Montag, 31. Juli 2006

It's just ketchup

GW

Kana aus russischer Sicht

aus Russischer Pressespiegel von RIA/Novosti


Die Gewaltaktion Israels, die als Antiterror-Krieg gegen die Hisbollah begonnen, sich aber in einen Krieg nicht nur gegen diese, sondern auch gegen die libanesische Bevölkerung verwandelt hat, lässt einige Schlüsse ziehen, die nicht nur die beiden in den Konflikt verwickelten Seiten betreffen, schreibt die Tageszeitung "Kommersant" am Montag.

Die erste Schlussfolgerung besteht darin, dass die vor fünf Jahren in Afghanistan gegründete Antiterror-Koalition nicht mehr existiert. Der Krieg im Irak hat die Großmächte gespalten und den Glauben an die Möglichkeit einer solchen Koalition ernsthaft untergraben. Die Idee einer antiterroristischen Einheitsfront wurde aber gerade vom diesjährigen Krieg gegen Libanon endgültig begraben. In der Tat: Während die Hisbollah für die USA und Israel eindeutig eine Terrororganisation ist, so ist sie für Russland und eine Reihe anderer Länder eindeutig keine Terrororganisation - von welchem gemeinsamen Kampf gegen den internationalen Terrorismus kann dann die Rede sein?

Die zweite, paradoxe, Schlussfolgerung lautet: Die Militärs sind fähig, einen modernen Krieg gegen den Terrorismus viel schneller und verheerender zu verlieren als Politiker und Diplomaten dazu fähig wären. Wenn dieser Krieg den bewaffneten Strukturen überlassen wird und wenn man sich dabei von der alten israelischen Losung "Lasst die Armee siegen" leiten lässt, wie das in den letzten Wochen in Libanon geschieht, so wird höchstwahrscheinlich nichts Gutes daraus. Die gigantische und unbestreitbare Überlegenheit bei Menschen und Material hat mit den Angreifern einen bösen Scherz gespielt: Selbst die überaus versierten und hochprofessionellen Militärs, zu denen die Israelis zweifellos gehören, sind nicht in der Lage, die Terroristen schnell und ohne Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vernichten (gerade das wird nämlich von ihnen erwartet). Wenn es aber zu Tragödien wie jüngst im libanesischen Städtchen Kana kommt, beeilt sich nahezu die ganze Welt, sich als ein Alliierter des Schwachen eintragen zu lassen. Als Ergebnis verliert der in militärischer Hinsicht Stärkere in den Augen der ganzen Welt vor seinem schwächeren Gegner in politischer und in moralischer Hinsicht. Insofern ist es ein Weg ins Nichts, wenn man im Kampf gegen den Terrorismus auf die bewaffneten Kräfte setzt.

Der dritte und besonders paradoxe Schluss, der aus den Ereignissen in Libanon zu ziehen ist: In der heutigen Welt gibt es nicht nur keine reale Antiterror-Koalition, sondern auch keinen realen Krieg gegen den Terror. In der Tat: Wenn die Zahl der getöteten Kinder in einem Krieg, der mit den modernsten und hochpräzisen Waffen geführt wird, zehnmal höher ist als die Zahl der getöteten Menschen mit Maschinenpistolen und Granatwerfern - kann das etwa als ein Krieg gegen den Terrorismus gelten?

PS: Bemerkung von mir. Russland sollte das hier Gesagte allerdings auch auf seine Auseinandersetzung mit Tschtschenien anwenden.

Ein Gucci-Täschchen gibt man nicht aus der Hand

Honkong, ein Flugzeug der Cathay Pacific, eine Frau und ihr Gucci-Täschchen. Diese Frau muss ihr Gucci-Täschchen geradezu körperlich geliebt haben. Sie ließ es darauf ankommen und weigerte sich, ihr Gucci-Teil aus der Hand zu geben und es unter der Bank zu deponieren. Das Flugzeug war schon in Startaufstellung, konnte aber wegen der Dame nicht abfliegen. Schließlich entfernte man die Gucci-Versessene unter dem Beifall der übrigen Fluggäste aus dem Flugzeug.

Später soll sie einsichtig gewesen sein und einen späteren Flug genommen haben.

Drei Bärenjunge in Österreich

Die kleine Bärenpopulation in Österreich hat Nachwuchs bekommen. Es wurde eine Bärin mit drei Jungen beobachtet. Die Österreicher hoffen auf eine weitere Zuwanderung von Bären. Die Population sei zu klein, um zu überleben.

Israels Regierung ist dumm

Wenn arabische Zeitungen schreiben, Nasrallah habe den Arabern ihre Würde zurückgegeben und arabische Demonstranten in Berlin auf Fotos von Nasrallah Sprüche wie «Wir danken dir» oder «Wir sind stolz auf dich» zeigen, dann wird offensichtlich, welche Wirkung das Verhalten Israels hat, d.h. dass Israels Verhalten kontraproduktiv ist und nur die Zahl seiner Feinde vergrößert.

Das gleiche Spiel, welches wir schon von George W. Bush her kennen.

Fahne oder Flagge?

Nein-zum-Krieg

Ameisen zertreten

Der Bericht über den amerikanischen Soldaten, der Töten beschreibt, als sei es Ameisen zertreten oder "Du tötest jemanden und dann sagst du, ’Los, holen wir uns eine Pizza’" ist selbstverständlich ein Beispiel für Verrohung aber eben auch kennzeichnend für alle Kriege.

48 Stunden

Ich höre soeben im Radio, dass Israel das Versprechen, 48 Stunden lang Luftangriffe auszusetzen, gebrochen hat und sehr wohl "zur Unterstützung der Bodentruppen" Luftangriffe fliegt.
Auch die Hisbollah feuert weiter Raketen ab.

Am Rhein

Am-Rhein

Das blitzblanke Mädchen

Blitzblanke, strahlende Augen. Und dann doch die Tiefe eines trügerischen Maars. Darunter möglicherweise ein Vulkan, der nur ruht.

Volle Lippen, die einen Mund bilden, der nichts zu sagen braucht, ein Mund, bei dem man wartet, dass er sich nur ein ganz klein wenig öffnet. Schon so etwas wie eine Erfüllung. Darum spielt ein ganz leichtes, vielleicht spöttisches Lächeln.

Ein Glanz auf den glatten, langen, dunklen Haaren, der das Schwarz der Seidenbluse matt erscheinen lässt.

Eine Taille, die fragen lässt, ob einige Frauen zu den Insekten zu zählen sind. Darunter ein Prachtasch von jener Rundung, die Vollkommenheit symbolisiert.

Das alles betont durch einen wadenlangen, roten Glockenrock, wie er in den 50er Jahren üblich war, die engste Stelle kurz unterhalb der Knie, dann wieder ein wenig auseinandergehend, aber unterhalb der Knie so eng, dass nur Trippelschritte möglich sind.

Dazu Flip-Flops, die riemchengehaltenen Sohlen, die so lustig klatsch-batschen. Wenn man sie lässt. Aber da war der enge Rock, der Trippeln befiehlt und nichts außer schmalen, langen Stöckeln erlaubt. Die Flip-Flops wollten ausschreiten, der Rock befahl Trippeln. Heraus kam ein Gang, der nach vorne ausholen wollte, dann aber zur Seite abgelenkt wurde und den Fuß jedesmal hart seitlich aufsetzte, ein entengleiches Watscheln, der Gang eines Bauerntrampels oder der Gang eines Mädchens, das noch nicht weiß, wozu es sich entscheiden soll und muss.

Entweder dieser Rock und hohe Hacken oder aber eben nicht dieser Rock und Flip-Flops.

