Sonntag, 30. Dezember 2007

Wir sind nicht besser

Prange

aber wir nutzen die schöne, bunte Welt des Konsums zum halben Preis. Tirrili, Tirrila!

Der gespaltene Staat

Der Staat, das sind auf der einen Seite wir. Ein komplexes, manchmal verwirrendes aber letztendlich pluralistisch sortiertes Gebilde mit unendlichen Möglichkeiten. Man nennt es Freiheit. Man nennt es Kunst. Man nennt es Leben.

Dann aber ist der Staat und das ab 1. Januar 2008 noch viel deutlicher eine durch was eigentlich legitimierte Instanz der Kontrolle, der Unterdrückung, der Bespitzelung, der Gängelung, der Unfreiheit, des Gehorsam Verlangens, der Beschneidung der Freiheit, der Repression, kurz, ein Gebilde, welches sich gegen uns, die Bevölkerung, wendet.

Wer ist das eigentlich, der uns da kujoniert? Es ist nicht eine Oberschicht. Zumindest nicht unmittelbar. Die dort handelnden Personen sind eher Durchschnitt oder nicht mal das. Sie sind auch nicht in der Lage, sich selbst zu einer Art Herrscher über das Volk aufzuschwingen. Hinter diesen sich permanent selbst bekleckernden Möchtegernen muss etwas stehen, was größer, was mächtiger und zielstrebiger ist, als diese Leute es selbst sind.

Mit dem 1. Januar 2008, dem Tag, an dem die Überwachung des Staates über uns alle, das Eindringen des Staates in unsere Privatsphäre Gesetz wird, an dem das Belauschen, das Bespitzeln durch hergelaufene Leute mit niedriger Gesinnung erlaubter Alltag ist, wird angesichts des weiteren Aufklaffens der Schere zwischen arm und reich, einflussreich und bedeutungslos eine Gruppierung sichtbar, in deren wenn nicht Auftrag dann doch unter deren Einfluss diese tumben Helferlein agieren und sich ihre Macht leihen.

Was tun? Die Zeiten, zu denen man aufrief, dass erst das Proletariat, dann die Arbeiter sich vereinigen sollten um dann gemeinsam stark gegen die Mächtigen anzutreten, sind passee.

Es ist inzwischen eine so genannte Mittelschicht, die an den Rand gedrängt und unterdrückt ja als solche eliminiert wird. Der Riss, der durch die ‚Gesellschaft’ geht, ist zackenreicher, weniger markant und unheimlicher als in früheren Zeiten. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Geknechteten, ja selbst das Gefühl oder Bewusstsein geknechtet zu sein, ist nicht ausgeprägt. Und doch ist eine Revolution, eine Wiedergeburt des Bewusstseins von Freiheit nicht aufzuhalten. Diese Umordnung der Gegebenheiten wird, da sie von der ehemaligen Mittelschicht ausgeht, sich nicht martialisch ereignen sondern intelligent.

Macht Euch auf was gefasst. Künste und Freiheit sind sichtbar am silbernen Horizont. Und wir grüßen uns, wo immer wir uns begegnen. Unsere Wege gehen zusammen und trennen sich in völliger Freiheit und Natürlichkeit.

Wenn wir erkennen, dass die sog. Mächtigen, die sich, das nur als plattes Beispiel, ihren Privatjet leisten, um nicht auf den Linienverkehr angewiesen zu sein und jederzeit von A nach B sausen zu können, in Wirklichkeit Sklaven ihrer selbst sind und nach wie vor, gleichgültig wo sie gerade sind, und eigentlich an ihrem Feuerchen vor ihrer Höhle sitzen und nicht mal mit bunten Steinchen spielen können, weil sie diese aus Angst davor, dass die jemand stiehlt, irgendwo vergraben haben, dann geht es uns besser und wenn es uns gelingt, diesen sog. Mächtigen ihre Situation klar zu machen, dann ist wieder Frieden und Freiheit. Die bunten Steinchen werden ausgegraben und man kann mit ihnen spielen.

