Freitag, 18. August 2006

Steinbrück

Ein Plädoyer

Jetzt wird Steinbrück verteufelt. Dabei ist was dran an dem, was er meint. Er hat allerdings den Fehler gemacht, die Aufforderung, Geld für die Altersversorgung auf die hohe Kante zu legen, an einer bestimmten Sache festzumachen. Hätte er allgemein darauf aufmerksam gemacht, dass die Lebensqualität nicht mehr die sein kann, die wir bisher genossen haben bzw. die uns von den bisherigen Regierungen als gegeben vorgegaukelt wurde und gerne noch heute vorgegaukelt wird. Der Staat, also die Summe unserer Steuern aus unserem Einkommen auch zu Lasten der Wirtschaft an alle verteilt nicht mehr reicht, neben allen anderen Aufgaben einschl. Schulden- und Zinstilgung, eine Altersversorgung zu tragen. Das bedeutet natürlich, dass unsere Zahlungen für die Altersversorgung eingestellt oder zumindest reduziert werden. Wir sind am Ende. Der Staat ist streng genommen pleite. Keine verantwortlicher Politiker sagt das in aller Deutlichkeit und Ausweglosigkeit.

Der Bund der Steuerzahler beziffert die Staatsverschuldung auf 1.520 Milliarden Euro, einen Schuldenzuwachs von 2.113 Euro pro Sekunde und eine Verschuldung pro Person in Höhe von 18.415 Euro. Das sind fast 70% des Bruttoinlandsprodukts.

Die FDP zitiert den Sachvertsändigenrat der Deutschen Bundesbank. Danach lag die implizite Verschuldung 2002 bei 270 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - 5700 Mrd. Euro. Entsprechend lag die Gesamtverschuldung Deutschlands bereits damals bei mehr als 330 Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder 7 Billionen Euro. Das bedeutet eben, dass Deutschland streng genommen pleite ist.

Wenn wir uns das vor Auge halten, und das sollten wir, dann packen wir einfach an, feuern die Großzahl unserer verlogenen Politiker und arbeiten daran, das Land wieder auf die Beine zu stellen. Wo ist das Problem? Steinbrück könnte zu denen gehören, die wir nicht feuern. Dann Schulen bauen (im erweiterten Sinn) und Universitäten öffnen, meint z.B. Studiengebühren streichen und, und, und. Wer kann, fördert sinnvolle Unternehmungen und ein Bewusstsein von Zusammengehörigkeit und Aufbau gewinnt Gestalt, das Leben macht wieder Spaß.

Oh Schreck, gerade sehe ich das Gesicht Schäubles formatfüllend in den TV-Nachrichten. So was gehört natürlich zuerst gefeuert.

Fliegenpilz

Amanita muscaria

Fliegenpilz

Der Fliegenpilz ist ein Giftpilz mit einem roten Hut und weißen Tupfen. Er wächst in Mitteleuropa und Asien bis nach Sibirien, dort allerdings nur selten. Seine Verwendung als Rauschmittel ist schon lange bekannt. So war der Pilz in Sibirien vor der Einführung des Alkohols ein Zahlungsmittel für Rentiere.

Er steht mit Vorliebe unter Nadelbäumen, aber er lebt auch häufig in Symbiose mit der Birke. (> Mykorrhiza) Er ist auf diese Bäume angewiesen. Wo diese fehlen, gibt es keinen Fliegenpilz. Infolge des allgemeinen Nährstoffanstiegs in den Wäldern ist das Vorkommen rückläufig. (Das Bild da oben habe ich in Finnland gemacht. Dort war er noch häufig)

Der Fliegenpilz ist Symbol der Freude, ein Glückspilz also, was eine Anspielung auf seine psychotropen Effekte ist.

Im Mittelalter waren Fliegen ein Symbol für Wahnsinn. Dieser Glaube findet sich im gesamten nördlichen Eurasien. Eine populäre Bezeichnung für den Fliegenpilz ist daher auch "Narrenschwamm".

Wahrscheinlich ist die Mythifizierung des Pilzes eine Reaktion auf das Verbot des Fliegenpilzgenusses.

Der Fliegenpilz wurde, so nimmt man an, bereits weit vor unserer Zeitrechnung – einige sprechen von 2000 vor Chr. Geb. - nicht nur in den nordischen Ländern der Erde sondern auch in Indien und im südamerikanischen Hochland als Droge verwendet.

In der Edda, der Erzählung der nordischen Mythologien, wird der Pilz als Rabenbrot bezeichnet. Der Name ‘Rabenbrot’ deutet auf die beiden allwissenden und Alles sehenden Raben Wotans hin, die einerseits den Verstand und die Weisheit verkörpern, andererseits das Gemüt und die Sinne. Beide Raben symbolisieren zugleich den Tod, indem sie sich nach einer Schlacht auf die Leichen der gefallenen Krieger stürzen. Bis in die heutige Zeit gilt der Rabe auch als ‘Unglücksbringer’, als ein den Tod ankündigender Vogel.

Auch in der keltischen Mythologie wird er als Teufelsei oder Hexenei besungen.

Das Deutschland des Mittelalters sah in den Fliegen das Symbol für Wahnsinn. Besessene waren von Fliegen befallen und der Teufel galt als deren Herr. Der deutsche Name ‘Fliegenpilz’ leitet sich höchstwahrscheinlich von der Fliege als Zaubertier und / oder der Kraft des Pilzes, den Menschen ‘fliegen zu lassen ‘ ab. Es gilt weiterhin als sicher , daß in den mittelalterlichen Hexenkulten der Pilz als Rudiment germanischer Kulte Verwendung gefunden hat. Die Hexenverfolgungen und -prozesse müssen auch unter dem Aspekt betrachtet werden, daß diese Elemente einer heidnischen Kultur, die nun als ‘Teufelswerk’ galten, vernichtet werden sollten.