Bei Licht besehen

Bei-Licht-besehen

Rauchverbot

Die Welt brennt und Merkel aber auch Seehofer, Söder und die SPD kümmern sich um ein Rauchverbot.

So ist das. Ist einem das Feuerlöschen zu anstrengend, verbietet man ihm die Rauchentwicklung.

Erklärt wird das dann von der CSU in Gestalt des Herrn Ramsauer, der von "temporären Erschöpfungszuständen" spricht.

Es darf gelacht werden.

So'n Morgen

Heute morgen zeigt das Thermometer draußen auf 20°C. Das macht, dass ich fast 2 Stunden länger geschlafen habe. Das wiederum versetzt mich in die Lage zu bemerken, dass ich etlichen Schlaf nachzuholen habe. Es ist somit nicht das große, erleichternde Recken und der übermütige Blick auf einen Tag, an dem Alles passieren kann, was sich da zeigt, wenn man mich mit erhobenen, angewinkelten Armen, die Rückenmuskulatur spielen lassend und pressend und den Kopf leicht angehoben, die Augen geschlossen ein gedämpftes Knurren von mir gebend sieht. Es ist lediglich ein Ausdruck von Erleichterung und von der Annahme, dass die wochenlange Folge überheißer Tage gebrochen ist.

Gestern abend hat es sogar zweimal ein wenig geregnet. Das aber reicht bei Weitem nicht. Momentan wechselt Sonnenschein und Bewölkung und das Thermometer steigt wieder. Und doch zeigt sich ein Wetter , welches sich verglichen mit den Wochen vorher anfühlt wie Waldmeisterbrausepulver in ein Glas Wasser gerieselt und einmal umgerührt.

Für mich heißt das jetzt Frühstück. Euch allen, die Ihr nicht in Urlaub seid, eine heitere Woche.

Büdchen am Ehrenhof

Buedchem-Ehrenhof
Joseph Beuys Ufer - Düsseldorf-Pempelfort

Sonntag, 30. Juli 2006

Blankes Ensetzen

Heute morgen hat Israel im Südlibanon ein Dorf angegriffen und 54 Zivilisten, darunter 37 Kinder gemordet.

Ich kann die Israelis nicht verstehen. Die müssen doch wissen, dass sie damit die Stimmung in Libanon noch mehr gegen sich aufbringen und nicht nur dort, sondern in der gesamten muslimischen Welt und darüber hinaus auch sämtliche Unterstützung in der Welt, außer von den USA und Deutschland, verlieren. Kein Wunder, dass die Libanesen Condoleezza Rice brüskiert haben und sie hart ausgeladen wurde.

Deutschland spielt eine ganz, ganz traurige, eine geradezu verbrecherische Rolle bei diesem Krieg. Europa wäre sich einig. Europa spräche mit einer Stimme und das gegen den Krieg. Lediglich Deutschland treibt quer und unterstützt einen sich und sein Land immer mehr isolierenden Bush und isoliert sich damit selbst.

Es ist müßig, wenn ein paar sagen, dass Merkel nicht Deutschand ist und die Deutschen etwas ganz anderes wollen, wenn die Deutschen nicht aufstehen und Merkel, die große Schuld auf sich und damit auch auf uns lädt, nicht in die Wüste schicken.

Mich interessiert noch mehr, als was Israel und Bush da machen, welche Rolle wir bei diesen Verbrechen spielen. Wir häufen mal wieder eine große Schuld auf uns. Merkel ist nicht haltbar. Es ist schlimm, was diese Regierung macht. Das darf nicht sein.

s.a. hier

Ein Blick aus dem Fenster

Es herrschen knapp 30°C. Ein leichter Wind kommt auf. Gigantische weiße Wolken türmen sich auf und schmücken den blauen Himmel. Die Sonne scheint gnadenlos auf Straße und Mauerwerk.

Doch die Wolkentürme, die immer wieder neue Bilder malen, Monster plastizieren und wechselnde Gebilde hochbrodeln lassen, machen Hoffnung auf Regen.

Jetzt aber muss ich den Film über die Extremadura auf wdr sehen. Da regnet es noch viel weniger und es ist auch heißer dort. Aber ich mag sie, die Extremadura. Die Korkeichen, die Frösche, die Zahara de los Atunes, die Stiere, die Schweine und die Sonnenuntergänge.

Büdchen am Belsenplatz

Buedchen-am-Belsen
Belsenstraße/Greifweg - Düsseldorf-Oberkassel

Och nöh!

Die Anti-Terror-Datei ist beschlossene Sache. Das Innenministerium (Schäuble) und die Länder haben sich geeinigt. Erfasst werden sollen nicht nur verdächtige Personen und terroristische Verbindungen, sondern auch Stiftungen und Unternehmen mit möglichen Verbindungen ins islamistische Milieu. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll nach der Sommerpause im Bundestag eingebracht werden.

Die Regelungen des Entwurfs gehen dem Bericht zufolge erheblich weiter als ursprünglich vom Bund geplant. Von Verdächtigen sollten neben ihren persönlichen Daten auch Informationen über Bank-, Telefon- und Internet-Verbindungen, ihre Führerscheindaten und einschlägige Kontaktpersonen erfasst werden.

Man beachte: Weitergehende Erfassung von Daten wird abgelehnt. Dies nicht etwa zum Schutz des Bürgers. Nein, die Geheimdienste sträuben sich. Sie fürchten die unkontrollierte Weitergabe sensibler Daten. Dann doch wohl, sensibel, was die Geheimdienste betrifft.

Schöne neue Welt? Der gläserne Bürger? Sehen wir es mal anders herum. Der versklavte Mensch unter einer nicht kalkulierbaren Regierung mit einer wenn nicht Tendenz zur Diktatur dann doch mit weit geöffneten Türen zu einer diktatorischen Wende. Der Überwachungsstaat ist fast perfekt etabliert.

Ich weiß zwar nicht, was die Regierenden davon haben. Aber irgendwas muss ja dran sein, sonst wäre das weltweit nicht so attraktiv. Wahrscheinlich handelt es sich mal wieder um die Eitelkeit Weniger.

Es gibt ein Mittel dagegen. Alle bemühen sich, in die Datei aufgenommen zu werden. Gegen alle kann man nicht regieren.

Ach das betrifft Sie gar nicht? Sie haben nichts zu verbergen? Und wenn Ihr missliebiger Nachbar Sie als Terrorist denunziert? Wenn ein Regierungsmitglied sie nicht leiden kann? Wenn Herrn Schäuble Ihre Nase nicht gefällt? Wenn jemand bei den bekanntermaßen sehr fragwürdigen US-amerikanischen Geheimdiensten oder den sehr besonderen israelischen Geheimdiensten Sie auf den Index setzen will? Wer bestimmt denn, wer Terrorist ist und wer nicht? Sind Sie sich so sicher, dass Sie kein Terrorist sind? Die Kriterien sind nicht die Ihren. Na, sind Sie sich immer noch sicher? Haben Sie Herrn Schäuble mal in die Augen geguckt? Oder Frau Merkel? Die Schlinge zieht sich zu.

Nun ja, es dauert ein bisschen, bis die Richter durch linientreue ersetzt sind. Aber auch das geht nicht zuletzt mit dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren schneller, als Sie sich das vorstellen. Vielleicht bekommen Sie auch ein Pöstchen, - als Blockwart. Deutschland bleibt selbstverständlich eine Demokratie. Der demokratische Impetus wird sogar gesteigert – zur Volksdemokratie. Aber hallo!