Zeit haben am Jan Wellem Platz

Jan-Wellem-Platz1
Düsseldorf-Mitte

AmazingD

AmazingDusseldorf

wenn man diesem Link nachgeht, dann erfährt man, wie Andere Düsseldorf sehen, wie Andere sich abmühen, der Stadt etwas abzugewinnen und vor allem und vorab, dass Düsseldorf weithin unbekannt ist. Und man erfährt, wie wenig das Bild, welches dort von Düsseldorf gezeichnet wird, mit dem zu tun hat, wie der Düsseldorfer selbst seine Stadt sieht.

Über die Kunst der Muße, die hier gepflegt wird, über flanieren, prommenieren, herumsitzen, eloquent oder schweigend vor seinem Bier sitzen, ist dort nicht die Rede.

Die Schwierigkeit, um die Ecke zu fahren

Um-die-Ecke-fahren
Schadowstraße - Düsseldorf-Mitte

Da vorne steht 'ne Ampel

Eine-achtel-Sekunde

Samstag, 29. Dezember 2007

Samstag 10 vor 4

Samstag-10-vor-4
Schadowstraße - Düsseldorf-Mitte

Drei Tage nach Weihnachten und die Schnäppchenjagd geht ungebremst weiter. Nachlässe bis zu 50% locken. Kaufrausch in den Einkaufsmeilen.

Sale

Sale
Schadowstraße - Düsseldorf-Mitte

Sale, Schnäppchen, das ist das Wort des Handel(n)s.

Rot

Rot2
Schadowstraße - Düsseldorf-Mitte

Grün

Gruen1
Schadowstraße - Düsseldorf-Mitte

Drahtlos auf Draht

Drahtlos-auf-Draht

Südamerikanische Klänge

suedamerikanische-Klaenge
Schadowstraße - Düsseldorf-Mitte

Tücher Gürtel Ketten

Tuecher-Guertel-Ketten
Schadowstraße - Düsseldorf-Mitte

Schlange stehen an der Fressbude

Die-Wurst-aus-Duesseldorf

Fressbude
Schadowstraße - Düsseldorf-Mitte

Locker an- und umgehängt

Locker-gehaengt

Verfassung der DDR

Verfassung-der-DDR

Das war so. Ich hatte einen Brief an das Zentralkomitee der SED geschrieben, in welchem ich bat, mir ein Exemplar der Verfassung der DDR zu schicken. Ich erhielt stattdessen den x.ten Beschluss des Zentralkomitees. Daraufhin habe ich noch einmal einen Brief geschrieben, in welchem ich darauf aufmerksam machte, dass ich nicht einen Zentralratsbeschluss sondern die Verfassung der DDR haben wollte und meinte: „Oder gibt es so was in der DDR nicht?“

Daraufhin erhielt ich mit diesem Schreiben die Verfassung und in der Folge jede Menge Sozialistische Briefe, Propagandabroschüren von so übler Machart, dass man sie wirklich nicht lesen konnte. Die Broschürchen kamen getarnt als private Post. Jedes Mal ein anderer Absender. Hin und wieder wurde die Briefe vom Verfassungsschutz geöffnet. Dann prangte ein dicker Stempel auf dem Umschlag, mit dem einem mitgeteilt wurde, dass dieser Brief geöffnet wurde. Interessant waren jedoch die Briefmarken. Das waren, obwohl die Briefe im Abstand von 14 Tagen kamen, jeweils andere. Beim Briefmarken Drucken muss die DDR damals Außergewöhnliches geleistet haben.

Geläufige Begriffe der Zeit waren ‚Kalter Krieg’ und ‚Eiserner Vorhang’. Die ‚Berliner Mauer’‚ der 'antifaschistische Schutzwall’, wurde dann am 13. August 1961 errichtet.

Auch 'ne Nummer

Dumm-500

Roland Koch ist nicht der Einzige

Roland Koch benutzt einen verabscheuungswürdigen Fall, bei dem Mitbürger ausländischer Herkunft einen brutalen Mord begangen haben, um Stimmung gegen „die Ausländer“ zu machen.

