Dienstag, 25. Juli 2006

Neu

Ich habe, nein, kein neues Laptop, eine neue Waschmaschine. Ja, meine alte, uralte hatte restlos ihren Geist aufgegeben. Das war ein Toplader. So was bekommt man nicht alle Tage oder aber zu überhöhten Preisen. Endlich habe ich genau die Maschine, die ich haben wollte, in so einem Versandkatalog zu einem enorm günstigen Preis gefunden und da 3 Jahre Garantie bestellt.

Ganz bald hatte ich eine Postkarte von der Spedition im Briefkasten, die besagte, dass in drei Tagen vormittags zwischen 8:00 und 10:00h die Maschine angeliefert werde. Ich möge bitte zu Hause sein oder dem Nachbar Bescheid geben. Ich war da. Um 9:00h schellte es und zwei Mann wuchteten mir eine wunderschöne, schmale, hohe Waschmaschine ins Bad. Ein deutsches Markengewrät. Jetzt schnurrt sie ganz leise, wäscht wie neu und schleudert mit einem leisen, jetartigen Oberton ohne zu rumpeln oder sonst unangenehm zu geräuschen. Ein sattes, gedämpftes Grollen, das durch eine geschlossene Tür nicht wahrnehmbar ist, sagt, hier wird gearbeitet. Die frisch duftende, nur noch leicht feuchte Wäsche aus dem Toplader zu nehmen, ist eine Freude. Bei den herrschenden Temperaturen ist ein Hemd in weniger als einer Stunde zundertrocken. Man könnte es auch gleich aus der Maschine nehmen und anziehen, ohne groß ein Feuchtegefühl zu haben. Wollte man das Hemd bügeln, hätte es exakt die richtige Bügelfeuchte.

Elegant, schlank und groß steht die Maschine da, als hätte sie schon immer da gestanden und glänzt. Prima Kauf und tolle Lieferung. Wenn ich mir vorstelle, die Deutsche Post wäre da irgendwo involviert gewesen, nein, den Ärger will ich mir nicht vorstellen. Das war auch eine andere Story. Nie mehr!

Büdchen gegenüber Amts- und Landgericht

Buedchen-Neubrueck
Neubrückstraße - Düsseldorf-Altstadt

Lokales – Radrennfahrer blockieren die Innenstadt Düsseldorfs

Umfangreiche Sperrungen am 31. Juli, 1. und 2. August/Erste Einschränkungen bereits ab 28. Juli

Düsseldorf ist in diesem Jahr Startort der Deutschland Tour. Die City der Landeshauptstadt gehört am 31. Juli und schwerpunktmäßig am 1. und 2. August den Radrennfahrern. Der Kern der Innenstadt ist am Dienstag, 1. August, Austragungsort des 5,5 Kilometer langen Prologes. Am Mittwoch, 2. August, findet dann der Start der ersten Etappe nach Bielefeld statt. Die Deutschland Tour ist ein Etappenrennen über eine Gesamtstrecke von 1.402 Kilometern mit Start in Düsseldorf und Ziel in Karlsruhe.

Die Prolog-Strecke führt nach dem Start am Burgplatz über Mühlenstraße, Heinrich-Heine-Allee, Kasernenstraße, Siegfried-Klein-Straße, Schwanenmarkt, Haroldstraße, Kavalleriestraße, Kniebrücke, Kaiser-Wilhelm-Ring, Oberkasseler Brücke, Rampe Fritz-Roeber-Straße, Joseph-Beuys-Ufer zum Ziel an der Rheinterrasse.

Alle notwendigen Sperrungen erfolgen versetzt, um den Verkehr nicht unnötig zu beeinträchtigen. Es werden insgesamt rund 2.500 Gitter aufgestellt. Etwa 300 Helfer und die Polizei sind an den Sperrpunkten im Einsatz. Rund um die Großveranstaltung kommt es zu folgenden Sperrungen: Freitag, 28. Juli, ab 12 Uhr, Samstag, 29. Juli, Sonntag, 30. Juli, Montag, 31. Juli und Dienstag, 1. August, jeweils ganztägig: Teilbereiche Parkplätze Rheinterrassen/Rheinufer, die als Parkplätze für TV und Orga-Team dienen. Am 31. Juli ist das Joseph-Beuys-Ufer zwischen Oederallee und Rheinterrasse gesperrt. Der Verkehr Richtung Norden wird über Fritz-Roeber-Straße und Oederallee abgeleitet, Richtung Süden wird er über Fischer- und Kaiserstraße geführt. Der Rheinufertunnel kann befahren werden, sollte aber trotzdem weiträumig umfahren werden. Der Burgplatz ist am 31. Juli sowie am 1. und 2. August Veranstaltungsort für ein Rahmenprogramm sowie die Starts.

Maßgebliche Einschränkungen für den Verkehr gibt es in Düsseldorf am Dienstag, 1. August, wenn der Prolog über die Bühne geht. Ganztägig gesperrt sein wird der Bereich Rathaus/Burgplatz und Mühlenstraße. Am 1. August ab 6 Uhr wird der Rheinufertunnel Richtung Norden ab der Ausfahrt Innenstadt/Kavalleriestraße gesperrt. Der Verkehr wird über die Kniebrücke und Kavalleriestraße abgeleitet. Richtung Süden bleibt die Sperrung wie am Vortag. Ab 12 Uhr wird dann die Kniebrücke stadtauswärts gesperrt. Stadteinwärts bleibt die Kniebrücke befahrbar. Ab 10 Uhr wird der Bereich der Rennstrecke nach und nach gesperrt. Harold- und Kavalleriestraße werden stadtauswärts ab 11 Uhr gesperrt, die Richtung stadteinwärts ist auf beiden Straßen nicht betroffen. Die Sperrungen in Oberkassel beginnen ebenfalls um 10 Uhr. Die Luegallee ab Belsenplatz und die Oberkasseler Brücke werden dann stadteinwärts gesperrt, stadtauswärts bleibt die Brücke befahrbar. Der Verkehr wird über die Düsseldorfer Straße und die Kniebrücke abgeleitet. Ebenfalls befahrbar sind die Breite Straße und die Heinrich-Heine-Allee Richtung Oberkassel. Die Sperrung werden ab 17.30 Uhr bis etwa 21 Uhr an der Strecke nach Abbau der Gitter wieder aufgehoben. Das Joseph-Beuys-Ufer ist bis spätestens Mittwoch, 6 Uhr, wieder frei.