Seit Bestehen der Bundesrepublik geht das so. Die Schlinge war immer sichtbar, wenn man die Scheuklappen abnahm. Jetzt wird sie unmittelbar und geradewegs vor uns gehängt. Jeder sieht sie. Sie hängt so nah mitten vor uns, dass es den Meisten gelingt, geradeaus durch sie hindurch zu sehen und so behaupten zu können, er habe freie Sicht. Sie uns um den Hals zu legen, geht so einfacher und schneller. Wenn Sie durstig sind, reicht ein Glas Wasser in die freie Sicht gestellt und Sie legen Ihren Hals beseelt von der Fürsorge durch die Obrigkeit selbst in die Schlinge.

M

Ich setzte mich zu einem Mann, der sich schon morgens um 11.00 h an einer Bierflasche festhält, auf eine Bank am Parkeingang. Er nimmt den letzten Schluck, guckt durch die kleine Öffnung bis auf den Flaschenboden, schüttelt die Flasche aus und holt sich am nahen Büdchen eine neue, volle Flasche.

Er setzt sich wieder hin, schaut sich die Flasche liebevoll an, nestelt aus der Hosentasche einen Bleistift und malt ein großes ‚M‘ auf das Etikett. Ich schau ihn ein wenig erstaunt an, was er bemerkt. Er meint: "Ich schreib da ‚M‘ drauf. Ich heiß Martin. Dann weiß ich, dass das meine Flasche ist" öffnet sie und nimmt freudig und ‚Ah‘ ausstoßend den ersten Schluck aus seiner neuen Flasche.

Bilder von abgesteckten Claims eines Goldgräbers, ein Zaun um die Ranch, eine Mauer um die Finca, ein Schild mit der Aufschrift 'Privée', ein Monogramm auf dem goldenen Füllhalter, der verfallene Stacheldrahtzaun auf der Demarkationslinie zur DDR, ein Hund, der an jedem Baum sein Beinchen hebt.....

Bonjour

Althaea
Althaea

Samstag, 29. Juli 2006

Büdchen Bolker 54

Buedchen-Bolker-54
Bolkerstraße - Düsseldorf-Altstadt

Der heisseste Juli

Zukunft

Dieser ist der heißeste Juli seit der Wetteraufzeichnung. Doch das Schlimmste scheint überwunden zu sein. Heute morgen waren es lediglich 22°C und nicht wie üblich 27° oder 28°C. Heute nachmittag erreichte das Thermometer 28°C und damit 8°C weniger als im Durchschnitt der vergangenen Tage.

Noch lehnt der Mann gegenüber auf dem ins Dach eingefügten Balustradenbalkon im Unterhemd über die Brüstung gelehnt neben seiner riesigen Parabolantenne und passt auf, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht. Noch hat das Büdchen bis weit über Mitternacht auf, die Stühle aufs Trottoir gestellt und man schwatzt. Noch ist der Rhein zum Rinnsal geronnen. Noch herrscht Waldbrandgefahr Stufe 4. Noch zischt es, wenn das erste Abendbier die Kehle runter rinnt.

Die Wetterfrösche sagen eine Änderung des Wetters voraus. Es soll auch regnen. Was diese Voraussage wahrscheinlich macht, ist die Tatsache, dass die Mauersegler verschwunden sind. Von heute auf morgen einfach weg. Kein elegantes Segeln mehr, keine vor Gezirpe vibrierende Luft mehr. Die Bauern fahren ihre Getreidernte ein, die Pfirsiche werden reif und die Tage kürzer. Heute der erste Morgennebel.

Dehnbarer Laib

In Iran wütet der Fremdwortvernichtungsteufel. In Iran soll iranisch gesprochen werden. Vor allem westliche Fremdwörter werden umständlich durch iranische Wortungetüme ersetzt. So wird aus einer Pizza schon mal ein ‚dehnbarer Laib‘.

Ich nehme an, solche Teufelsaustreibungen sind typisch für totalitäre Staaten. Das gab es hier bei uns auch schon einmal. Da wurde aus einem ‚Elektromotor‘ ein ‚Bernsteintreibling‘. Andererseits wurden im 3. Reich gerade Fremdwörter als Mittel der Verschleierung und Aufwertung verwendet: Garant klingt bedeutsamer als Bürge und diffamieren imposanter als schlechtmachen. (Vielleicht versteht es auch nicht jeder. Auf den wirkt es dann erst recht.)"

Das hier in Klammern Gesetzte wird heute im ‚wissenschaftlichen‘ Bereich inflationär bis hin zur Lächerlichkeit gepflegt. Auch da gilt es, Bedeutung zu meißeln und ‚Herrschaftswissen‘ zu wahren, wenn nicht gar Triviales derart zu verklausulieren, dass es an ‚Signifikanz‘ gewinnt.

Trocken

Trocken

Merkel ist flexibel - ganz auf der Linie Bushs

Merkel rudert zurück und lehnt einen Nahost-Einsatz der Bundeswehr ab. Vor ein paar Tagen hieß es noch: "Merkel schließt Bundeswehreinsatz in Nahost nicht aus" Gleichzeitig schlägt sie sich mal wieder voll auf die israelische Seite und treu der von ihr immer wieder runtergenudelten Parole von "Ursache und Wirkung" referiert sie: "Wir müssen uns immer klar machen, dass die derzeitige Krise von der (libanesischen Schiitenmiliz) Hisbollah ausgelöst worden ist. Die Hisbollah hat über Monate Israel mit Raketen beschossen, sie hat israelische Soldaten entführt." "Klar machen" heißt hier doch wohl "die Tatsachen korrigieren." Bei aller Verpflichtung, die wir Israel gegenüber haben, kann solch eine einseitige Sicht nicht stehengelassen werden.

Schäuble meint zur Aufnahme von libanesischen Flüchtlingen, das wäre "voreilig" und "sachlich völlig verfehlt", wenn "Deutschland oder sogar einige Bundesländer von sich aus 'Flüchtlingsschutz' anböten." Und bemerkt: Die deutschen Behörden hätten "ein Auge" auf die mehreren tausend Rückkehrer aus dem Krisengebiet, die teils Deutsche libanesischer Herkunft seien: "Da ist unsere Bundespolizei in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt besonders wachsam". Letzteres ist sicher nicht ganz falsch. Aber aus dem Mund von Herrn Schäuble versteht man schon mal gerne: "Flüchtlinge aus dem Libanon sind unerwünscht. Damit handeln wir uns nur Terroristen im eigenen Lande ein"

Wenn wie Merkle bemerkt, die Grenzen dessen erreicht sind ,was die Bundeswehr leisten kann, woher nimmt Herr Schäuble dann die Legionen, die er im Inneren gegen den Widerstand der Bevölkerung, die sich gegen eine solche Beschneidung der Bürgerrechte wehrt, einsetzen will?

Refers

In den Referern gibt es schon mal merkwürdige und rätselhafte oder surrealistische Fragen. Heute z.B.:
"kann ich mir die hand auf legen um schwager zu werden"

Irgenwo sitzen sie

Kunsthalle38

Irgendwo laufen sie rum

Rheinpromenade

Freitag, 28. Juli 2006

Büdchen an der Haltestelle Heinrich Heine Allee

Buedchen-Heine
Hunsrückenstrasse - Düsseldorf-Altstadt

Doping < Schäuble << Stoiber

Die Doping-Affairen rund um die Tour de France rufen Schäuble auf den Plan. Mit gewohntem Sendungsbewusstsein geht er einer seiner Lieblingsbeschäftigungen, der Verschärfung entsprechender Gesetze, nach.

Schäuble bedient sich gerne der BILD, um sich dem Volke zu präsentieren. So auch hier. BILD sagte er, höhere Strafen für banden- und gewerbsmäßiges Doping seien denkbar. «Wir müssen alles tun, um die Glaubwürdigkeit des Sports wieder herzustellen und zu erhalten.»