Eine andere Art von Verdrängung geschah in der Umdeutung heidnisch-germanischer Dichtung ins Christliche, die sich im Laufe der Zeit vollzog. Da ist die katholische Kirche seit jeher besonders ideenreich. Was sie nicht ausmerzen konnte, wurde umgedeutet. So der Weihnachtbaum, das Grün als Symbol des Lebens, die Kerze als Beschwörung des Lichts, der Osterhase als Fruchtbarkeitssymbol und eben der Fliegenpilz, der Glückspilz, den wir heute noch in verniedlichter Form auf den Adventskränzen wiederfinden.

Regelmäßig als Rauschdroge werden Fliegenpilze heute nur noch in Sibirien genommen. Der Brauch wird immer seltener, da ihn die Regierung für unerwünscht hält und bekämpft. Wahrscheinlich noch wirksamer als die Gegenpropaganda ist der Ersatz durch Wodka. Dies ist jedoch wohl als zweifelhafter Erfolg des Verbotes zu werten.

Haben die Christen den Genuss des Pilzes noch verboten, so sagt uns, dem aufgeklärten Erdbewohner, die Vernunft, dass der Genuss solch zerstörerischer Psycho-Pilze wenig sinnvoll ist. Ich möchte darauf hinweisen, dass der Anteil der giftigen und psychedelisch wirkenden Substanzen innerhalb des Pilzes je nach Herkunft, Standort und Witterungsbedingungen sehr unterschiedlich sein kann. Die Dosierung wäre somit reine Glückssache. Der Glückspilz kann uns leicht zu einem rasenden Berserker machen, ein Zurückgeworfensein in eine Vorstellungswelt weit vor dem ‚dunklen‘ Mittelalter.

Chaenomeles superba

Scheinquitte

Sieht lecker aus so eine Scheinquitte. Und wie sie duftet! Mh! Hinterlistig ist es, diese hübschen, lecker duftenden Früchte in die Schale mit dem übrigen Obst zu legen und sie anzubieten.

Es wird kaum jemandem gelingen, ein Stück aus der Frucht zu beißen, da das Fruchtfleisch viel zu hart ist, aber es reicht, einen Schrei des Entsetzens erleben zu können, denn die Dinger sind so sauer, dass eine Zitrone einem dagegen süß wie eine reife Erdbeere erscheint.

Einen feinen Gelee kann man daraus machen. Pures Aroma.

hitleri und bushi

Bei ‚hitleri‘ und ‚bushi‘ handelt es sich um die wissenschaftlichen Speziesbezeichnungen zweier Käfer. Besonders ‚hitleri‘ hat es den Sammlern angetan, obwohl er ein recht gewöhnlicher brauner und sogar blinder Höhlenkäfer ist. Der Moment, der den vor allem in Slovenien vorkommenden Käfer so begehrt macht, dass bis zu 1.000 Euro für ein Exemplar bezahlt werden, ist eben diese seine Benennung, Anophtalmus hitleri, umgangssprachlich Hitlerkäfer genannt.
In den USA wurde erst kürzlich ein Schleimpilz fressender Schwammkugelkäfer Agathidium bushi benannt, was aber nicht zu einem Run der Sammler auf den Bushkäfer geführt hat.

‚Schleimpilz fressender Schwammkugelkäfer‘ gefällt mir.

Irgendwo bröckelt es immer

Broeckel

Klosterstraße/Worringer Platz – Düsseldorf-Mitte

Dann kommt das Grün und erobert Wände und Mauerkronen

Sich verlieben ist ein Stressanfall
und Gott ist ein Produkt mentaler Insuffizienz

Bei der Unterschiedlichkeit der Einzelnen ist die Gleichheit oder Ähnlichkeit von Wahrnehmung erstaunlich. Von Interesse ist aber die Unterschiedlichkeit. Farbe.

Was Grass betrifft, verstehe ich den Stellenwert nicht, der dem Mann eingeräumt wird. Hat er das Dasein von uns derart beeinflusst, dass wir ihn für uns verantwortlich machen können? Es ist wohl eher eine Projektion unseres Gefühls von Unzulänglichkeit, die sich auf ein Opfer wie ein Fressen stürzt. Da präsentiert sich eine völlig alberne Erscheinungsweise unserer irren und als virtuell zu verstehenden Welt. Wer oder was steuert da unsere Wahrnehmung? Der Fall Grass ist unbedeutend.

Die Berliner Allee als Fortschritt

Berliner-Allee

Die Berliner Allee, um deren Benennung es längere Auseinandersetzungen gegeben hatte, wurde am 23. September 1960 durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, feierlich eingeweiht. Vollständig ausgebaut wurde sie bis etwa 1965.

Für mich war es damals die Straße des Fortschritts. Fortschritt war eine unbefragte Vokabel, kein Glaube sondern eine Gewissheit, und führte lachend über den "Wiederaufbau" hinaus. Die Berliner Allee war alles Andere als Wiederaufbau, es war die genutzte Chance, welche die Zerstörung ermöglichte, ein Durchbruch im Allgemeinen wie auch durch die Schuttberge, ohne sich an vorherige Straßenzüge zu erinnern. Der Fortschrittsglaube war außerordentlich und fest verankert. Er formulierte sich u.a. folgendermaßen:

Die Weltbevölkerung wird im Jahre 1984 um weitere 40% auf 4,3 Milliarden gestiegen sein, vorausgesetzt, daß bis dahin nicht ein dritter Weltkrieg stattgefunden hat. Mit 80 bis 85% Wahrscheinlichkeit wird er nicht stattfinden, vorausgesetzt, die gegenwärtige Entwicklung hält an; geeignete politische Maßnahmen könnten die Wahrscheinlichkeit seines Ausbleibens auf 95% steigern.
Im Jahre 2000 wird die Weltbevölkerung etwa 5,1 Milliarden Menschen (65% mehr als im Jahre 1963) betragen. Ihre Ernährung kann durch Erschließung neuer Nahrungsquellen mittels umfangreicher Meereskulturen und Herstellung synthetischer Proteine gesichert scheinen. Kontrollierte thermo-nukleare Energie steht zur Verfügung. Die Automation hat weitere Fortschritte gemacht; sie reicht von Dienstbotenarbeit bis zu hochintelligenten Maschinen. Aus der automatisierten Kommunikation entwickelt sich eine universelle Sprache. Auf dem Mond entstehen Bergbau und Treibstoffproduktion.
Um das Jahr 2100 wird die Weltbevölkerung die Zahl von 8 Milliarden erreicht haben. Chemische Beeinflussung des Alterungsprozesses kann die Lebenserwartung auf über 100 Jahre ansteigen lassen. Wachstum neuer Glieder und Organe durch biochemische Stimulation ist nicht auszuschließen. Eine Möglichkeit zur Steigerung der menschlichen Intelligenz kann in der Mensch-Maschne-Symbiose, der direkten Koppelung des Gehirns mit einem Computer, bestehen. Haushalts-Roboter, Fernproduktion von Zeitungen und Magazinen, vollautomatischer Transport über Fernstraßen sind einige weitere Aspekte .....*


Heute wird die Berliner Allee trotz fortwährender Renovierung eher als Bausünde wahrgenommen. Was seinerzeit als Fortschritt gesehen wurde und heute eher als Albtraum gilt oder was von den Prognosen eingetreten ist bzw. übertroffen wurde, sieht man heute bestenfalls wissend lächelnd.

*Tamms, Friedrich: Düsseldorf- ja, das ist unsere Stadt , Düsseldorf, Wien 1966.

Donnerstag, 17. August 2006

Abhörprogramm verfassungswidrig

Diesmal ist das von George W. Bush angeordnete Abhörprogramm zur "Terror"bekämpfung gemeint. Erfreulich zu sehen, dass die Gerichtsbarkeit in USA funktioniert.

Und wie ist das mit sog. "Lauschangriffen" bei uns? Wie ist das mit den Paragraphen 129, 129 a ?

Germanist(in)

Jetzt weiß ich wieder, wieso "Germanist" ein Schimpfwort sein kann.

Wort des Tages

Soeben in einem Beitrag zu "Frau und Beruf" gehört

Querschnittsaufgabe

Bei der Recherche, die das Vorkommen dieser Vokabel zum Ziel hatte, bin ich auf ein erstaunliches Vorkommen gestoßen. Zu der Vokabel "Querschnittsaufgabe" gesellt sich bei einem ganz anderen Themenkreis das Wort

Querschnittshema

ausführlicher: "... die Indigenenproblematik zum Querschnittsthema zu erheben - die Europäische Kommission wird sich ebenfalls mit aller Kraft dafür einsetzen und behandelt in ihrer Arbeit die Sache der Indigenen bereits als Querschnittsaufgabe",....

Aber damit nicht genug. Der Ausdruck kommt auch im Zusammenhang mit dem Thema "Eltern und Kinder" vor. Auch im Themenbereich "Integration" taucht unser Wort auf. Da überrascht es nicht mehr, dass der Ausdruck im Zusammenhang mit Lärmbekämpfung verursacht vom Straßenverkehr oder von Kirchenglocken zu entdecken ist.

Ist das nun Politiker- oder Soziologensprache? Sei es, wie es sei, trotz der Häufigkeit und offensichtlichen Geschmeidigkeit des Ausdrucks wird er kaum den Weg in meinen aktiven Wortschatz finden. Das vor allem weil ich nicht erkennen kann, was er meint. Ja, so ist das, wenn man mit begrenzter Begabung zur Einsicht (Intelligenz) geschlagen ist.

Berlusconi

Lange nicht mehr gehört, den Namen Berlusconi. Das muss den Mann mit dem gesteigerten Geltungsbedürfnis geärgert haben. Deshalb hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen.

Auf einem vor seiner Villa in Sardinien liegenden Hügel hat er mit Hilfe von Lichtspielen, optischen Fasern und viel Rauch einen feuerspuckenden Vulkan samt Krater und dickem Lava-Fluss simulieren lassen. Auch das Grollen und Donnern eines vorgetäuschten Erdbebens hat er nicht ausgelassen und damit für Furcht und Schrecken in seiner uninformierten Nachbarschaft gesorgt.

Ganz nett. Aber an Nero, der ganz Rom brennen ließ, reicht er noch nicht heran. Also noch ein wenig üben, Berlusconi.

Qualle – warm oder kalt

Ein Blick in eine Düsseldorfer Küche.

Qualle

Steinbrück sorgt sich

Steinbrück schwingt sich zum Papa der Nation auf und macht sich Sorgen um unsere Zukunft. "Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen," meint er in seiner vorsorglichen Art.

Anders ist da die Frage von Stephen Hawkin gemeint, die jetzt von der Zeit aufgegriffen und an zehn deutsche Professoren weitergeleitet wurde. Da geht es um das nackte Überleben in den nächsten 100 Jahren. Die Situation spitzt sich zu. Wer das nicht liest, ist selber schuld. Die Autoren sind:

Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher
Gerhard Thiele, Astronaut
Ernst Ulrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler
Peter Sloterdijk, Philosoph
Michael Brzoska, Politikwissenschaftler
Aleida Assmann, Kulturwissenschaftlerin
Karlheinz Brandenburg, Informatiker
Margot Käßmann, Bischöfin
Klaus Stöhr, Virologe
Wolfgang Sofsky, Soziologe

Wenn ich mit Steinbrück angefangen habe, will ich mit einer puren Namensnennung enden: Frau von der Leyen. Das rahmt.