Am Mittwoch, 2. August, startet dann die erste reguläre Etappe der Deutschland Tour über eine Strecke von 198 Kilometern nach Bielefeld. Start ist am Burgplatz. Der Bereich Burgplatz/Mühlenstraße ist dafür von 6 bis 16 Uhr gesperrt. Die Strecke der ersten Etappe im Stadtgebiet: Burgplatz, Mühlenstraße, Heinrich-Heine-Allee, Maximilian-Weyhe-Allee, Jägerhof-, Duisburger-, Prinz-Georg-, Bagelstraße, Franklinbrücke, Rethelstraße, Brehmplatz, Graf-Recke-, Vautierstraße, Staufenplatz, Ludenberger Straße, Pöhlenweg, Torfbruch-, Morper Straße und dann weiter über die Düsseldorfer Straße in Richtung Erkrath. (bla)

Düsselkatarakt

Duesselkatarakt
Düssel im Zoopark - Düsseldorf-Düsseltal

Für alle Besucher ein Bild zum Abkühlen

Siesta

Ich schlage vor, dass der Einzelhandel, seine Tempel und Hütten zur Zeit der größten Hitze und Sonneneinstrahlung, also von 14:00 bis 17:00 h MESZ schließt und dafür bis abends 22:00h, bis Sonnenuntergang, öffnet. Ein Schichtdienst würde es erlauben, dass das Personal der Frühschicht nach Hause fahren kann und die Spätschicht frisch ans Werk gehen kann. Familienbetriebe machen einfach Pause, essen was und legen sich in die Poofe. Der Kunde macht das Gleiche, wenn er lernfähig ist.

So wie es aussieht, sind wir auch in Zukunft subtropischer Witterung ausgesetzt, so dass dies lediglich eine Anpassung an die Klimaveränderung wäre.

Wie wär’s damit, an unseren Häusern Fensterläden außen anzubringen, was nicht so teuer und fast überall möglich wäre. Modernerer Sonnen- und Wärme- (und Kälte-) Schutz sollte bei Neubauten zum Einsatz kommen, meine ich.

Büdchen Haltestelle Birkenstrasse

Buedchen-Birken
Ackerstraße - Düsseldorf-Flingern

Merrill Lynch kauft Kö Center

Das Kö Center in Düsseldorf ist etwas in die Jahre gekommen. Der Besitzer, der inzwischen 80jährige Architekt Brune, hat die Reißleine gezogen und das Kö Center sowie weitere drei seiner Einkaufsmeilen an Merrill Lynch verkauft. Es ist die Frage, ob das der Kö gut tut oder ob damit die Tendenz, hier internationale Marken, die lediglich erste Adressen belegen aber dem lokalen, in diesem Falle anspruchsvollen Charakter einer solchen Prachtstraße abträglich sind, fortgesetzt wird. Das würde die Kö der Beliebigkeit aussetzen. Diese großen Marken trifft man überall auf der Welt an. Das Besondere der Kö, hier wirklich etwas Einmaliges, nur auf der Kö Erhältliches bewundern und kaufen zu können, wäre dahin.

Büdchen Marschallstrasse

Buedchen-Marschall
Marschallstraße - Düsseldorf-Derendorf

Diplomatie

Wollen wir hoffen, dass Condoleeza Rice ihre Augen aufsperrt, der Wahrnehmungsschwäche der US-Regierung abhilft und Georgie erläutert, dass ein Zusammenhang zwischen diesem Krieg und dem Einmarsch der Yankees in Irak besteht und wann, wie und warum sich Hamas und Hisbollah gebildet haben. Ich meine nicht, dass sie es schafft, deutlich zu machen, dass es unzulässig ist, einen Krieg, Blutvergießen, ein Gemetzel mit wahllosen Toten zu veranstalten, nur um der Eitelkeit Weniger zu dienen.

Schwein gehabt

Ich war noch keine fünf Jahre alt, als ich das Törchen im Zaun zu einer Wiese aufmachte und auf die Wiese mit den freilaufenden Schweinen lief. Mit Schweinen war ich vertraut. Was mich anzog, waren die vereinzelt dort stehenden Stachelbeerbüsche mit ihren süßen, reifen Früchten. Es war warm, so dass ich lediglich ein Höschen anhatte. Die Stachelbeeren waren zwar etwas schwierig aus ihren stacheligen Verstecken zu klauben, schmeckten aber umso köstlicher. Ich hatte nur Augen für die nächste Beere, als ich einen heftigen Stoß spürte, auf den Boden kugelte und dann erlebte, wie eine dicke Sau mit ihrem borstigen, langen Bauch über mich wegrannte.

Ein schreiendes Bündel lag auf der Wiese. Elke, die Schwester des Nachbarjungen, mit dem ich normalerweise das Tal mit den drei Bauernhöfen eroberte, kam angelaufen, nahm mich an die Hand und brachte mich Schreihals erst einmal zu dem plätschernden Bach, der unser Tal durchquerte und schmiss mich zu den Forellen in das kristallklare, kalte Wasser. Ich war über und über mit dicken Pusteln bedeckt. Die Sau hatte mich mit ihrem mächtigen Bauch flächendeckend erwischt. Anschließend lieferte sie mich wimmerndes Etwas zu Hause ab und Mutter beruhigte und behandelte mich.

Ein paar Stunden später waren die Pusteln abgeschwollen. Nur ein paar rote Flecken verteilten sich auf der zarten Kinderhaut. Ab da betrachtete ich die Schweine zwar weiterhin als im Grunde genommen freundliche und gemütliche Viehcher, wusste aber, dass auch diese Grunzer sich schon mal aggressiv verhalten und zeigte etwas mehr Respekt gegenüber den Specklieferanten.

Freitreppe und Lambertus Basilika

Lambertus
Joseph Beuys Ufer - Düsseldorf-Altstadt
Ganz früh morgens ist es noch leer hier. Ein wenig später schon ist diese Treppe am Rhein Treff und Kommunikationsära für Alle und Jeden.