Aber Schäuble enttäuscht. Er hat uns nicht wissen lassen, welche Rolle die Bundeswehr dabei spielen soll.

Die Bayern unter Stoiber sind mit so laffen Verschärfungen nicht zufrieden und wollen ein eigenes, bayrisches Dopinggesetz einführen.

Johnny Thunders

JThunders

Noch ein Krieg

Mit Krieg droht Tomislav Nikolic, der Vorsitzende der extrem nationalistischen Radikalen Partei Serbiens, im Streit zwischen Kosovo und Serbien. Er sagt weiter: "Wir werden ewig kämpfen, dass Kosovo in Serbien bleibt".

Albanien wird fast ausnahmslos von Albanern bewohnt. Seit Monaten verhandeln Serben und Albaner erfolglos über die staatsrechtliche Zukunft Kosovos. Wenn diese weiterhin erfolglos bleiben, nimmt man an, dass der UN-Sicherheitsrat eine eingeschränkte Unabhängigkeit Kosovos beschließt. Knackpunkt ist, dann müsste die Europäische Union (EU) für einige Jahre den neuen Staat überwachen. Keine leichte Aufgabe angesichts der Aussagen Tomilav Nikolics und der bekannten Stärke der Serben im Palisadenkampf. Noch eine Guerilla, in die dann auch die Bundeswehr verstrickt sein würde.

Wal-Mart adé!

Walmart Der Namenszug Wal-Mart wird in Deutschland nicht mehr zu sehen sein und, wie es aussieht, durch real ersetzt werden. Metro hat sämtliche Filialen des US-amerikanischen Anbieters übernommen.

Die Trennung vom Deutschland-Geschäft begründete der stellvertretende Vorsitzende Michael Duke damit, dass es "unter den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland schwierig ist, die von uns angestrebte Größe und angestrebten Ergebnisse zu erzielen." Der Verkauf gebe Wal-Mart die Möglichkeit, sich verstärkt den Märkten zu widmen, auf denen das Unternehmen die gesteckten Ziele schneller erreichen könne.

Es könnten auch nicht ganz unumstrittene Namenszüge wie Media Markt und Saturn sowie Galeria Kaufhof auftauchen
real ist sicher auch nicht das Gelbe vom Ei (man erinnert sich an Daten-Manipulationen bei verderblicher Ware [Ekelfleisch]) , aber Wal-Mart aus dem Land entfernt zu haben, das ist schon eine beachtenswerte Leistung des deutschen Verbrauchers.

Das war’s, kommentiert Express.
Die Metro AG hat im Zuge der Übernahme der Deutschland-Aktivitäten von Wal-Mart Assets übernommen, die den Kaufpreis deutlich überschreiten, meint die FAZ
"Wal-Mart beschenkt Metro" und "Wal-Mart geht, Metro jubelt" titelt die ARD
Ich meine: "Wenn Amis etwas unter Wert verkaufen, muss der Frust ganz, ganz tief sitzen."

Metro

Ganz ähnlich kann man sich auch einer desolaten Regierung entledigen. Da gibt es zwar keinen Käufer, aber etliche frische Kräfte, die es besser und sauberer machen.

Büdchen Gladbacher Strasse

Buedchen-Gladbacher
Gladbacher Straße - Düsseldorf-Bilk

Frauenmantel

Alchemilla mollis (Alchemilla vulgaris)

Der Frauenmantel ist eine bei uns heimische Pflanze aus der Famile der Rosengewächse. Sie hat zahlreiche, verschiedene populäre Namen. Solche sind neben Frauenmantel auch Alchemistenkraut, Aller Frauen Heil, Frauenhut, Frauenhaarmantel, Frauenkraut, Frauenrock, Frauentrost, Frauenwurzel, Gänsefuß, Gewittergras, Hergottsmäntelein, Himmelstau, Jungfernwurz, Löwenfußkraut, Mantelkraut, Marienblümli, Marienkraut, Marienmantel, Muttergottesmantel, Perlkraut, Regendachl, Regendächle, Sintau, Synnaw, Sonnenthau,Taubecher, Taublatt, Taufänger, Taumantel, Taurosenkraut, Tauschüsserl, Tränenschön, Unser Frowen Mantel, Wasserträger, Weiberkittel, Wiesensinau.

Der Frauenmantel ist eine mit viel Mystik und vielen Deutungen und Bedeutungen behaftete Pflanze, eine Pflanze, welche die Fantasie unser Vorfahren reichlich gekitzelt hat und so, wie ich bei der Durchsicht der Einträge im Internet sehe, auch heute noch so manchem Quacksalber zum unredlichen Einkommen verhilft.

Der botanisch Name leitet sich vom Arabischen "alkemelych" über Griechisch "alkhymeia"(Alchemie) ab. Einige der populären Namen weisen auf die Verwendung der Pflanze bzw. ihrer Teile in der Volksmedizin hin. So soll Alchemilla z.B: gegen ‚Frauenleiden‘ helfen. Dies nicht nur im naheliegenden Sinne sondern auch:

"Wenn eine Frau, die weiche Brüste hat, in die Badstube geht und im Ausgang ein mit Sintau (althochdeutsch: Immertau) genetztes Tüchlein überlegt, bekommt sie straffe Brüste".

Wasserperle

Auch die Jungfräulichkeit ließ sich damit wieder herstellen. (Jungfernwurz)

Die Allchemisten benutzten die Guttationstropfen der Alchemilla zur Herstellung des ‚Stein der Weisen‘

Das will ich aber hier nicht vertiefen. Lediglich Namen wie Gewittergras, Perlkraut, Sintau, Sonnenthau, Taubecher, Taublatt, Taufänger, Taumantel, Taurosenkraut, Tauschüsserl, Tränenschön, Wasserträger finden hier unser Interesse. Diesen Namensgebungen und der Tatsache, dass diese Pflanze als Wetteranzeiger galt, will ich im Folgenden auf die Spur kommen.

Schaut man auf eine solche Pflanze, fällt einem oft auf, dass sich in der Mitte des Blattes ein auffälliger, Perlen gleicher, im Licht schillernder, dicker Wassertropfen befindet. Dies ist manchmal das Ergebnis von Guttation, manchmal von Tauniederschlag oder auch von Regenniederschlag. Solch ein dicker Wassertropfen verdunstet wesentlich langsamer als ein Wasserfilm. Dadurch glitzert er noch in der Blattmitte, wenn rundherum alles schon abgetrocknet ist.
Aber er bildet sich eben auch, ohne dass es taut oder Regen fällt, rein als Ergebnis von Guttation.

Was ist Guttation?

Sieht man sich einen Baum an, so wird deutlich, dass nicht geringe Kräfte wirken müssen, um Wasser bzw. Nährlösungen von der Wurzel bis in die Blätter im Kronenbereich zu fördern. Hierbei spielen viele Faktoren zusammen. Darunter sind der Wurzeldruck (Turgordruck), Kapillarität (Wasser steigt in engen Röhren auf Grund der Adhäsion an den hier Zell- bzw Leitungsbahnwänden hoch), sowie eine Sogwirkung, die sich aus dem Unterschied des Systemdrucks, der innerhalb der Pflanze herrscht, herleitet, wobei in den Verdunstungsorganen (zumeist den Blättern) eben durch Verdunstung ein geringerer Druck als in der übrigen Pflanze entsteht und somit den ununterbrochenen Wasserstrom (wie z.B. ein Unterdruck der Luft von Luft höheren Drucks in der Umgebung ausgeglichen wird) anzieht. In Wirklichkeit ist die Sache noch etwas komplexer. Das aber sollte hier reichen.