El Quaida in Irak

Immer mehr Anschläge auf Amerikaner

Die Auseinandersetzungen zwischen Israel und Libanon sind zwar eine Sache und die Amerikaner in Irak eine andere. Doch ist die Situation nicht so, dass man diesen Trennungsstrich durchgängig ziehen kann. Immerhin werden die Amerikaner als Freunde Israels und zu Recht oder zu Unrecht als treibende Kraft im Israel-Hisbollah Konflikt gesehen. Der bisherige Ausgang dieses Krieges glorifiziert die Hisbollah und scheint zu beweisen, dass die "westlichen" "Aggressoren" sehr wohl zu besiegen sind. Selbst die Bevölkerung des Irak steht mehr und mehr hinter der Guerilla, was deren Aktivitäten erheblich erleichtert. "Die Angriffe der Aufständischen haben eine historische Höhe erreicht", sagt ein US-Militär.

Es hershelt

"Wir kämpfen die gleiche Art von Krieg." sagt George W. Bush und meint Israels Krieg gegen den Libanon.

Es scheint evident, dass Israel diesen Krieg nicht ohne US-amerikanische nicht nur Duldung sondern Unterstützung führen konnte und eventuell weiter führt. Da gibt es in Argumentation und Kriegsführung derart auffallende Parallelitäten, dass es nahezu jeden Journalisten juckt, derartige Übereinstimmungen dazu zu nutzen, diese als Fakt zu behandeln und weitere Schlüsse daraus zu ziehen.

Für solcherlei Vorgehen gibt es in den USA den dort als "Starjournalist" gehandelten Seymour Hersh. Dieser behauptet, dass der Israel-Libanon Krieg ein Versuchsballon für einen ähnlich projektierten Krieg USA-Iran gewesen sei, wobei die sich im Libanon-Konflikt offenbarende Notwendigkeit, mit Fußtruppen nachrücken zu müssen, die Gelüste, den Iran mit dem Ziel zu überfallen, die Atomanlagen zu zerstören, dann doch gebremst worden sein sollen.

"Das Weiße Haus wollte durch die israelischen Angriffe die Raketen der Hisbollah loswerden, damit die Hisbollah diese Raketen nicht nach einer möglichen Attacke der USA auf den Iran gegen Israel einsetzen kann," sagt Hersh. So auffallend die Behauptungen Hershs sind, so auffallend ist die Menge und Schnelligkeit der Dementis seitens Sicherheitsberater, Regierungssprecher und sogar des Präsidenten selbst.

Wenn man hört, wie Bush feststellt, dass die Hisbollah besiegt sei, dann nimmt man Dementis eines solchen Präsidenten nicht sehr ernst, auf jeden Fall nicht ernster, als die Äußerungen eines "Starjournalisten"

s.a hier, hier und hier

Kastanien-Miniermotte

Cameraria ohridella

Miniermotte

Seit einigen Jahren beobachten wir von Jahr zu Jahr vermehrt, dass sich die Blätter der Rosskastanien weit vor dem Laubfall braun verfärben. Erst erscheinen kleine braune Punkte, dann Streifen und schließlich Flecken, die sich dergestalt ausbreiten, dass sie zusammenwachsen. Das Blatt ist braun. Dies stellt eine ernsthafte Schädigung des Baumes dar.

Verursacht wird dieser Schaden durch einen kleinen, kaum 5mm großen Schmetterling, aus der Familie der Miniermotten. Wissenschaftlich trägt er den hübschen Namen Cameraria ohridella, was keineswegs heißt, dass man eine Kameradin im Ohr hat und auch nicht, dass man eine ohrentragende Kameradin im Zimmer beherbergt.

Der Schmetterling findet sich nach dem Schlüpfen auf den Stämmen und unter der Rinde des Wirtes, der Kastanie, ein und beginnt unverzüglich damit, sich sexuell zu betätigen.

Das Weibchen legt 30 bis 40 Eier auf der Oberfläche des Kastanienblattes ab. Nach 2 – 3 Wochen schlüpfen daraus die Junglarven. Diese bohren sich in das Blattgewebe ein, schlürfen den Saft der Blätter auf und beginnen so, schmale linienförmige Kanäle zu minieren. Dann dermaßen gestärkt werden die Schlürfer zu Gewebefressern. Es entstehen 3- 8 mm große Flecken. Im Endstadium der Larve steigt deren Gefräßigkeit und wir sehen eine 3-4 cm lange, unregelmäßig geformte Mine. Diese durchläuft meist 2 Seitennerven. Bei starkem Befall können die Minen der einzelnen Larven zusammenfließen. Dadurch entstehen Gemeinschaftsminen, in denen sich mehrere Larven entwickeln können.

Es folgt das Puppenstadium. Vor dem Schlüpfen bohrt sich die bewegliche Puppe mit ihrem zugespitzten Kopf halb aus der oberen Blattepidermis heraus. Dies ist notwendig, da ja Schmetterlinge keine beißend-kauenden, sondern leckend-saugende Mundwerkzeuge besitzen und sich so nicht aus dem Blatt befreien könnten. Schließlich platzt die Kopfkapsel auf und entläßt den Falter. Zurück bleibt nur noch eine leere Puppenhülle.

Der Schädling bringt in unseren Breiten pro Jahr 3 bis 4 Generationen hervor. Bemerkenswert und interessant ist, dass schon die Puppen der ersten, der Frühjahrsgeneration teilweise Überwinterungsformen bilden, also bis zum nächsten Jahr innerhalb des Blattes ruhen. Die letzte Generation bildet ausschließlich Überwinterungsformen aus. Ein sehr geringer Teil der Puppen kann sogar über mehrere Jahre überliegen.

Diese Mottenart wurde erst 1985 in Mazedonien entdeckt. Sie war der Wissenschaft bisher unbekannt. Das nenne ich eine schnelle Karriere. Keine zehn Jahre von dem Stadium eines Nobody zu einem der auffallendsten Schädlinge in unseren Städten. Die Theorien über die Herkunft dieser Miniermotte schwanken zwischen Eiszeitrelikt, welches sich in den Gebirgen des Balkans hat halten können, bis hin zu einer Einschleppung aus Amerika. Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist im Balkan beheimatet.