Montag, 24. Juli 2006

Technik macht‘s möglich

Guppy-Weibchen sind unscheinbar und fahl-braun, also wenig farbenfroh gewandet. Diesen Umstand nutzen sie, wenn sie zu sehr von zu vielen Männchen belagert werden. Sie schwimmen scheinbar todesmutig dorthin , wo sich besonders viele Feinde der Guppys aufhalten. Der Trick ist, sie werden wegen ihres unauffälligen Erscheines dort kaum wahrgenommen und können sich ihres Überlebens ziemlich sicher sein. Ganz anders verhält es sich bei den drängelnden Männchen, die auffallend bunt daherkommen. Folgten sie dem Weibchen, wären sie mit ziemlicher Sicherheit Opfer ihrer Feinde. Also lassen sie von dem Weibchen ab.

Diese Möglichkeit haben Frauen nicht unbedingt. Aber sie nutzen allgemein verfügbare Technik und greifen in bedrängenden Situationen zum Handy, telefonieren oder scheintelefonieren und bauen so einen Schutzwall zwischen sich und den sie Belästigenden auf. Ein kleines Gerät erlaubt es ihnen, ihre Attraktivität herauszuputzen und doch unbeschadet zu bleiben und sich frei bewegen zu können.

Büdchen An der Piwipp

Buedchen-Piwipp
Kalkumer Straße - Düsseldorf-Unterrath
"Piwipp" lautmalt den Ruf des Kiebitz, der früher einmal dort draußen, als dort noch plattes Land war, zu Hause gewesen ist.

Überall

Glaubt man den Bildern im Fernsehen, regnet es überall rund herum. Stellenweise sogar sintflutartig. Nur hier, hier regnet es nicht und es kühlt auch nicht ab. Auch nicht in der Nacht. Röchel.

Büdchen an der Bilker Kirche

Buedchen-Bilker-Kirche
Bilker Allee - Düsseldorf-Unterbilk

Beschleunigung

Eine kleine unscheinbare Pflanze, die in Feuchtgebieten der kanadischen Tundra flächefüllend auftritt, beschleunigt beim Öffnen ihrer Blüten auf 2.400 G und schleudert so ihre Pollen in den Wind oder auf die sie besuchende Hummel. Es handelt sich dabei um die schnellste im Pflanzenreich bekannte Bewegung. Die dafür notwendige Energie ist als Turgordruck in den Zellen gespeichert. Der kanadische Hartriegel (Cornus canadensis) ähnelt sehr dem europäischen, schwedischen Hartriegel (Cornus suecica) So schnell hüpft keine Heuschrecke. Und Raketen sind ja so was von lahm. Na ja, bei denen geht auch es nicht um Vermehrung. Da werden schon mal ungeahnte Kräfte frei. Wie schnell beschleunigt eigentlich ein scharf geschossener Fußball?

Cornus canadensis wird in gut sortierten Garten Centern und Baumschulen angeboten.

Baden gehen

Man erzählt sich, Sonnenstudios würden baden gehen und bezeichnet dies als Schattenseite des sonnigen Wetters. .

Wort des Tages

Humanitärer Korridor

Auch Düsseldorf

Bruecken
Über dem Rhein - Brücken sind nicht atypisch für dieses Dorf

Sollte ich nun "Über dem Rhein" oder "Über den Rhein" schreiben. Ich bleibe bei "Über dem Rhein" Ja? Das ist stimmiger.

Sonntag, 23. Juli 2006

Blümchen, Socken, Gedichte und Elvis

Wem dieses permanente Merkelbashing und das sich manchmal wiederholende Gerede über den Krieg auf die Nerven geht, dem sei zur Erholung ein Blog mit Herz und Socken empfohlen.

Dazu dann "Are You Lonesome Tonight" von Elvis.

Büdchen Münsterplatz

Buedchen-Muensterplatz
Düsseldorf-Derendorf

Rechnung

Machen wir es mal ganz kapitalistisch am Geld fest.

Die UNO lässt verlauten, dass 100 Millionen Dollar Soforthilfe für Libanon nötig sind, um eine Katastrophe bei der Versorgung der Menschen im Kriegsgebiet abzuwenden. Hier geht es nur um das Notwendigste. Die Riesenschäden, die der Krieg im Libanon aber auch in Israel anrichtet, sind hiermit nicht gemeint.

Derweil liefern die USA weiter Präzisionswaffen, darunter auch bunkerbrechende Waffen. Das sind die mit den Uranköpfen, womit eine atomare Verseuchung weiter Gebiete in Kauf genommen wird. Kein Wunder, wenn man hört, dass die USA auch nach Abu Graibh Folter nicht nur geduldet sondern dazu aufgefordert haben. So sind Merkels Freunde nun mal.

Es werden gigantische Summen sein, die von Israel und den USA aufgewendet werden, um diesen Krieg aufrecht zu erhalten. Und es sind mit Sicherheit noch viel gigantischere Summen, die im Libanon und woanders in Sekundenbruchteilen vernichtet werden, von den Leben Unschuldiger mal ganz abgesehen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Krieg zu vermeiden gewesen wäre und ein satter Frieden hätte erreicht werden können, wenn nur ein Teil dieser Summen in Friedensbemühungen und Hilfen gesteckt worden wären. Eine Hisbollah hat es schwer, wenn sie keinen Rückhalt in der Bevölkerung findet, sondern eher von dieser beobachtet und angezeigt wird. Die hier in Frage stehenden Summen sind derart gigantisch, dass mit deren Hilfe sehr wohl erfolgreiche Politik hätte gemacht werden können.

So ein Krieg ist irrational, ist einfach nur Irrsinn. Das kommt dabei heraus, wenn man Menschen vom Bewusstsein eines Homo erectus Waffen in die Hand gibt, die von Homines sapíentes ausgedacht wurden. Das macht so schön "Päng!"

Büdchen Am Röttchen

Buedchen-Roettch
Düsseldorf-Unterrath

Ziga-Retter

Seehofer kündigt gesetzliches Rauchverbot für 2007 an
Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) erwartet für das kommende Jahr ein gesetzliches Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden. Es könne nicht sein, dass in Altenheimen, Kliniken und Verwaltungsgebäuden ohne Rücksicht geraucht werde, sagte er.


Diese Meldung bringt mich dazu, einen fast schon ein Jahr alten Vorschlag von mir leicht ergänzt zu wiederholen.

Es ist ja nicht nur dieses Verbot durch einen oder zwei Minister, der Bundesregierung oder doch nicht der Bundesregierung. Zigaretten werden darüber hinaus auch teurer und teurer. Rauchen wird weiter und weiter verboten. Dieser Seehofer ist ja nicht das Ende der Fahnenstange. Kurz: Der gesellig gemütliche Raucher fühlt sich diskriminiert und verfolgt.