Blätter haben auf der Blattunterseite zahlreiche Spaltöffnungen (Stomata). Diese stellen eine Verbindung zur Außenwelt her, während der Rest eines Blattes durch seine Epidermis und eventuell eine Kutikula abgeschlossen ist. Unter anderem dienen sie dazu, überschüssiges Wasser und darin gelöste Stoffwechselprodukte in die Umgebung abzugeben. Das funktioniert normalerweise durch Verdunstung. Diese Spaltöffnungen haben einen Öffnungs- bzw. Schließmechanismus, können ihre Öffnung also den Bedürfnissen und Gegebenheiten anpassen. Nicht zuletzt wird hierdurch auch eine Temperaturregelung, zumindest eine Kühlung bei hohen Temperaturen erreicht. (Verdunstungskälte) Ist die umgebende Luft jedoch mit Feuchtigkeit gesättigt, funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr. In mit Feuchtigkeit gesättigte Luft kann keine Flüssigkeit mehr abgegeben werden.

Die Pflanze hat aber nach wie vor einen Stoffwechsel und ist auf Wasser- bzw. Nährlösungstransport angewiesen. Jetzt kommt es zur Guttation. Unter Guttation versteht man die Abgabe von Wasser in Tropfenform über die sog. Hydathoden. Hydathoden sind den Spaltöffnungen zu vergleichen, sitzen jedoch nicht an der Blattunterseite sondern bei zweikeimblättrigen Pflanzen (Dicothyledonen) an den Blatträndern und bei einkeimblättrigen Pfanzen (Moncothyledonen), z.B. Gräsern an der Blattspitze, also jeweils an den Enden der Leitungsbahnen. Sie verfügen nicht wie die Stomata über einen Schließmechanismus.

Bei Gräsern kann man das fast jeden Morgen deutlich mit bloßem Auge sehen. Oft ist das, was wir Morgentau nennen und, gehen wir früh morgens mit bloßen Füßen über die Gartenwiese, deutlich und meist angenehm spüren, nämlich nicht der Tau der Nacht, sondern es sind eben jene Guttationstropfen. In der Nacht kühlt die am Tag von einer Wassersättigung oft weit entfernte Luft deutlich ab. Das bedeutet, die Wassersättigung innerhalb der Luft steigt, da diese ihr Volumen und damit auch ihr Wasserhaltevermögen reduziert. Außer bei innerstädtischen, völlig mit Wärme speichernden Materialien (Beton, Stein) zugepflasterten und verbauten Arealen, bei denen eine Abkühlung nicht bis herunter zu dem sog. Taupunkt erfolgt, kommt es regelmäßig spätestens in den frühen Morgenstunden zu einer Sättigung der Luft mit Wasser. Dies führt einerseits oft zur Taubildung aber eben auch zu der oben beschriebenen Guttation. Was wir mit unseren bloßen Füßen so angenehm spüren, ist meist das Produkt dieser Guttation. Tau rinnt sehr bald am Blatt ab und bildet keine größeren Tropfen. Guttation hingegen bildet sehr ausgeprägte Tropfen mit einer hohen Oberflächenspannung. Es handelt sich nicht um reines Wasser sondern um eine wässrige Lösung. Diese Tropfen fallen zwar, werden sie zu groß, um sich halten zu können, ab, aber werden sofort durch neue Tropfen ersetzt.

Hier ein Bild aus dem Winter

Guttation

Rauhreif ist gefrorener Tau. Zur Taubildung kommt es bei Sättigung der Luft mit Feuchtigkeit. Dies geschieht meist auf Grund nächtlicher Abkühlung der Luft. Unter Guttation verstehen wir Wasserausscheidungen der Pflanze, die bei Sättigung der Luft mit Feuchtigkeit aber fortwährendem Stoffwechsel der Pflanze entstehen. Tau kommt von außen Guttation von innen. Der Unterschied lässt sich hier gut erkennen


Frauenmantel, die Wetterpflanze

Jetzt kommen wir wieder zurück zu unserem Frauenmantel. Bei diesem fallen die Guttationstropfen nicht nur einfach auf die Erde sondern etliche von diesen rollen in das trichterförmige Blatt und sammeln sich auf dem Grund des Blatttrichters in Form einer großen Wasserperle. Da finden wir somit auch an manchen Tagen, obwohl es seit Stunden nicht getaut und lange nicht mehr geregnet hat, diese erstaunlich großen, schillernden Wasserperlen.

Wie weiter oben gesehen kommt es bei hoher Sättigung der Luft mit Wasser zu solcher Guttation. Das kann auch tagsüber geschehen, nämlich immer dann wenn die relative Luftfeuchtigkeit sich den 100% nähert oder diese erreicht. Der Frauenmantel ist eine sehr stoffwechselaktive Pflanze mit ausgeprägten Hydathoden. .

Unsere Vorvorderen haben das natürlich gesehen und so war der Frauenmantel für sie eine Möglichkeit, das Wetter ‚vorauszusagen‘. Bildeten sich im Blatttrichter auffällig Wasserperlen, so, das konnten sie sagen, war schlechtes Wetter zu erwarten. Bei aufkommenden Tiefdruckgebieten erhöht sich die Luftfeuchtigkeit, der Wasserdruck innerhalb der Luft. Es kommt also zur Guttation. Hier hatten unsere Vorvorderen ein lebendes Hygro- und Barometer.

Alchemilla2

PS: Der Taupunkt wird meist selbst in Wüsten erreicht. (Hohes Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht) Manche der dort spärlich vorkommenden Pflanzen haben da so Tricks. Ein Beispiel sind in die Höhe gestreckte ‚Stacheln‘, an denen der Tau sich absetzt, herunter läuft und in speziellen ‚Kammern‘ aufgefangen wird oder von der Oberfläche aufgenommen wird.. Wird der Taupunkt nicht erreicht, erstirbt fast jedes nicht nur pflanzliche Leben. Ein Schrecken unserer Innenstädte, der jetzt erkannt ist und dem man aber immer noch zu wenig entgegenwirkt.

Ekelfleisch & Co.

foodwatch ist eine Organisation, die sich redlich darum bemüht, den Verbraucher zu informieren und setzt sich hingebungsvoll dafür ein, dass Ware so deklariert wird, dass der Verbraucher informiert ist.

Um das zu bewerkstelligen, braucht foodwatch immer mal wieder unsere Unterstützung.
Es geht um das Verbraucherinformationsgesetz (VIG). Sich das angucken und mitmachen kann man hier

[ignore]

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Wie man’s sieht

Der Kinderschutzbund spricht von 2,5 Millionen Kindern in Deutschland, die auf Sozialhilfeniveau leben. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales widerspricht dieser Behauptung. Peter Ziegler, ein Sprecher des Ministeriums meint merkwürdiger Weise: "Das ist infantil und absurd." Was nun, wer nun?

Büdchen auf dem Belsenplatz

Buedchen-Belsenplatz
Belsenplatz - Düsseldorf-Oberkassel

Bay, Bei

Zum Ende der Woche beginnen wir den Tag mal mit einem blöden Kalauer nach dem Muster: Was ist der Unterschied..... Muss auch mal sein..

Was ist der Unterschied zwischen Bayreuth und Beirut?
Nun gut, da gibt es viele Unterschiede. Einer ist:
In Bayreuth trifft man sich, in Beirut trifft man.

Blöd, nich?

Donnerstag, 27. Juli 2006

Diskrepanz zwischen Regierung und Bevölkerung?

Angela Merkel schließt ein Eingreifen deutscher Soldaten im Nahostkrieg nicht aus. Die deutsche Bevölkerung ist mehrheitlich dagegen.
Merkel merklich abgekühlt. Bäumchen wechsel dich? Glos wird zum Kloß. Kommt Koch?