Da die Kastanie in unseren Forsten und Wäldern kaum eine Rolle spielt, macht man sich erst jetzt Gedanken über die Bekämpfung des Schädlings. Die Motte durch das Verspritzen von Insektiziden zu töten verbietet sich innerhalb der Städte. Systemische Gifte, Gifte, die in den Boden eingebracht und von der Pflanze aufgenommen werden, und so die Schädlinge durch Vergiften ihrer Nahrung quasi von innen her überlisten, anzuwenden, stellt zwar eine Möglichkeit dar, doch ist ein Auswaschen der Gifte und Eindringen ins Grundwasser nicht auszuschließen. Kaum eine Gemeinde wird dieses Risiko eingehen. Außerdem würde das auch andere Lebewesen gefährden. Bleibt nur das permanente und möglichst restlose Entfernen des abgefallenen Laubes, welches dann verbrannt werden sollte. Wo diese Maßnahme rigoros durchgeführt wurde, soll im Folgejahr ein um 97% geringerer Schädlingsbefall festgestellt worden sein.

Also bitte schon jetzt und dann bis zum Ende des Laubfalls Blätter der Rosskastanie einsammeln und verbrennen.

Es regnet

Solanum
Solanum nigrum – Schwarzer Nachtschatten

Es blitzt und donnert und es regnet. Es duftet, als wolle die Natur noch einmal erwachen. Vielleicht müssen wir uns daran gewöhnen, dass auf einen heißen, trockenen, die Pflanzen stressenden Sommer eine Art Regenzeit folgt, die noch einmal frisches Grün hervorbringt obwohl gleichzeitig die Früchte reifen. Vielleicht wandern auch solche Pflanzen ein, die an eine Sommerdürre angepasst sind. Spannend ist solch ein Klimawandel allemal.

Altstadtgasse

Altstadtgasse
Wimmer Gasse - Düsseldorf-Altstadt

Mittwoch, 16. August 2006

Die Patrioten von Delmenhorst

Der Fall ist bekannt. Ein Anwalt, der nationalradikale Schläger und Holocaust-Leugner vor Gericht vertritt und ein leer stehendes Delmenhorster Hotel erwerben will, um darin ein Schulungszentrum zu errichten, eine Horde von gewaltbereiten Patrioten und deren nicht ganz so tumben, im Hintergrund agierenden Drahtzieher.

Die Delmenhorster wehren sich mit legalen Mitteln. So haben sie z.B. Unterschriften gesammelt und sich so gegen ein "Neo-Nazi"-Schulungszentrum gewandt.

Jetzt werden diese Delmenhorster von den Erzpatrioten als "Volksverräter" bezeichnet, die "vor das Reichsgericht" gehörten und, das ist die neue Dimension, die Namen der Unterzeichner des Aufrufs gegen das "Neo-Nazi"-Zentrum im Internet veröffentlicht. Der Server der Site steht in Litauen, unerreichbar für die deutsche Justiz. Das soll Angst erzeugen und die friedlichen Nazigegner radikalisieren.

Was mir Sorgen bereitet, ist die offensichtliche Sicherheit, mit der diese Nationalen ihr Geschäft betreiben. In Delmenhorst müssen sie stark sein. Wie stark sind sie neben Delmenhorst und einigen Gemeinden in den Neuen Ländern bei uns, da wo wir zu Hause sind? Und wer sind die latent Nationalen, ohne die ein solches Zeigen von Radikalität nicht möglich wäre. Was wir da sehen, ist ja nur der Gipfel des Eisbergs.

Mit Sicherheit ist genau diese Verunsicherung, die aus dem gerade Gesagten hervorgeht, von diesen Linear-Nationalen gemeint und gewollt.

Es gibt Hilfe dagegen. Ein Mindestmaß an Bildung. Doch an Schulen und anderen Förderungs- und Bildungseinrichtungen wird mehr und mehr gespart.

Eliten hin und her, Bildung in der Breite darf nicht vernachlässigt werden. Ursula von der Leyen mit ihrer ausschließlichen Förderung der gebildeten und gut verdienenden Schicht, was Geburten betrifft, ist da besonders kennzeichnend. Auch Eliteschulen sind dann kontraproduktiv, wenn sie auf Kosten der Breitenförderung erstellt werden.

Die Alternative, "Hau drauf-Parolen" und martialisches Vorgehen von Polizei oder gar Militär im Inneren (oh Schreck), noch mehr wenn die Polizei selbst dem simplifizierenden Sog des Linear-Nationalen erlegen ist, kommt den Radikal-Nationalen nur entgegen.

PS: Wer mich belehren will und darauf hinweist, dass ich nicht zwischen Patriotismus und Nationalismus unterscheide, der kann sich das sparen. Nur Träumer sehen da einen Unterschied. Die aktuellen Versuche die Vokabeln neu zu definieren, führen ins Leere oder in eine Verwirrung. Heute abend zum Fußballspiel eine Fahne aus dem Fenster zu hängen, hat mit Patriotismus so wenig zu tun wie ein Leitungsrohr mit einer Kanone.

Am Rhein

Am-Rhein1

Martina - Östro 430

Martina

Schmecklecker

Essen

WWF: Das Wasser wird knapp

Es trifft nicht nur die armen Länder. Klimaerwärmung, Verschwendung und Unachtsamkeit.

Abfangraketen

Die zuständige US-Behörde will in den kommenden Monaten Standorte für Abfangraketen in Europa vorschlagen, mit denen mögliche iranische Angriffe verhindert werden sollen. Die USA planen, bis 2011 zehn Abfangraketen in Europa zu stationieren.

Ob unsere Bush-süchtige Regierung gleich "Hier!" schreit?