Krankheitsbehandlung und Krankenhausaufenthalte werden ebenfalls immer teurer, so dass Arztbesuche eingeschränkt werden und die Inanspruchnahme von Krankenhauspflege minimiert wird. Hier spielt die gerade heiß diskutierte Gesundheitsreform rein. So was z.B.: Die Kassen hatten angekündigt, die Bürger mit Aktionen darüber zu informieren, daß die Versorgung der Patienten teurer, schlechter und unsicherer werde. Im Zuge des geplanten Gesundheitsfonds fürchten sie um ihre Finanzhoheit. Das Gesundheitsministerium warnte, notfalls würden Regreßforderungen an die Kassenvorstände gerichtet. Das Ergebnis sind rückläufige Fehlstunden bei der Arbeitsstelle und eine erhöhte Sterberate, die einerseits aus mangelnder ärztlicher Betreuung dann aber auch aus purem Stress resultiert, welcher vor allem durch das Rauchverbot am Arbeitsplatz verursacht wird.

Hinzu kommt, dass die Kosten für eine Beerdigung Höhen erreicht hat, die kein Lebender mehr bezahlen kann. Das Dilemma ist, dass erwartet wird, dass man zu Lebzeiten das Geld für die Beerdigung anspart. Dem stehen aber die oben aufgezeigten Teuerungen entgegen.

Das Alles hängt eng zusammen, so dass eine Lösung des Problems all diese Faktoren beinhalten sollte. Grübel, grübel.

Die wirklich umfassende Lösung habe ich nicht gefunden, aber doch etwas, was auf dem Weg zu einer Lösung liegt.

Da bietet sich eingedenk der Erwartung, dass der Raucher auszusterben im Begriffe ist, der Friedhof als Ort des Handelns an. Dort pflegt man Grabsteine aufzustellen. Grabsteine sind zumeist recht stabil und sind, wie das Wort schon sagt, aus Stein. Das brachte mich auf die Idee, sie zu nutzen. Als erstes erfahren sie eine raucherkompatible Beschriftung. Etwa so:

Hier ruht
Knurps
Er rauchte

Der Trick ist, Zigarettenhersteller können hier eine Plakette mit dem Logo und Namenszug einer Zigarettenmarke anbringen. Platz ist für bis zu 10 Plaketten. Die Gebühreneinnahmen eines Zehnjahresvertrages für die Plätze von 6 Plaketten sollten ausreichen, die Kosten einer Beerdigung ohne großen Schnick-Schnack zu tragen. Was darüber hinausgeht, dient dazu, den Orgelspieler oder eine Band, bunte Girlanden, den Kopfstand des Pfarrers und ähnliche, ein Beerdigung wertvoll machende Ausschmückungen zu finanzieren.

Damit die Nachkommen nicht darben müssen und ihre teurer und teurer werdenden Zigaretten finanzieren können und es hinzukommend bisher so gut wie unmöglich ist, auf einem Friedhof Zigaretten zu erwerben, was einer weiteren Diskriminierung des Rauchers gleichkommt, wird noch, jetzt kommt der Umstand, dass so ein Grabstein ein Stein ist, zur Geltung, ein Zigarettenautomat befestigt. Das ergibt Einnahmen aus Miete und Umsatzbeteiligung. Vermietet wird er an Zigarettenschwarzhändler. Ein Packungspreis in Höhe von EUR 2,50 bis EUR 3,00 dürfte angemessen sein. Der Genießer wird es zu schätzen wissen. Gehandelt werden Zigaretten der Marke ‚Sargnagel‘. Das dient der Tarnung und bewahrt uns vor lästigem Eingreifen der Zollbehörden und Finanzämter. Die verschiedenen Sorten werden als Nummern deklariert, die der Marke ‚Sargnagel‘ angehängt werden. Also ‚Sargnagel 1‘, Sargnagel 2‘ usw. Welche Handelsmarke sich jeweils hinter solch einer Zahl verbirgt, wird sich schnell herumsprechen. Administrative Schwierigkeiten aus der Friedhofsordnung dürften nicht entstehen. Wäre es doch hirnrissig, auf einem Friedhof den Handel mit Sargnägeln zu verbieten!

Diesem solchermaßen attraktiv gestalteten Grabstein entspricht die übrige Gestaltung des Grabes. Da dürfen ein paar Pflanzen der Spezies Nicotiana tabacum mit ihren hübschen rosa Blüten natürlich nicht fehlen. Der Kenner wird auch andere Pflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse finden, die des Rauchers würdig sind. Da wären z.B. Petunien, trauernd und aufrecht, Tomaten, bei denen die Cherrytomaten vorzuziehen sind und sei es nur, um den Bildungsstand des Rauchers zu dokumentieren, der natürlich weiß, dass die Azteken bereits die kleinen Kirschtomaten kultivierten und sie "Tomatl" nannten, was gleichbedeutend mit "etwas prall Angeschwollenes" ist, oder für den deutschen Raucher natürlich auch die Pflanze, die dem Deutschen in manchen Ländern zum Spitznamen verhalf, die Kartoffel. Dort vorzugsweise, die violetten, blauen und roten Sorten. Wer es wild liebt, kann auch auf das heimische Solanum nigrum, den schwarzen Nachtschatten, aber auch auf dessen farbigen Schwager, das Solanum dulcamare, den Bittersüßen Nachtschatten, mit seinen violetten Blüten zurückgreifen. Kenner unter den Rauchern werden ihre Kenntnisse der Art durch Anpflanzen absoluter Highlights unter den Solanaceae wie Tollkirsche, Stechapfel und Bilsenkraut dokumentieren.