Condoleezza Rice in Nahost

Hübscher Versprecher soeben im Radio:
.... da fragt man sich, was der Besuch von Condoleezza Rice sollte. Man kann sich dem Eindruck der Sinnlichkeit, Entschuldigung, der Sinnlosigkeit nicht verschließen.

Büdchen Sonnenstrasse

Buedchen-Sonnen
Hüttenstraße - Düsseldorf-Friedrichstadt

Siesta II

Jetzt fordern auch die ersten Politiker die Einführung einer Siesta. Jedoch berücksichtigen sie dabei nicht den Sommerzeitblödsinn und wünschen sich eine Pause von 12:00 bis 16:00h. Richtig heiß wird es aber erst ab 14:00h (MESZ). Und um 16:00 h (MESZ) ist meist der Peak der Hitze erreicht. Mein Vorschlag lautete, eine Siesta von 14:00 h bis 17:00 h (MESZ) (13:00 h bis 16:00 h MEZ) einzurichten. Gleichzeitig sollte nach meiner Auffassung die blödsinnige Sommerzeit abgeschafft werden, allein schon weil nicht nur Politiker sondern die Mehrheit darauf hereinfällt und sich daraus völlig blödsinnige Forderungen und Handlungen ergeben.

Es handelt sich bei der MESZ um eine Umstellung der Uhr und nicht um eine Änderung der Umlaufzeit der Erde um die Sonne. Ein eklatanter Fall von Missweisung.

Glattgesichter

Mit Herrn von Klaeden haben sich jetzt alle Glattgesichter der CDU zur hypothetischen Frage, ob deutsche Soldaten in den Konflikt Israel-Jordanien eingreifen sollten, geäußert. Was Glattgesichter betrifft, so fehlt allerdings Frau von der Leyen. Aber das würde ihre Kompetenz bei Weitem überschreiten. Die ist in Bayreuth momentan ganz gut aufgehoben.

Herr von Klaeden scheint an sich zu arbeiten. Um nicht mehr ganz so glattgesichtig daherzukommen und möglicherweise mit Herrn Pofalla verwechselt werden zu können, hat er sich eine, so sieht es wenigstens aus, Herpes angeschafft. An seinem mangelnden Urteilsvermögen wird das jedoch kaum etwas ändern, vermute ich.

Büdchen Bolkerstrasse 8

Buedchen-Bolker
Bolkerstraße - Düsseldorf-Altstadt

Mykorrhiza und andere Abschweifungen

Wenn es ums Waldsterben geht, dann unterliegen die Begründungen dafür ebenso Zeiterscheinungen, die man gut und gerne auch ‚Moden‘ nennen kann, wie Blattrandnekrosen an den Weihnachtssternen, die plötzlich auf einen, schon weil`s so hipp klingt, Molybdänmangel zurückgeführt werden, worauf eine Flut von Moöybdänpräparaten den Markt überschwemmen, während zu anderen Zeiten eine falsche Temperaturführung oder einfach ein Übergießen verantwortlich gemacht wird.

Trotzdem möchte ich mich damit beschäftigen, allerdings als Erstes das Wort ‚Waldsterben‘ durch ‚Schädigungen an wild wachsenden Pflanzen‘ ersetzen. Ich werde auf einen nicht Jedem bekannten Zusammenhang hinweisen.

80% unserer Pflanzen leben in Symbiose mit Pilzen. Eine derartig Symbiose bezeichnet man als Mykorrhiza. Diese an einer solchen Mykorrhiza beteiligten Pilze leben einerseits von Stoffwechselprodukten der Pflanze liefern den Pflanzen aber andererseits für diese notwendige Nährstoffe, die sie dem Boden entnehmen und in für Pflanzen verwertbare Formen umwandeln. (Mutualismus) Diese Lebensgemeinschaften sind oft essentiell. Darüber hinaus vergrößern sie die Wurzelverzweigung und –oberfläche um oft ein Vielfaches und erschließen Böden so wesentlich weitreichender und intensiver, als die Pflanzenwurzeln es ohne diese Hilfe schafften.

Die Mykorrhizapilze haben ihre Ansprüche. So reagieren einige empfindlich auf den pH-Wert des sie umgebenden Bodens, andere wiederum mögen es überhaupt nicht, wenn die Konzentration von Mineralien zu hoch oder zu niedrig ist. Viele sterben, wenn der Gehalt an dem im Boden normalerweise nur in geringen Mengen vorkommenden Element Stickstoff steigt.

Dies aber ist in weitem Maße heute der Fall. Stickstoffmonoxid (NO), Distickstoffoxid (N2O) und Stickstoffdioxid (NO2) sind Bestandteile der Stickstoffoxide (NOx), die unter anderem bei Verbrennungsprozessen mit hohen Temperaturen entstehen - beispielsweise in Kraftfahrzeugen, in Kraftwerken und der Industrie. Eine hohe Konzentration von Stickstoffverbindungen (z.B. Nitrat) im Boden setzen Säure frei, lassen Wurzeln weniger wachsen, was die Standfestigkeit von Bäumen beeinträchtigt und in Notzeiten auf grund des geringen Wurzelvolumens zusätzlich zu Ernährungsmangel führt und schädigen die Mykorrhiza und damit die Fähigkeit der Böden, schädliche Einflüsse abzupuffern und so Schäden gering zu halten bis hin zur Gewährleistung eines Überlebens der pflanzlichen Individuen bzw. Pflanzengesellschaften.

Man hat festgestellt, dass auf ausreichend mit Mykorrhiza versehenen Böden, Unbilden wie z.B. die Trockenperiode vor drei Jahren (auch die aktuelle) wesentlich weniger (Langzeit)Schäden anrichten als dies auf mit Mykorrhiza mangelhaft versorgten Böden der Fall ist. Die Mykorrhizapilze sind in der Lage, Mangelerscheinungen abzupuffern. Pilze stellen eine entwicklungsgeschichtlich sehr alte Form des Lebens dar, die wie viele dieser heute vielfältig und nahezu überall existierenden Rudimente der Geschichte des Lebens (Silberfischchen) ungeahnte Möglichkeiten haben, das Überleben zu organisieren.

Ich komme noch einmal auf den oben erwähnten Weihnachtsstern zurück. Dessen Kultur ist wie die Kultur der meisten artifiziell* kultivierten Pflanzen mit einer Wildvegetation nicht zu vergleichen. Man weiß, was eine Pflanze zum guten Gedeihen braucht und führt ihr diese Stoffe gleich in der für sie optimalen Form zu. Da bedarf es keiner Mykorrhiza und auch weiterer für das Gedeihen einer Wildflora unabdingbaren, komplexen Interdependenz vieler Faktoren. Mag z.B. für manche Pflanzengesellschaft die Präsenz des bodenlockernden Regenwurms entscheidend sein, so kann man auf ihn in der artifiziellen Kultur verzichten, weil man ein von sich aus lockeres Substrat verwendet, welchem man auch die ansonsten für die Pflanze unabdingbaren Eigenschaften mitgibt.

Da wir unsere Wälder jedoch nicht unter derart kontrollierten Bedingungen und auch nicht unter Glas kultivieren können, gelten hier Gegebenheiten, wie sie ohne unser wissendes Eingreifen existieren. Es bleibt, dass wir mit (fast) jedem Düngen komplexe, unerlässliche Interdependenzen aufweisende Systeme schädigen. Sind diese erst einmal geschädigt, so sind sie auf unsere Kontrolle und unser wissendes Eingreifen angewiesen. Da dem Gartenbesitzer ein solches Wissen in der Regel fehlt, erscheint es nicht ganz falsch, beim Düngen und vielem weiterem Eingreifen sehr sorgfältig umzugehen. Je mehr man etwas sich selbst überlässt, umso größer ist die Chance, dass das, was dennoch blüht und gedeiht, gesund ist und uns Vorteile bringt.