Doch darum geht es ihm nicht. Er sieht in diesem seinem Verhalten die Möglichkeit, sich zu profilieren. Wohl kalkuliert spricht er damit einer Mehrheit nach dem Munde. Er nutzt latente Ausländerfeindlichkeit, um seine Position zu stärken. Es läuft auf Forderungen nach härteren Strafen und Ausweisung hinaus und nicht auf Hilfe für die oft desolate Situation, in der sich vor allem Kinder und Jugendliche befinden, die vom Elternhaus nichts erwarten können, um sich hier bei uns zurecht zu finden und dann noch von radikal religiösen bzw. ideologischen Kreisen in einer Weise beeinflusst werden, dass ihr Denken und Streben sich gegen unsere Grundordnung richtet.

Koch ist damit nicht allein. Er benutzt die Methode nur so offen und unverhohlen wie kaum ein anderer. Man wird sehen, wie weit er damit kommt, wie weit und wie blind die Aversion gegen „Ausländer“ in der Bevölkerung verankert ist.

Merkel, Schäuble & Co würde solch eine offene Konfrontation gegen „Ausländer“ nicht einfallen. Sie sprechen von mehr Anstrengung im Sinne einer ‚Integration’. Dort ist das Schüren der Angst vor „Ausländern“ unterschwellig aber trotzdem sehr präsent und deshalb auch sehr erfolgreich. Dort wird entgegen der verbalen Äußerungen auch eher an härteren Strafen und Ausweisung gearbeitet als an Hilfen.

Dem Volk gefällt’s. Ganz tief innen will es das Schwert sehen, das Schwert, wie Blut ‚des Fremden’ von ihm herab tropft. Nicht so realistisch, aber im Grunde doch.

Hab’ ich schon gesagt, dass Koch doof ist? So drastisch will das Volk die eigene Gesinnung gar nicht vor Augen geführt sehen.

Freitag, 28. Dezember 2007

Punkette

Punkette

Wuppertal beim Mittagspausekonzert

Fenster zum Fenster

Fenster-zum-Fenster

Fenster zum Fenster

Fenster-zum-Fenster

Zwischen den Mauern

blue-sky
Düsseldorf-Hafen

Hafen

Hafen
Düsseldorf-Hafen

Donnerstag, 27. Dezember 2007

New Wave - übrig geblieben - 2002

New-Wave-2002

Käse in Scheiben

In Plastik eingeschweißter Käse in Scheiben gilt nicht gerade als das Feinste. Wie Alles und Jedes auch sein Gutes hat, so habe ich auch hier etwas Vorteilhaftes gefunden.

Die Altersbestimmung wird deutlich erleichtert. Legt man bei Raumtemperatur eine Scheibe auf eine Schnitte und sie lappt an den Seiten herunter wie eine Tischdecke, dann ist der Käse jung, wölben sich jedoch die Ecken des Käses nach oben und sind hart, dann ist er alt.

Alles Käse?

New Wave im Ruhrgebiet - 1981

New-Wave-im-Ruhrgebiet

Eine schöne neue Welt

wird uns das neue Jahr bescheren. Das Stichwort heißt ‚Vorratsdatenpeicherung’
Außerdem werden neue Regeln für die Telefonüberwachung eingeführt. Auch Telefonate von Anwälten, Ärzten und Journalisten dürfen künftig unter bestimmten Bedingungen abgehört werden.

70.000 Menschen machen sich noch Hoffnung, das abwenden zu können. Ein Arbeitskreis ‚Vorratsdatenspeicherung’ wird voraussichtlich noch diese Woche beim Verfassungsgericht in Karlsruhe eine Verfassungsbeschwerde einlegen und eine einstweilige Anordnung beantragen.

Gelingt das nicht, hat Frau Merkel mit der Installation eines Überwachungsstaats gewonnen. Es ist ja nicht so, dass die Dame so gar nichts macht. Auch wenn sie ansonsten nur Absichten verkündet und den Dingen ihren Lauf lässt, was die Drangsalierung der Bevölkerung betrifft, ist sie äußerst aktiv. Schäuble ist dort nur vorgeschoben. Aber das hatten wir ja schon.

Jetzt ist es Zeit, von uns aus aktiv zu werden. Das kann man sich nicht bieten lassen.

Bochum - Zeche 1982

Bochum-1981

Jahresrückblick

"Nö!"

Gute Vorsätze?

"Nö!"
"Außerdem: Was ist gut?"

Also, Alles wie gehabt?"