Wichtig ist, dass die linke, vordere Ecke des Grabes durch einen auf einem stabilen Stab aus Edelstahl, Eiche, Ebenholz oder Elfenbein befestigten Aschbecher geziert wird. Ashes to ashes - - -. Die rechte Ecke kann aschenbecherfrei gestaltet werden und für Nichtraucher reserviert sein. Schließlich wollen wir mit dem Nichtraucher nicht so umgehen wie der Nichtraucher mit dem Raucher. Es wird empfohlen, immer kleine Täfelchen Schokolade oder belgische Pralinen mitzuführen und sie den Nichtrauchern anzubieten. Es ist ja nicht so, dass Nichtraucher jeglichen Genüssen abhold sind. Die Seiten können je nach Windrichtung natürlich auch ausgetauscht werden, damit der Nichtraucher auch wirklich vom Passiv Rauchen verschont bleibt. Die Luxusausführung des Aschenbecheranbringung wäre eine mobile, windgesteuerte, ein per Segel angetriebenes, kugelgelagertes Rund, welches den Raucher jeweils im Lee positioniert, so dass er zwar die Ausdünstungen der Nichtraucher zugewedelt bekommt aber selbst dem Nichtraucher den edlen Duft herrlichen Tabaks vorenthält.

Büdchen Oppladener Strasse

Buedchen-Oppladener
Kölner Landstraße – Düsseldorf-Wersten, wie es grunzt und säuft
Der Lebensmittelpunkt einer treuen, alkoholzerfressenen Klientel. Der Standort des Fotografen ist die Residenz der Stammkundschaft des Büdchens, das Haltestellenhäuschen gegenüber.

Der Duden 2006

Jetzt ist er da, der neue Duden. So bunt wie noch nie. Schwarz-Rot-Gelb. Das aber nicht, um der Sprache eine nationale Marschrichtung aufzupfropfen sondern um die Vielfalt der Möglichkeiten, deutsche Sprache in Buchstaben zu setzen, aufzuzeigen.

Der bunteste Duden aller Zeiten verdeutlicht, dass Sprache sich in permanentem Wandel befindet und die Existenz des Dudens verdeutlicht, dass Sprache trotzdem nicht beliebig ist.

Haben müssen.

Samstag, 22. Juli 2006

Büdchen Kaffeepause

Buedchen-Kaffeepause
Helmholtzstraße - Düsseldorf-Friedrichstadt

Merkel ist nicht Deutschland

Was hat Israel bisher erreicht? Dass der Norden Israels unter Raketenbeschuss steht und die bisher divergierenden Gruppen innerhalb des Libanons sich zusammenschließen und sogar die regulären Streitkräfte des Libanon gegen eine invasierende israelische Armee kämpft, dass also nicht mehr nur gegen die Hisbollah sondern gegen den Libanon an sich gekämpft wird, es somit zu einem offenen Krieg, Land gegen Land, Armee gegen Armee kommt, wobei die Libanesen weit unterlegen sind. Inzwischen sind 900.000 Libanesen auf der Flucht

Dann war das Eingreifen gegen die Hisbollah, die "Terroristen", nur ein Vorwand und man fragt sich, was da in Wahrheit Sache ist. George W. Bush wird es gefallen. Er braucht nur die Vokabel "Terrorismus" fallen zu lassen, um seine Schar Verblendeter um sich zu scharen.

Zu den Verblendeten gehört auch Angela Merkel, nicht Deutschland. Das ist zu betonen. Es ist ein Treppenwitz. Ohne Herrn Schröder nahe zu stehen, muss ich doch darauf aufmerksam machen, dass ihm seinerzeit, weil er nicht bereit war, Bush Puderzucker in den Hintern zu blasen, vorgeworfen wurde, sich von der "internationalen Völkergemeinschaft" zu isolieren. Merkel schafft das jetzt, indem sie den sich mehr und mehr isolierenden USA die Stange hält. Das war abzusehen und immer schon Programm Angela Merkels.

Wenn ich das schon lese. Kurz vor der Bodenoffensive. Rice und Steinmeier eilen in den Nahen Osten Steinmeier kann nichts anderes tun, als Merkels "Ursache und Wirkung"-Geschwätz zu wiederholen. Und Condoleezza Rice verkündet schon im Vorhinein: Sofortiger Waffenstillstand ist "falsches Versprechen". Auf wen soll also Druck ausgeübt werden? Auf Israel in keinem Fall. Die USA liefern Präzisionswaffen an Israel. Haaretz: "Hochrangige Behördenvertreter sind der Ansicht, dass Israel von den Amerikanern für eine Fortsetzung der Einsätze gegen die Hisbollah noch bis mindestens nächsten Sonntag grünes Licht bekommt"

Man trifft sich in Ägypten, in Israel, in Rom um "die Grundlagen für Stabilität und einen dauerhaften Frieden zu schaffen" Verlogenes Pack. Ginge es darum, wäre schon lange Gelegenheit dazu gewesen und vor allem Bush längst abgesetzt und der Krieg, den Israel schürt, hätte nicht stattgefunden.

Der Libanon war auf einem guten Weg. Der Wiederaufbau des Landes war überzeugend. Eine relative Ruhe war eingekehrt und demokratische Grundmuster waren zu erkennen. Das Alles ist jetzt zurückgebombt. Da klebt eine Menge Blut an verschiedenen Händen und Merkel macht mit.

In Somalia-Äthiopien fühlt man sich angeregt, auch ein bisschen rumzumachen. In Indoniesien geht es ebenfalls nicht gerade lieblich zu. Die von den USA "befriedeten" Länder Afghanistan und Irak sind vehemente Unruheherde. Da können sich noch wesentlich mehr bemüßigt fühlen, latente Aversionen in offenen Streit zu überführen. Nach Bush und Merkel, denen, die die Wahrheit mit Löffeln gefressen und immer Recht haben, sind das dann alles "Terroristen"

Was ist eigentlich, wenn China sich auf die Seite Irans schlägt? Sie können das Öl gut gebrauchen und sie haben mit Taiwan noch ein Hühnchen zu rupfen, was sich dann so nebenbei erledigen ließe, nämlich wenn Russland nicht anders kann, als diesem Bündnis beizutreten. Dem amerikanisch-merkelschen-israelischen kann Russland nicht beitreten.

Sollten wir diese Frau und ihre Truppe nicht doch besser heute als morgen ihrer Ämter entheben?

Oh Wetter!

Vor zwei Stunden hatte ich kritschgrüne Bananen gekauft. Jetzt sind sie sonnengelb.

Düsseldorf - 8 Wochen ohne Regen

Alsterwasser
Das verunreinigte Bett des Vaters Rhein

Fische auf 30 Meter

Ach ja, das Feuerwerk gestern abend. Ich kann es von meinem Balkon aus sehen. Es donnerte und blitzte und als sich feuerrote Fische in den Himmel erhoben, war ich überzeugt, dass das Wasser auf den Rheinwiesen 30 m hoch stand und sah ein, dass Flucht sinnlos war. Ich erwartete den tropischen Temperaturen entsprechend, dass sich ein Tsunami ungeheurer Wucht über mich ergießen und meinem überhitzten Leben ein Ende setzen werde.

