Dachziegel und abstürzende Balustraden und von Häusern herab- und abfallende Gegenstände und Bauteile werden prognostiziert.
Morgen ist dann die Hölle los. Morgen ist in Düsseldorf der alljährliche Dreck-weg-Tag. Das wird lustig. Allgemein wird empfohlen, morgen zu Hause zu bleiben.
Ich sehe sie schon, die Heerscharen Müll pieksender und in die Hand nehmender Dreck-weg-Mützen tragender, eifriger Helfer, die stolz auf ihre Mütze sind und sich freuen, mit solch einer Mütze ausgestattet einen ganzen Tag lang gratis und umsonst mit Bahn und Bus fahren zu dürfen, wie sie sturmumtost die Müllsäcke öffnen, um den Unrat darin zu versenken, ihnen dabei die Tüten entgleiten und in weiten Fernen verschwinden, das nicht ohne sukzessive ihren Inhalt in die Gegend zu verstreuen. Ich sehe die stolzen Mützenträger beim dem Müll Hinterherhecheln den Stolz des Tages, ihre Mütze, verlieren und so des Anreizes zum Müllsammeln beraubt verzweifelt auf den gerade nicht gereinigten Bordsteinen sitzen, das Haupt in die Hände gestützt und dem Weinen nahe, während um sie herum Äste von den Bäumen fallen, Autos von Bäumen begraben werden, Blumentöpfe durch die Luft jagen und ein unwetterartiger Regen nicht dazu beiträgt, das angeknackste Gemüt der der Mütze Beraubten wieder aufzurichten, Straßenbahnen und Busse nur mühsam voran kommen und teilweise ausfallen, weil Oberleitungen herunter gerissen oder Busse von der Fahrbahn gefegt wurden und so die Freifahrt, die schon wegen Verlust der Mütze nicht wahrgenommen werden kann, jetzt endgültig ausfällt. Ich sehe Wagen der Müllabfuhr durch die Straßen geistern und fleißige Müllwerker damit beschäftigt, die geschlagenen, entmutigten und all ihrer Gutwilligkeit Beraubten aufzusammeln.
Am nächsten Montag fahren dann die Profis mit ihren Spezialfahrzeugen wie jedes Jahr nach solch einem Tag, durch die Straßen und sorgen für eine wieder saubere Stadt.
Solch ein Dreck-weg-Tag dient ja nicht dazu, für eine saubere Stadt zu sorgen sondern dazu, auf den Dreck in der Stadt aufmerksam zu machen und so dafür zu sorgen, dass weniger in die Gegend geschmissen wird. So zumindest das Kalkül. Da kann solch ein stürmischer Wind schon zu der Einsicht verhelfen, dass auch das nicht erreicht wird. Irgendwie hat Alles sein Gutes.
Nachtrag: Der Dreck-weg-Tag fällt wegen "Emma" aus.
Heinrichstraße - Mörsenbroicher Ei - Düsseldorf-Mörsenbroich
argee gleim - 29. Feb, 11:12
Anthriscus sylvestris
Jetzt schon fertig zum Ostereierverstecken.
argee gleim - 29. Feb, 11:07
Graf-Adolf-Straße - Düsseldorf-Mitte
argee gleim - 29. Feb, 07:14
Noch ist es dunkel. Doch die Vögel zwitschern, dass es eine Lust ist. Der Tag kann nicht weit sein.