Das Wenigste, was uns in Gartenzeitungen, im Radio, im Fernsehen mit der Attitüde des grünen und geheimnisvollen Wissens vermittelt wird, entspricht diesem Wissen. Etliche der dort Agierenden üben sich regelmäßig ebenso in Scharlatanerie wie diejenigen, die in den esotherischen Bereich abdriften.

Wenn man seinen Garten mehr sich selbst überlässt, der ‚Herrschaft des Menschen über die Natur‘ nicht die diktatorisch höchste Priorität einräumt, sondern beobachtend erlebt, was sich da von selbst so tut, überfällt einen möglicherweise Staunen und man hat die Chance, etwas zu begreifen. Ein solcher Garten entspricht dann allerdings nicht den Ordnungsprinzipien eines Schlossherren Aber wenn wir uns befragen, ob wir im kleinsten Garten unbedingt eine Rasenfläche brauchen oder solche Exoten, die ohne unsere permanente Hilfe schneller eingehen als die sprichwörtliche Primel, dann können wir die Frage sehr oft negativ beantworten.

Rund um den Garten hat sich längst eine Industrie etabliert. Diese schert sich einen Dreck um unsere Umwelt sondern bedient tief in uns sitzende Bedürfnisse nach Geltung, wobei sie sich der Vorstellung, die wir von ehemaligen Fürstenhäusern, Schlössern und unendlichem Reichtum etc. haben, bedienen und dabei zynisch das Fähnlein der ‚Naturliebe‘ wehen lassen. Der Garten hat für Viele in dieser Hinsicht das Auto längst abgelöst. Dem Geltungsbedürnis folgt dann das nach Ordnung, Ordnung schaffen – Herrschen – auf dem Fuße.

Einige der Mykorrhizapilze sind dem Laien wenigstens mittelbar bekannt und genießen z.T. hohe Wertschätzung, so z.B. der Steinpilz oder die Trüffel. Trüffel und Steinpilz kommen nur in ‚naturbelassenen‘ Gegenden vor und eben nicht in unseren herrschaftlichen, lächerlichen Gärten.

Dem der Weiterführendes zu Mykorrhiza erfahren will, sei eine Arbeit der Uni Hamburg empfohlen. *** Dort stehen u.a. folgende Sätze: Wie wichtig die Anwesenheit der "richtigen" Mykorrhizapilze für ein Baumwachstum ist, ergibt sich u.a. aus der Erfahrung, daß Grasland (Prärie), das weitgehend frei von diesen Arten ist, nur schwer aufzuforsten ist. Zahlreiche Versuche sind gescheitert. Erst nach Inokulation der Bäume (in Baumschulen) gelangen die Aufforstungsmaßnahmen. Aha, sage ich da. Sooo kommt es also, dass große Grasländer sich halten und eben nicht wie bei uns von Wald überwuchert werden.

Auch das hier finde ich ganz hübsch spannend: Ericales, vor allem Arten aus der Familie der Ericaceen, sind in der Natur stets mit Pilzen assoziiert, sie gelten daher als obligat mycotroph. Das heißt aber nicht, daß man Ericaceen nicht pilzlos kultivieren könnte. Unter Kulturbedingungen, auf rein anorganischem Substrat, wachsen Calluna (Heidekraut Anm.), Vaccinum (Blaubeeren, Preißelbeeren Anm.), Azaleen u.a. ebenso gut wie in der Natur zusammen mit Pilzen. Setzt man dem Nährmedium jedoch organisches Material (z.B. Pepton oder Hefeextrakt) zu, ist das Wachstum stark gehemmt. Offensichtlich sezernieren die Wurzeln Substanzen, die in Reaktion mit dem organischen Material Toxine produzieren. In Anwesenheit von Pilzen werden jene wieder inaktiviert. Mit anderen Worten: das Wachstum ist auf nährstoffreichen Böden mit Mykorrhizapilzen optimal. Aber gerade die Ericaceen sind in der Natur fast nur auf sauren, extrem nährstoffarmen Böden zu finden. Der Vorteil der obligaten Assoziation mit Pilzen erlaubt es ihnen, auch diese Böden effizient auszubeuten. Der Pilzbefall erfolgt bei einer Reihe von Arten kurz oberhalb des Vegetationspunkts. Bei Calluna (Heidekraut Anm.) jedoch wird durch den Pilz der primäre Vegetationspunkt der Wurzel zerstört, und als Folge davon werden sekundäre Vegetationszonen aktiviert, was wiederum zu einer Steigerung der Anzahl an Verzweigungen im Wurzelsystem führt, und damit zu einer besseren Durchdringung des Bodens.

*Die Kultur von Pflanzen, die unter optimierten Bedingungen herangezogen werden, bedarf der ständigen, heute meist computergesteuerten Kontrolle. Man verzeihe mir, dass ich eine solche Kultur hier in Ermangelung eines passenderen Ausdrucks ‚artifiziell‘ nenne.

Mittwoch, 26. Juli 2006

Büdchen am Zoo

Buedchen-am-Zoo1
Graf Recke Straße - Düsseldorf-Düsseltal

Feinstaub

Ein an sich feingliedriges und deshalb schönes Wort, das wir trotzdem relativ lange nicht mehr gehört haben. Das mag etwas mit Übersättigung zu tun haben. Aber das ist es nicht, da Probleme, so sie anhalten, normalerweise auch in den Schlagzeilen bleiben. Das mag noch so nerven.

Es ist etwas Anderes. Feinstaub ist bei dieser Witterung zu etwas dermaßen Gewöhnlichem geworden und die Konzentrationen derart hoch, dass selbst die immer Aufmerksamen die Trillerpfeifen weggelegt haben. Die Politik meidet das nunmehr überwältigende Problem. Sie käme aus dem Stöhnen nicht heraus und sämtliche Beteuerungen, das Problem lösen zu wollen und zu können, wären sofort der Lächerlichkeit ausgesetzt. Aus Unkenntnis, wie sich zeigen wird.

Es gibt eine Lösung. Selbstverständlich müssen alle technischen Vorrichtungen, die Feinstaub an der Quelle eliminieren, eingesetzt werden und Erzeuger von Feinstaub aus dem Verkehr gezogen werden. Doch das hat seine Grenzen und reicht nicht oder ist manchmal nicht möglich. Es gibt ein kaum beachtetes und weit unterschätztes Mittel: Bäume. Bäume sind auch bestens geeignet, der ständigen Erwärmung, der Klimaänderung Paroli zu bieten. Bäume können die Klimaänderung zwar nicht aufhalten aber wesentlich mindern.

Weite Landstriche liegen brach und können in kürzester Zeit erholsamen, luftreinigenden, Staub absorbierenden, Sauerstoff spendenden, der Trockenheit entgegenstehenden, wasserhaltenden Wald tragen. In unseren Städten ist nicht ein Viertel der Möglichkeiten genutzt, Bäume, Sträucher und anderes Grün zu tragen. Gerade in Städten kann mit relativ günstigen und zur Verfügung stehenden Mitteln, nämlich Vegetation zu ermöglichen, einerseits das Mikroklima von Straßen und Plätzen wesentlich günstiger gestalten werden sondern auch in summa einen Anschluss an umgebende Grüngebiete gewonnen und so das Klima insgesamt ausgeglichener gestaltet werden.