Aber nichts dergleichen geschah. Wunder, oh Wunder. Das Alte Testament. War Abraham vorbei gekommen und teilte die Fluten nicht des Nils sondern jetzt des Rheins? Und für wen? Irgendwie enttäuschend. Brauchte ich mir doch plötzlich keine Sorgen mehr machen, wie ich meinen nicht mehr ganz den Anforderungen genügenden Computer fit machte. Dann aber war mir Alles egal und ich schlief ein.

Wie der geneigte Leser anhand dieser Zeilen feststellt, lebe ich noch. Entweder steht Abraham immer noch auf den Rheinwiesen, was aber unwahrscheinlich ist, weil sich das rumgesprochen hätte und in der BILD ständ‘, oder aber ich bin mal wieder einer Sinnestäuschung oder Täuschung meines Heißhirns erlegen, welches mir in der Art ein Streich gespielt haben mag, dass es aus dem Wunsch nach Abkühlung eine virtuelle Realität geschaffen hat. Ein häufiger, besonders bei Politikern auftretender Fehler.

Das Leben ist hart. Jetzt muss ich mich nicht nur mit meinem alten Computer auseinandersetzen sondern mich auch noch mit der debilen politischen Klasse vergleichen.

Ob da ein bisschen Dizzy Gillespie hilft? Night in Tunisia vielleicht?

Büdchen am Zoo

Buedchen-am-Zoo
Graf-Recke-Straße - Düsseldorf-Düsseltal

Der kleine Bastler

Ich erinnere mich gerade, wie ich als kleiner Junge einst unser dickes Grundig 3D-Sound-Radio mit magischem Auge, elfenbeinfarbenen Tasten und kleinen Seitenzusatzlautsprechern seines Gehäuses entledigte.

Vor mir hatte ich dann eine gemessen an dem barocken Volumen des Originals flache und für damalige Vorstellungen futuristische Landschaft aus Röhren, farbigen Kabeln, Stromumformern und weiteren Technikgebilden.

Es wurden noch einige Radios geschlachtet. Diesen entnahm ich die Lautsprecher, deren zwei ich zusätzlich an das Radio klemmte. In der Mitte sah man den großen, ovalen Lautsprecher und rechts und links je einen kleineren runden.

"Das ist aber doch gefährlich!", meinte meine Mutter. Das konnte ich nur bestätigen und ihr verbieten, meine "Anlage" auch nur zu berühren.

Das Soundwunder, welches sich ergab, konnte ich demonstrieren, indem ich die beiden Zusatzlautsprecher abklemmte. Was da noch blieb, war blasses Omageplärre, das womit sich meine Eltern bisher zufrieden gegeben hatten.

Und wenn man das Licht im Zimmer löschte, kam das Leuchten der Röhren zur Geltung. Ein Bild wie Bayer Dormagen mit seinen illuminierten Raffinerietürmen bei Nacht, gekrönt vom neongrün leuchtenden, magischen Auge.

Dem Plattenspieler wurde ein Vorverstärker verpasst und das Kristallsystem gegen ein dynamisches, magnetisches ausgetauscht.

Wie der Stand der Technik wirklich war, merkte ich, als ich mir dann eine gebrauchte Braun-Anlage kaufte. Da gab es nichts zu fummeln. Die war einfach perfekt. Auch optisch.

Büdchen am Mörsenbroicher Ei

Buedchen-Moersb-Ei
Heinrichstraße/Mörsenbroicher Weg - Düsseldorf-Mörsenbroich

Freitag, 21. Juli 2006

HH

Sagte ein Polizeisprecher in Hamburg auf die Rekordhitze in der Stadt angesprochen:"......, dass vor allem ältere Leute auf dem Pflaster liegen und ohnmächtig werden."
Ich schließe daraus, dass man sich in Hamburg nicht auf das Pflaster legen sollte. Warum auch?

Wasser

Strohtrocken, Brandgefahr. Hitze. Drei Vokabeln, die den Begriff ‚Wasser‘ wenn auch nur als Mangel im Stammhirn abbilden. Um nicht im Lamentieren um einen Mangel stecken zu bleiben, hier ein Bild, das man selbst erhitzt mit Wasser in Verbindung bringt.

Landskrone-5

Nicht weit von meiner Wohnung entfernt beginnt ein alter Park, der Hofgarten, seit dem Rokoko einem Lustschloss, dem Schloss Jägerhof, zugehörig. So ein herrschaftlicher Park aus dieser Zeit ist ohne eine ausgedehnte Wasserfläche nicht zu denken. Diese nennt sich Landskrone und wird von der Düssel gespeist. Der Hofgarten reicht bis zum Rhein. An seinem Rand befinden sich das Steigenberger Parkhotel, die Oper, das Ratinger Tor, der Ehrenhof und die Tonhalle, Düsseldorfs Philharmonie. Wenig bekannt ist, dass die Düssel sich in vier Arme aufteilt und ganz verschiedene Gebiete des Dorfs an der Düssel durchfließt. Es sind die nördliche und die südliche Düssel, der Kittelbach und der Bückerbach. So kommt es, dass außergewöhnlich viele Düsseldorfer behaupten können, an der Düssel zu wohnen. Die einzelnen Arme der Düssel, von mir gerne scherzhaft Düsseldelta genannt, münden auf einer Strecke von etwa 50 Stromkilometern in den Rhein, an dessen Ufer momentan die Große Kirmes stattfindet und heute abend das Kirmesfeuerwerk abgebrannt werden wird.

Gerade kaltem Wasser entstiegen, konditioniere ich mich weiter und sei es eben mit einem Bild von Wasser und trotze so den 33° da draußen und den 30° hier im Zimmer, natürlich mit einem immer wieder aufgefüllten Glas Wasser in Reichweite.

Und wenn es heute spät abend grollt, donnert, blitzt und kracht, kann ich mir einbilden, es sei ein Gewitter, obwohl ich weiß, dass es ein Feuerwerk ist.

Grimms Märchen sind verwegener.

Post bekommen

PK-Sommer

Bei Rabenwerk geklaut.