"Keine Angst. Geht gar nicht"

Schulband 1957

Bei der Suche nach einem Bild „Schüler“ für die untenstehende Bemerkung bin ich über dieses geradezu historische Bild gestolpert.

Schulband

Es zeigt mich mit 16 als Leiter der Schulband an unserem Gymnasium. Ganz brav, ganz korrekt. Anpassung ist Alles.

Ich erinnere mich, wie bei dieser Gelegenheit Lutz Nagel als "Ehemaliger" eingestiegen ist und dem lahmen Haufen Leben eingehaucht hat.

Fast 8% dieses Jahrgangs ohne Schulabschluss

76.249 Jugendliche haben im letzten Jahr die Schule ohne jeden Abschluss verlassen. Das sind weniger als vor 10 Jahren, aber nach wie vor viel zu Viele.

Leider wird über die Ursachen für das Versagen nichts gesagt. Man erfährt nicht, in wie viel Fällen es sich um, nennen wir es, mentale Insuffizienz handelt, wo das Elternhaus die Ausbildung behinderte und in wie viel Fällen das Schulsystem oder der Unterricht sich als ungeeignet erwiesen.

Die nackte Zahl ist zwar erschreckend und eignet sich gut, um die Zeilen der Zeitungen zu füllen und es „Ach und Weh“ schreien zu lassen, doch erst das Wissen um die Gründe für das Desaster ergäben ein be- und verwertbares Bild.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Oscar Peterson

Oscar Peterson ist gestorben.

Wenn er auch nicht unbedingt zu meinen besonders verehrten Jazzgrößen gehört, so ist er doch ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, sich von einem virtuosen Spiel swingend unterhalten zu lassen.

Meinen nahesten Kontakt zu ihm bescherte mir eine Nacht 1962, in der im damaligen Apollo-Studio des wdr auf der Kö Aufnahmen der JATP-Stars gemacht wurden und ich gerade mit meinem Fotoapparat auf der Bühne stand, als Oscar Peterson dem seinerzeitigen Pianisten des Miles Davis Quintetts (mit Ed Thigpen und John Coltrane) zeigte, wie das Stück funktionierte, das schon zweimal unterbrochen wurde, weil es zuviel Verspieler gab. Beteiligt waren bei dieser Session noch Ray Brown, Ed Thigpen, Stan Getz und John Coltrane.

Es war schon beeindruckend, wie er den Pianisten etwas zur Seite schob und eben mal massive Blockakkorde in die Tasten gebend das Stück erklärte.

Neues aus dem grauen Dorf

Grau2

Zwischenmenschliches nach dem Kirchgang

Zwischenmenschliches

Dienstag, 25. Dezember 2007

Feuerstelle

Feuerstelle2

Rheinisches Sushi

Sushi ist in aller Munde. Verbal und manifest. Das besonders in Düsseldorf mit seiner großen japanischen Gemeinde.

Das mit dem fast rohen Fisch kennt der Rheinländer allerdings schon seit alter Zeit, weit bevor Sushi hier Einzug gehalten hat. Er kennt das auch in gerollter Form. Dann nennt er die Köstlichkeit Rollmops. Dabei handelt es sich nämlich nicht um einen ausgewrungenen Hund sondern um jungen, leicht gebeizten Hering, der um geschnittene Cornichons, Silberzwiebelchen bis hin zu Walnüssen gewickelt ist.

Doch der Rheinländer verzichtet schon mal auf das Aufrollen des Fisches. Dann heißt solch ein Hering Bismarckhering oder Matjes. Zwei sehr unterschiedliche Weisen, die Heringsfilets aufzubereiten.

Der Rheinländer wäre kein Rheinländer, fände er nicht für solch einen rohen Hering eine Zubereitung, die zu den höchsten Genüssen der Heringskultur gehört, den Heringsstipp.

Man braucht zwei Tage, um diese Delikatesse zuzubereiten. Viele Gewürze und süße und sauere Sahne sind daran beteiligt. Doch bevor ich jetzt ein Rezept zum Besten gebe, empfehle ich, eine der bodenständigen Kneipen aufzusuchen. Dort findet man den Heringsstipp auf der Karte. Man achte darauf, dass der Heringsstipp hausgemacht ist und nicht aus einer Fabrik stammt. Heringstipp dort und begleitet von einem frischen Alt zu genießen, ist allemal besser, als sich selbst daran zu versuchen, denn die Zubereitung will gekonnt sein. Das macht man nicht eben mal so uss d’r Lameng.