Ein komplexes Geflecht von Lebendigem erreicht hier von selbst und ohne dass jeder Strang der Komplexität erforscht und teuer eingesetzt werden muss, eine Förderung der Gesundheit, wie sie unter Einsatz aller bewusst eingesetzten Wissenschaft nie erzeugt werden könnte.

Leute, Stadtplaner pflanzt Bäume. Das ist kein Grüngesäusel, keine Naturromantik (Natur schon gar nicht), es ist knallharte Wirkung, manche sprechen auch von Notwendigkeit. Der Ausdruck "Lebensqualität" gehört ebenfalls hier her.

Konzept Bär

In der Schweiz ist nicht der Konzept-Bär erjodelt sondern das Konzept Bär verabschiedet worden. Problembären sollen abgeschossen werden. Problembären sind solche Bären, die wiederholt in der Nähe von Siedlungen auftauchen und es so zu gefährlichen Situationen kommt.

Die Eidgenossen wissen aber noch nichts von den Beschlüssen der europäischen Bärenkongegration in den Appeninen. Diese besagt, dass die Beschlüsse der Schweizer akzeptiert werden, aber dass im Gegenzug Menschen, die in Wäldern und Gebirgen, den Wohngebieten der Bären, angetroffen werden, getötet und verspeist werden. Das Ausstopfen von toten Bären und das Ausstellen solcher Präparate ist untersagt. Bärenfelle dürfen nur ausgelegt werden, wenn die Schweizer mindestens einmal in der Woche darauf lagern und bis zum Umfallen Met trinken.

Ein Donnerstreif am Horizont

Bereits am Donnerstag kann es im Westen zu kräftigen Gewittern kommen. An den folgenden Tagen soll es kühler werden. .... Am Freitag überwiegt anfangs erneut Sonnenschein, und es ist sehr schwül. Damit kann es nachmittags und abends vor allem im Westen wieder kräftige Wärmegewitter geben.

Einmal, einmal, diesmal sollen die Wetterfrösche Recht haben! Bitte!

Aktuelle Werte für den Flughafen Düsseldorf:
36°C, leicht bewölkt, rel. Luftfeuchte 26%, Sicht 20 km, Wolkenuntergrenze 2.400 m

Totes Büdchen

Totes-Buedchen
Münsterstraße - Düsseldorf-Mörsenbroich

Dr. Bernd Hakenjos gestorben

Im Alter von nur 61 Jahren verstarb in der vergangenen Nacht Dr. Bernd Hakenjos. Der Direktor des Hetjens-Museums/Deutsches Keramikmuseum Düsseldorf, als Experte weit über Deutschlands Grenzen hinweg bekannt und geschätzt, erlag einem langen Krebsleiden.

Das Hetjens Museum ist eines der allgemein weniger bekannten aber sehr feinen Museen der Stadt. Es hat internationalen Rang und repräsentiert 8.000 Jahre Keramik. Das Museum tauscht sich sowohl mit Exponaten wie auch bei der wissenschaftlichen Arbeit mit den angesehensten internationalen Museen und Forschungsinstitutionen aus. Es ist selten von Besuchern überfüllt und bietet dem Besucher somit die Gelegenheit, sich in aller Ruhe mit den Objekten zu beschäftigen.

Bernd Hakenjos wurde am 13. Februar 1945 in St. Georgen im Schwarzwald geboren und kam im selben Jahr nach Düsseldorf. Sein Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Theaterwissenschaften absolvierte er von 1966 bis 1973 in Köln und Paris. In seiner Promotion 1973 über Keramik, Glas und Möbel des französischen Künstlers Emile Gallé setzte er sich mit der seinerzeit noch wenig beachteten Epoche des Jugendstils auseinander. Dies öffnete ihm - ebenfalls 1973 - den Weg ins Hetjens-Museum; 1996 übernahm er die Leitung. Seine erste Ausstellung galt der "Europäischen Keramik des Jugendstils", deren Katalog bis heute zu den Standardwerken zählt.

In den Folgejahren präsentierte das Hetjens-Museum zahlreiche Ausstellungen unter seiner Federführung, darunter "Keramik aus dem Mittelmeerraum" (1976), "Marokkanische Keramik" (1987), "Con Fuoco. Keramikszene Italien" (1990) und "Frühes Meissener Porzellan. Kostbarkeiten aus deutschen Privatsammlungen" (1997). Die von ihm kuratierte Ausstellung "Meisterwerke deutscher Fayence aus dem Hetjens-Museum" wurde auch in Japan, Wien und Moskau gezeigt. Darüber hinaus war er für die Einrichtung des Erweiterungsbaues 1993/94 verantwortlich.

Reim

Mach' es nicht
Das Gedicht

Büdchen am Schillerplatz

Buedchen-Schillerplatz
Herderstraße - Düsseldorf-Düsseltal

Mehrzweckbeutel

Im Mehrzweckbeutel hat es nach Monaten kurz hintereinander 3 Einträge gegeben. Tut sich da wieder was? Ein Kommentar von Tanja Tarantel lässt solches vermuten. Schön wär’s.

Es regnet!

Nicht zu glauben. Seit zwei Minuten regnet es. Dabei scheint gleichzeitig die Sonne. Sogar ein fernes Donnergrollen ist zu hören. WoW!

Türen einrennen

In der Stadt lässt man normalerweise, wenn man das Haus verlässt, seine Haustür nicht offen stehen und die Zeitung findet man entweder unmittelbar vor der Tür oder im Briefkasten unmittelbar im Eingangsbereich. Anders in ländlichen Gegenden. Dort muss man schon mal bis zum Gartentürchen gehen, um seine Zeitung zu holen und kann auch so lange die Haustür offen stehen lassen. Bisher.

Es wird wohl die Hitze und damit verbundener Mangel gewesen sein, der eine Eichhörnchenmutter mit ihren drei Blagen veranlasste, in Verden an der Aller durch solch eine offene Tür ins Haus zu schlüpfen und sich im Keller unsichtbar zu machen, so dass die Feuerwehr geholt werden musste. Deren Bericht findet sich hier

Nicht ganz so niedlich geht es bei den nicht allen offen stehenden Toren der Wagnerschen Gralsburg in Bayreuth zu. Auch wenn am ersten Abend einige der Stammgäste aus Politik und Show-Business fehlten, Roberto Blanco grinste jedoch breit in die Fernsehkameras und Angela Merkel soll, wenn der Ring richtig anläuft, für eine ganze Woche kommen, so hatten doch reichlich Prominente Gelegenheit, mit ihrem Rang angemessenen Kutschen vorzufahren und sich zu zeigen und zu zeigen, welche Nähe zum Nationalen sie haben. Das ist schon in Ordnung. Jeder betritt das, was er zu vertreten sich bemüßigt fühlt und spiegelt das, was er als Glanz empfindet. Aber dass wir für diese exklusive, nicht ganz unpatriotische Veranstaltung mit Millionen unserer Steuern beitragen, das erscheint mir dann doch nicht angebracht.

Etwas ganz anderes ist es, wenn ein Land mit Gewalt in ein Nachbarland eindringt, wie Israel in den Libanon und jetzt auch schwer gepanzert in den Gaza-Streifen und dabei mal eben einen schon per definitionem hermetisch verschlossenen Posten der UNO per Bombe öffnet und hier wie dort Tote in Kauf nimmt und von dort Raketen über die große Mauer, das Tor vor Israel, hinweg durch offene Fenster geschmissen werden. Dazu bedarf es dann schon der ganz großen Erlaubnis.

Büdchen - Heerdter Sandberg

Buedchen-Sandberg
Hansa Allee - Düsseldorf-Lörick

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heike7777 - 25. Nov, 11:19
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