Merkel so unbeliebt wie Bush...

titelt Spon. Das liegt so nah. Bussi.

Intern nur moderieren und ansonsten Bush, dem Dümmsten einer, in den A.... kriechen, kommt nun mal nicht gut.

Das Blöde dabei ist nur, dass sie, wenn auch nur moderierend aber trotzdem verantwortlich, möglicherweise und das heute entscheidet, deutsche Soldaten in den Libanon zu schicken.
Ich meine, in ihrer Nähe immer mal wieder ein Hinklhuhn entdeckt zu haben.

Transmitter

Transmitter

Arcor

Ich hatte bereits auf ein Schreiben der Firma Arcor hingewiesen, welches an Unverschämtheit kaum noch zu überbieten ist. Der wdr (Aktuelle Stunde) berichtete, dass Arcor nicht davor zurückscheut, Unterschriften zu fälschen und so versucht "Kunden" zu generieren, die dann erpresst werden können. Seit einer Stunde gibt es einen ersten Artikel in dem Wiesbadener Tagblatt, welches Praktiken der Arcor aber auch freenet und tele 2 beschreibt, die alles Andere als sauber sind.

Ich selbst habe einen Anruf von Arcor bekommen, mit dem ich in stammelnder Weise dazu gebracht werden sollte, einen Vertrag einzugehen, bzw. in meinem speziellen Fall meinen mit Isis, welche von Arcor geschluckt wurden, bestehenden Vertrag in einen anders gelagerten Arcor-Vertrag abzuändern. Ich habe um ein schriftliches Angebot gebeten, auf dass ich jetzt seit Freitag warte. Um ein konkretes, schriftliches Angebot hatte ich schon vor Wochen schriftlich gebeten, ohne irgendetwas von Arcor erhalten zu haben.

Ist es normal, dass Firmen so handeln? Oder weshalb werden solche Praktiken nicht ganz groß gebracht in den doch so sensationsgeilen Medien? Zu faul zur Recherche? Oder doch verängstigt - oder gar geschmiert?

Bei der Telekom und was von deren 0-Angebot zu halten ist, waren die Medien bisher nicht ganz so zurückhaltend. Weshalb hier? Kein Thema?

Man spricht davon, der Leistungssport sei dopingdurchseucht. Wie nennt man das hier in der Telekommunikationsbranche?

Dienstag, 15. August 2006

Neuer Fund einer Neandertalerbehausung

120.000 Jahre zurück geht der Blick von Archäologen im Braunkohletagebau des Rheinlandes und ruht erfreut auf einer Kuhle, die, auch weil auffallend viel Steinwerkzeug in der Umgebung gefunden wurde, als Grundriss einer Behausung des Neandertalers gilt.

Da das Bild des Keule schwingenden Halbaffen durch einen mit gewisser Intelligenz, handwerklichem Geschick und künstlerischen Ambitionen versehenen Hominiden gewichen ist, gewinnt solche ein Fund an Bedeutung. Die Archäologen gehen mit aller Vorsicht vor und sind voller Hoffnung, aus so einem seltenen Fund Näheres über den Neandertaler erfahren zu können.

Das Werkzeug des Neandertalers lässt Fähigkeiten erkennen, die auf Geschick und Qualitätsbewusstsein schließen lassen.

Vermittlerrolle

Außenminister Steinmeier sagt Syrienbesuch wegen einer Rede des syrischen Präsidenten Baschar al Assad kurzfristig ab. Was ich dem Artikel in der FAZ entnehme, zeigt nach meinem Verständnis, dass die Rede Assad dessen Überzeugung entsprach.

Es geht also nicht darum, ihn als Terroristen zu verdammen oder ihn auf die Liste des ‚Bösen‘ zu setzen, sondern ihn zu überzeugen suchen, dass es für alle sinnvoller ist, die Existenz Israels anzuerkennen. Sicher, es ist langwierig und nervtötend, Jemandem die Segnungen des Friedens schmackhaft zu machen.

Was ich nicht weiß ist, ob Assad aus Gründen bodenloser Dummheit unzugänglich für Argumente ist. Dann hätte er immerhin etwas mit George W. Bush gemeinsam.

Die Vermittlerrolle Steinmeiers, der nach meiner Ansicht einen guten Job macht, ist sofort beendet, wenn die Bundesrepublik dem Wunsch Israels folgend Soldaten in den Libanon schickt. Das ist eine verdammte Falle, die Ehud Olmert gestellt hat. Wenn die Bundeswehr das Ersuchen ablehnt, kommen wir in den Geruch, uns gegen Israel zu stellen, wenn deutsche Soldaten im Libanon auftauchen, werden sie als Helfer Israels wahrgenommen, was fatale Folgen haben kann. Ich plädiere dafür, das DRK und das THW aber kein Militär dorthin zu schicken und weiterhin das Gespräch auch mit Assad zu suchen.

Deutschland : Schweden

Heute Fahnen waschen, morgen raushängen und dann herzlich über den Schuhstreit lachen – oder weinen?

SCHUHFREIHEIT! (bis eben kannte ich das Wort noch nicht geschweige denn, dass ich mir etwas darunter vorstellen konnte)

Sockenkult

Sockenkult
Duisburger Straße - Düsseldorf-Pempelfort

Madonna

Ja, gibt‘s das denn? Geht’s zurück bis ins Mittelalter? Madonna wird in Düsseldorf auftreten und die Staatsanwaltschaft hockt in den Startlöchern, um Madonna, wenn sie mit Dornenkrone und Kreuz einläuft, möglicherweise zu verklagen. Paragraf 166. Dieser Paragraf beschäftigt sich mit der "Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgemeinschaften".

Gott ist tot und die Aufklärung ist auch schon eine Weile her und inzwischen Allgemeingut.

So willig macht eine Behörde Werbung für Madonna. Das sicher, um im Sinne des Düsseldorfer OBs die Arena voll zu bekommen. Ziemlich billig, Ihr Staatsanwälte.