Büdchen Karolinger-/Merowingerstrasse

Buedchen-Karol-Merow
Düsseldorf-Bilk

Stromausfall

Nur so: "Washington will derzeit keine Waffenruhe"
(Hallo Frau Merkel. Das sind Ihre Freunde. Nicht unsere. Soo blöd' sind wir nun mal nicht.)

...und dann geben Sie mir bitte noch ...

Zeitungsbude
Zeitungsbude Jacobistraße - Düsseldorf-Pempelfort

oder was auch

Mit ist es schnurz, ob es einen Radiosender für Hunde gibt. Man könnte mir auch eine Playstation für Ringelschwanzschweine und Rückspiegel für Katzen, Skateboards für Wanzen, Flöhe und Kakerlaken, Caterpillars für Maulwürfe und Trillerpfeifen für Dachse vorsetzen. Wichtig ist gar nichts, nicht mal die Bremse in meinem Hirn. Auch nicht dieses Schild, auf dem Umleitung steht.

Mich kitzelt sehr angenehm eine Tote, Billie Holiday. So schwer atmet sich die schneidfähige Luft. Nachrichten heißt Tote. Egal. Sollen Se. Doch das Hundefutter lehne ich ab. Ich will Früchte. Beeren und Pfirsiche. Die Weißen. Ein blaues Bild von Moholy Nagy. Durchs offene Fenster der Schock, wenn von den Müllmännern die Kellerschächte zugeknallt werden. Auch das geht vorüber. Ein paar Takte Sonny Rollins. Ein wenig Jazzsamba mit Bud Shank und Laurindo Almeida. Als bewege sich die Luft.

Wie es zischt, wenn ich unter die kalte Dusche gehe. Das warme Wasser, das aus dem Hahn strömt, auf dem KALT steht. Der Rhein hat 26°C. Stehende Gewässer haben längst die 30° überschritten. Es gibt keine Rettung.

Morchelsporen. Mittelmeer, Ventilator, Ausdünstungen frischer Hundehaufen. Alles nur einen Hahnenschrei entfernt. Das silberne Flackern nabennaher Speichen an Rädern von Rennmaschinen. Das ersterbende Röcheln einer besengestützten Frau, die versuchte, etwas Lästerliches zu sagen. Nicht mal das.

Brian Eno – Music for Airports. Und die Fresse von Andy Warhol. Versteigerung bei Sotheby’s. In der U-Bahn stinkt’s. Der blühende Pfefferminz lockt unzählige Insekten. Fliege totgeschlagen. Schweiß tropft von der Stirn und juckt, wenn er die Nase runterläuft. Taschentuch. Wasser ins Gesicht. Gletschersee. Abgekalbt. Eisberge. Kein Eisbär sein mögen. Roter Heringssalat. Muss das bei ‚Roter Heringssalat‘ enden?

Hitzemorsch

Mit Verwunderung und Neid habe ich gestern abend gehört, wie es um uns herum geregnet und geschüttet hat und die Temperaturen nach unten trudelten. Und dann kam die Wetterfee und zeigte, wie noch ein Regenwölkchen in Bielefeld abregnete. Nichts davon hier. Zundertrocken und nach wie vor heiß. Was mich betrifft, ist Schlaf nur in Päckchen möglich.

Heute also noch einmal Hitze. Dann aber, dann aber soll es endlich regnen. Hoffentlich.

Büdchen Stern-/Feldstrasse

Buedchen-Stern-Feld
Sternstraße - Düsseldorf-Pempelfort

Donnerstag, 20. Juli 2006

Töten ist dumm

Annan, Frankreich, Russland und andere fordern einen sofortigen Waffenstillstand im Nahen Osten. Die US-amerikanische Regierung wendet sich gegen einen Waffenstillstand im Libanon. Die Außenministerin besucht den NahenOsten erst in etwa einer Woche. Wenn alles vorbei ist? Ein paar Segensworte sprechen? Die eigenen Interessen vertreten?

D.h.. alle Versuche, dem Irrsinn und der menschlichen Katastrophe Einhalt zu gebieten, sind verhindert. Das vor allem durch die USA, unserer seit Merkel wieder bestimmenden "Freunde". (Merkel hält sich raus und plaudert ein wenig übers Schlafen und Gitarre spielen für die Medien. Mit Erfolg. Phoenix und alle, alle Zeitungen und Sender bringen es.)

Dabei weiß jeder, dass Organisationen wie die Hisbollah nicht militärisch zu eliminieren sind. Das weiß man seit Ewigkeiten, die Amerikaner spätestens seit Korea und Vietnam und wurde soeben in Afghanistan und Irak wieder bestätigt. Das sind Medusen, denen umso mehr Köpfe nachwachsen, je mehr man abschlägt. Das weiß man. Dann doch wahllos unschuldige Menschen abzumetzeln, ist verwerflich. Und es ist wenig klug. Sinnloses Morden setzt einen selbst ins Unrecht und nährt die Köpfe der Medusa.

Der Stärkere ist derjenige, der entscheidet und dem gegenseitigen Morden ein Ende setzt. Durch Verzicht.

Schmitze Büdchen

Schmitze-Buedchen
Itterstraße - Düsseldorf-Holthausen

Ich war in Derendorf

Ich war in Derendorf, als in Japan Quallen in den Filter eines Atomkraftwerks gerieten, über den Meerwasser zum Kühlen der Anlage angesaugt wird und das Kraftwerk deshalb heruntergefahren werden musste. Ausgerechnet in Derendorf.

Globalisierung eines Konflikts

USA stationieren Patriot-Abwehrraketen in Japan. "Ursache und Wirkung" Die Reihen fest geschlossen. Nicht wahr Frau Merkel? Yo, wird schon werden, nicht?

20. Juli pervers

Wenn etwas pervers ist, dann ist es, ein feierliches Gelöbnis von Bundeswehrsoldaten ausgerechnet am 20. Juli im Gedenken an die Widerstandsgruppe um Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg und das gescheiterte Attentat auf Hitler 1944 zu veranstalten. Angesichts des aktuellen Krieges in Nahost, für mich ist das ein Krieg, erscheint mir das doppelt pervers.