Der Rheinländer weiß nicht nur, rohen Fisch zuzubereiten. Er isst auch rohes Fleisch. Das hat er dem Japaner voraus. Das Gericht heißt ‚Mett’ und wird zumeist als Mettbrötchen angeboten. Da versagen mir die Worte, der Speichelfluss erhöht sich signifikant und es zieht mich ins Uerige. Doch da ist noch, jetzt gut durchgezogen, Heringssalat im Kühlschrank. Deshalb bleib’ ich zu Hause und die Küche trotzdem kalt.

Auch im Winter, wenn es schneit

Auch-im-Winter

Biotop Küche und Bad

Ich habe lange gegrübelt, bis ich ein weihnachtliches Thema fand.

Das nahe liegende „Ihr Kinderlein kommet“ ist schon von Ursula von der Leyen besetzt. Da will ich nicht stören, zumal die Dame sich (natürlich vergeblich) gegen einen Jahrhunderte alten Trend, nämlich den des „Ihr Kinderlein kommet nicht“, welcher die durch Pille und Diaphragma die bis in die 50er Jahre herrschende aber unbefriedigende und wenig erfolgreiche Technik des „Interruptus“ in Verbindung mit „Knaus-Ogino“ abgelöst hat, auflehnt und mit ihrer selektiven Förderung auch recht fragwürdig agiert.

Nein, ich habe ein nicht offensichtlich weihnachtliches aber doch besinnliches Thema gefunden. Es geht um Küche und Bad, die beiden Feuchträume der Wohnung.

Biotop. Ich möchte mich nicht der Verarbeitung biosauberer Lebensmittel und deren Rückführung in den ökologisch korrekten Kreislauf widmen. Es gilt hingegen, darauf aufmerkam zu machen, dass das Verhältnis Silberfischchen zu Laufspinnen oder auch zu diesen krakelbeinigen Zitterspinnen ausgewogen gestaltet wird. Wegen mir auch nachhaltig. Man kann zwar schon mal, so man es erwischt, ein Silberfischchen zerdrücken. Doch man sollte darauf achten, dass immer ausreichend Spinnen in ihren Verstecken wohnen. Denn niemand sonst bekämpft Silberfischchen besser als eben diese Spinnen. Selbst schafft man das nie. Silberfischchen sind heimlich und geschickt, sonst hätte sie nicht die Jahr Millionen überstanden, die sie als Relikte einer längst verlorenen Zeit diese zurück in unsere Feuchträume bringen und in Ritzen und Spalten erhalten.

Wer meint, so ein Ungeziefer wie Silberfischchen gäbe es bei ihm/ihr nicht, der/die ist entweder blind oder nicht nachtaktiv oder nachts nicht aufmerksam genug oder bewegt sich nachts polternd durch seine Wohnung, so dass das tumbeste Silberfischchen Unterschlupf unter einem Senftopf, der Dose mit den Plätzchen, einem Flacon oder was sonst so in Bad und Küche herumsteht, gefunden hat oder sich auf einem dunklen Untergrund bewegungslos verhält. Dort ist es sicherer vor Entdeckung als das Kaninchen in seiner Kuhle.

Über allen Häusern ist Ruh

Hinter einem Schleier aus Hochnebel steht der fast volle Mond hoch am Himmel.
Die Fenster der Häuser sind schwarz. Kein Laut. Kein Rascheln. Kein Taxi. Keine aus der Altstadt Heimkehrenden. –Stille.

Hin und wieder hört man von weit her ein Auto durch die Stadt fahren. Das kann kilometerweit weg sein. So ein früher 1. Weihnachtstag wird wohl die ruhigste Stunde des Jahres sein. Wäre da nicht das Ticken einer Uhr, man könnte sich in der Einsamkeit finnischer Wälder wähnen.

Das Pochen des Bluts und dann doch ein leichter Tinnitus, als Refrenz an den alltäglichen Lärm.

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