Mama mia!

Miesmuschel

Die Miesmuschel ist ähnlich dem Hering in der kalten Jahreszeit ein kulinarischer Höhepunkt der nicht allzu variantenreichen und etwas derben rheinischen Küche. Die Miesmuschel erfährt in der rheinischen Küche eine breite Skala von Zubereitungen, die ansonsten nur mit den vielen Zubereitungsarten der zahlreichen Kohlsorten vergleichbar sind.

Jetzt heißt es, dass die Muschelernte dieses Jahr gering ausfällt. Das trifft den Rheinländer tief, auch wenn er je nach Geldbeutel auf Pizza oder Sushi auszuweichen weiß.

Da hin und dort hin

S-Bahn-Hamm
S-Bahnhof - Düsseldorf-Hamm

Das Hinklhuhn

Das Hinklhuhn ist sehr scheu. Es ist so scheu und kann sich derart gut tarnen und im Geheimen verschwinden, dass die Existenz des Hinkelhuhns allgemein geleugnet wird.

Jetzt aber wurde es vermutlich des Öfteren gesehen. Das jedoch nie in natura. Man entdeckt es immer wieder und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen auf Bildern und in Filmen, die das Fernsehen zeigt, aber hin und wieder auch auf privaten Fotos. Auch dort ist es nicht leicht auszumachen, da es nie in Gänze zu sehen ist, sondern nur partiell hinter Laub, Mülltonnen, eingestürzten Häusern, in Öffnungen von Kanalschächten, hinter LKW-Planen, in Schiffsladungen, hinter Bänken von Parlamenten, verborgen hinter den Fahnen, wie sie in Repräsentationsräumen des Pentagon im Hintergrund stehen. Auch die Tarnungen sind vielfältig und reichen vom Dirndl bis hin zur den ganzen Körper verbergenden Gurka, wobei es sich große Freiheiten nimmt, was die Farbgebung angeht. Besonders gern schlüpft das Hinklhuhn in die Kluft von Nick Knatterton und in die Roben hoher Kirchenmänner bis hin zu solchen lebender und historischer Päpste.

Spezialisten, die mit der Hinklhuhnforschung befasst sind, sind sich nicht sicher, ob es sich um ein Hinklhuhn oder deren mehrere handelt, sind sich jedoch einig, dass das Hinklhuhn oder die Hinklhühner besonders gerne Dinkel fressen aber auch Hanfsamen nicht verschmähen. Das Hinklhuhn scheint in der Lage zu sein, sein Gefieder den jeweils heimischen Hühnerrassen anzupassen, so soll es bereits als Deutsche Legehenne, Bankiwahuhn aber auch als Perlhuhn gesehen worden sein.

Indirekt ist das Hinklhuhn dadurch nachzuweisen, dass Raben und Rabenkrähen wie in Panik fliehen. Das Hinklhuhn soll unter Rabenvögeln Angst und Schrecken auslösen.

Jetzt ist die Bevölkerung aufgerufen mitzuteilen, wenn und wo das Hinklhuhn gesehen wird. Wie gesagt, es erscheint vor allem auf Bildern und in Filmen und Reportagen, die im Fernsehen gezeigt werden. Die Hinklhuhnforschung geht davon aus, dass möglicherweise eine Gefahr von dem Hinklhuhn ausgeht. Das wird weniger daran festgemacht, dass das Hinklhuhn hin und wieder mit kleinen Hinkelsteinen schmeißt sondern vielmehr daran, dass es mit geheimen chemischen und biologischen Kampfmitteln operiert, mit den es bevorzugt Politikerhirne vernebelt. Meldungen über Beobachtungen, die das Vorkommen des Hinklhuhns betreffen, können hier in den Kommentaren hinterlassen werden. Also aufpassen! Das Hinklhuhn kann überall sein!

Montag, 14. August 2006

Zurück zu Küche, Kindern und Kittel mit Schleife

"Die Frau von heute ist im Stechschritt unterwegs, um die heterogenen Lebensinhalte unter einen Hut zu bringen. (. . .) Weder in der Karriere noch in der Küche ist die Frau voll handlungsfähig."

"Es ist selbstverständlich, dass Frauen etwas lernen, dass sie sich weiterbilden und Aufgaben auch außerhalb der Familie übernehmen, wenn sie das Talent dafür haben. Doch all das sollte in Maßen geschehen. Es darf ihr Glück nicht allein darin bestehen, Geld zu verdienen und sich in der männlichen Berufswelt zu behaupten."

"Wir Frauen sind dem Wahn verfallen, uns beweisen zu müssen, dass wir zu allem fähig sind. Und so führen wir auf fatale Weise unsere wunderbaren Kräfte in die falsche Richtung. Man könnte auch sagen: Wir vergeuden sie."

Wer will damit "die Familie und damit die ganze Gesellschaft vor dem Aussterben bewahren"

Man kann diese Person heute Abend um 20:00Uhr im ‚Ersten‘ sehen und hier ist ein Interview mit dieser Person.

Ich frage mich, ob die Bemühungen um die Emanzipation der Frau in den zwanziger Jahren, die inzwischen erwiesene Emanzipation der Frau so luftleer sind, dass sie im Zuge einer offensichtlichen Rückwendung auf ein tradiertes, national-konservatives Bild zusammenbricht. Denn solche Sätze und ein im September erscheinendes Buch sehen das Licht der Welt nicht von ungefähr gerade jetzt. Solche Inhalte liegen in de Luft. Die Politik (einschl. der SPD) arbeiten fleißig am tradierten und bisher als überholt geltenden Bild.

So gesehen liegt Eva Hermann voll im Trend und zupft ihre Schleife zurecht.