Wie ist so was möglich? Was spielt sich da in manchen Köpfen ab? Soll das einer breiten Öffentlichkeit, die Sauberkeit der Bundeswehr, die nur als Hüter der Demokratie dort eingreift, wo diese mit Füßen getreten wird, demonstrieren? Die Demokratie eines George W. Bush? Die Demokratie der Ausnahmeparagraphen des Grundgesetzes? Soll das ob der Sauberkeit der Bundeswehr oder gar der "Ehrenhaftigkeit des Deutschen Soldaten" deren Einsatz im Inneren den Weg bereiten? Wird da der "edle Soldat" geschaffen?

Mir wird angst und bange, wenn ich mir vorstelle, dass das einige und dann noch wesentliche Politiker auf die Reihe kriegen. Für mich ist das ein weiteres und deutliches Indiz für die Verkommenheit unserer Politiker und damit der aktuellen Politik, die sich, was das betrifft, nicht von ihren Vorgängern unterscheidet.

Weg damit!

Büdchen Am Knuppertzbusch

Buedchen-Kuppertz
Glashüttenstraße - Düsseldorf-Gerresheim

Heizkissen

Sommerlöcher werden gerne mit Reptilien gestopft. Oder, wie bringt man ein Heizkissen bei diesen Temperaturen in die Medien.

Das macht man so: Karl Beznoskas Python ‚Houdini‘ hatte Hunger und fand in Karls King-Size-Heizkissen mit seiner langen Schnur, die, so vermutet man, als reizvoller, langer Schwanz wahrgenommen worden sei, eine lohnende Beute und verschlang es in sechsstündiger, harter Würgerei. Das Heizkissen soll noch warm gewesen sein.

Die anschließende OP soll die 30 kg schwere Python gut überstanden haben. Ob Karl das Heizkissen weiter nutzt, wurde nicht berichtet.

Das Aufregende an der Story ist für mich, dass Karl bei diesem Wetter zusätzlich zum Heizkissen greift. Möglicherweise erklärt sich das aber , wenn man weiß, dass Karl Beznoska in Sun Valley, Ketchum, Idaho, einem sehr populären Wintersportgebiet in den USA, wohnt. Vielleicht haust er ja auf dem Gipfel des 2.789 m hohen Bald Mountain.

Was macht eigentlich Angela Merkel?

Angela Merkel tourt durchs Rhein-Maingebiet, schwätzt ein bisschen mit Roland Koch, besucht die ESA, um einen medienwirksamen (BILD war dabei) Plausch mit unserem Astronauten Thomas Reiter (für's Vlog) da draußen im Orbit zu halten und trifft sich dann mit Vereinsmeiern in, weil dem Himmel noch nahe, in Seligenstadt.

Da sag mal einer, die Frau wüsste nicht, sich volksnah zu beschäftigen. Bussi!

En de Canon

Bei diesem Wetter liegt es nicht fern, das Augenmerk auf einen schattigen Biergarten zu richten.

En-de-Canon

Hier sehen wir eine wahrlich historische Kneipe. Schon der Kurfürst Johann Wilhelm (Jan Wellem 1679-1716) hatte dort seinen Becher deponiert, aus welchem er in eher lauter als lauterer Runde mit den von ihm so sehr verehrten und geförderten Künstlern sein Weinchen trank.

Der Name leitet sich nicht unmittelbar von dem Wort ‚Kanone‘ ab sondern ist eine Interpretation des Namens des damaligen Besitzers dieses Hauses. Dieser hieß Mauernbrecher. Und was bricht zu jener Zeit, als es noch keine Abrissunternehmen mit dem heutigen martialisch-hydraulischen Werkzeug gab? Natürlich eine Kanone. Die Kanone fand dann auch ihren Weg in das Familienwappen der Mauernbrecher.

Dieser so gewichtige Mann hatte nicht nur einen kraftvollen Namen sondern war auch auf andere Weise bedeutend. Er war Wirt des Gasthofs, in welchen der Kurfürst einkehrte, und er beherrschte das Speditionswesen und Postwesen des gesamten Niederrheins. Von der Zollstraße aus wurden per Schiff und Pferdewagen Waren und Pakete versendet und der Überlandpersonenverkehr lag ebenfalls in seiner Hand.

Hier kann man somit historisch beflügelt zechen. Ob das besser kühlt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Büdchen Derfflinger Strasse

Buedchen-Derff
Düsseldorf-Rath

Statistik

Gestern 50 Tote in Nahost. 500.000 Libanesen auf der Flucht. 60.000 Flüchtlinge im Naturschutzgebiet.

Ein neuer Tag

geog. Länge: 6.77°
geog. Breite: 51.3°
Höhe (NN): 41 m

Aktuelles Wetter Düsseldorf
20.07.2006 05:00 Uhr
Wetter Düsseldorf Temperatur (°C) 24.6
Bewölkung (1/8) Taupunkt (°C) 10
Windrichtung (°) Relative Luftfeuchtigkeit (%) 40
Windgeschwindigkeit (kn) 6 Luftdruck (hPa) 1015.9
Windböe (kn) 10 Luftdrucktendenz (hPa) -0.2

So die offiziellen Messungen heute morgen um 5:00h MESZ (3:30 Ortszeit)

Selbst an der Wetterstation, die sich nicht innerhalb der Stadt befindet, wird der Taupunkt nicht erreicht und mit 24,6°C ist es bannig warm.

Von solchen Temperaturen kann ich hier in der Stein- und Asphaltwüste nur träumen. Mein Thermometer zeigt mir jetzt um 5:00h tropische 28°C an. Der Taupunkt liegt in arktischer Ferne. Und bald, wenn die Sonne wieder über den Horizont steigt, wird auch die Temperatur wieder die Leiter der Messskala hochklettern.

Schau ich nach Osten, so sehe ich deutliche Schleier, die sich hier und dort zu kleinen, flachen Wolken zusammenfinden, vor dem zu erwartenden Himmelbau. Im Westen, dort wo die Endmoräne der 4. Eiszeit in Form des Grafenberger Waldes leichte Hügel von 20, 30, 40 m Höhe bildet und sich vielleicht bis zu einer Höhe von 100m über NN aufschwingt, steht ein jetzt dunkelgrauer Wolkenturm, der Hoffnung macht. Vorherrschend ist eine südliche Windrichtung.

Wenn es heute nicht regnet, wird es ein furchtbarer Tag werden.

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heike7777 - 25. Nov, 11:19
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Ein gemütliches und vor allem sauberes Studio.Eine...
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