Vorwarnung

Schon mal eine Vorwarnung.
Wenn hier mal keine neuen Beiträge erscheinen sollten, liegt das nicht daran, dass mein Ableben bevorsteht oder dass ich keine Lust mehr habe. Dann ist wahrscheinlich eingetreten, was zu befürchten ist, nämlich dass twoday.net seinen Auftritt in der Weise verschlimmbessert hat, dass nur noch diejenigen, die mit ihrem Equipment und ihren Programmen extrem state of the art sind, Zugang zum dann wohl elitären twoday.net haben. Dabei sind das soo nette Leute.

Wer hat die Cocosnuss geklaut?

Auf die Bäume Touristen, ihr Affen!

Dass Affen es auf Lebensmittel abgesehen haben und diese auch ruppig fordern, was bis zum gewalttätigen Klauen gehen kann, dass weiß man aus Ländern, in denen Touristen auf Affen treffen; z.B. aus Indien.

Der Tourismus in China scheint jetzt eine Dimension angenommen zu haben, die es mit sich bringt, dass ausreichend Affen angefüttert worden und nun zur Gewalt übergegangen sind. So in dem Gebiet des Berges Emei Shan, der einer der vier heiligen buddhistischen Berge in China ist. Dort leben mehr als 1000 Affen in freier Wildbahn.

Was dem einen sein Bruno ist dem anderen eine Affenhorde. Unterschied: Die Affen werden nicht erschossen.

Zu heiss

Zu heiß für Sex war es diesen Sommer. Das geht aus einem Bericht der Beate Uhse AG hervor, die einen ordentlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen musste. Bei einer solchen Hitze ist jeder Fetzen Textil zu viel, auch oder vor allem kneifende Reizwäsche, um eine Artikelgruppe des Hauses herauszugreifen. Der Sex fiel ins Sommerloch.

Bilder

Bei mir funktioniert seit einiger Zeit das Laden von Bildern nicht mehr. Noch jemand bei twoday, der das Problem hat oder liegt das Problem bei mir?

Was Positives

Es soll noch regnen, bevor es wieder heiß wird. Es soll sogar ergiebige Schauer geben. Die Erde kann es brauchen. Zum Ende der Woche wird der Regen wärmer. Dann sollen wieder 30°C und sogar 33°C erreicht werden.

Neu in der Blogosphäre

Ja, so kann’s gehen. Schließlich steht das Netz Jedem zur Verfügung. Ganz neu ist jetzt das Blog von Ahmadinejad.

Waffenruhe?

Ich nehme an, wir alle sind gespannt, ob diese Waffenruhe eintritt. Ab heute 7:00 Uhr MESZ sollen die Waffen schweigen. In dieser Nacht haben beide Seiten, Israel wie die Hisbollah, noch einmal gezeigt, zu welchen Waffengängen sie fähig sind und wieviel Blut sie fließen lassen können. Israel hat seine Bodentruppen noch schnell auf 30.000 Soldaten verdreifacht. Das sicher nicht so ungefähr. Ein Hinweis auf ein Scheitern der Waffenruhe?

Ruhen die Waffen, klärt sich der Krieg zum Krieg der Worte, der die Waffengänge schon immer begleitet hat. Schließlich werden Entscheidungen per Wort getroffen. Die Propagandamaschinen laufen weiter auf Hochtouren.

Sonntag, 13. August 2006

Stimmig

Steffi Nerius erfüllt, was der Name ‚German‘ meint. Sie wirft den Ger Speer am Weitesten und gewinnt die Goldmedaille für Germany.

Was uns Deutsche betrifft, geht das ein wenig an der Wahrheit vorbei. Uns mit den Germanen gleichzusetzen, wäre falsch. Wieviel Völkerscharen sich hier tummeln, das weiß nicht mal der König der Trolls. Ein paar der Ureinwohner mögen überlebt haben. Aber waren das alles Germanen? Waren da nicht auch Kelten und Slaven und ... Dann war da die Völkerwanderung und noch viele Wanderungen der verschiedensten Völker, von denen etliche in verschiedenen Teilen dessen, was wir heute Deutschland nennen, ihre Heimat gefunden haben. Diese Völkerscharen haben sich über Jahrtausende vergnüglich vermischt. Das sind jetzt wir. Nur im englischen Sprachgebrauch klingt es nach Germanen. Für andere Sprachen sind wir Alemannen, Sachsen oder Teutsche oder sonst irgendwas.

17 Millionen Chinesen

In China haben 17 Millionen Menschen in Folge einer anhaltenden Dürre kein sauberes Trinkwasser. Darüber hinaus ist der Landwirtschaft ein großer Schaden entstanden, der wirtschaftliche betrachtet einen Schaden in Höhe von umgerechnet 900 Millionen Euro ausmacht, abgesehen davon wahrscheinlich bedeutet, dass dem Mangel an Trinkwasser ein Mangel an Nahrungsmitteln folgt.
Das wäre die Meldung. Vermittelt und verständlich gemacht wird die Tragik allerdings mit dem folgenden Satz:
Dadurch (durch die Dürre) sei ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von umgerechnet 900 Millionen Euro entstanden.
Das macht einen wesentlichen Unterschied, meine ich. Der Satz bezeugt die Reduktion des Menschen auf einen Wirtschaftsfaktor, das nicht als Betrachtungsweise unter anderen sondern radikal einzig. Die Schwere der Katastrophe liegt nicht im Leiden der Menschen sondern im Schaden an der Wirtschaft. Das ist alte Ökonomie. Keine sehr glückliche.

Der hier herangezogenen Zeitung ist da kein Vorwurf zu machen. Sie zitiert chinesische Presseagenturen. Es könnten aber ebenso US-amerikanische oder europäische gewesen sein. Das wird so dahin geplappert und fällt auch kaum einem auf. Im Unterbewusstsein aber wirkt es.

Zuerst war das Wort.

Lecker

Ich habe einen Pfirsich gegessen, der schmeckte nach Ernte, nach Herbst. Der schmeckte so richtig gut.

Handwerk

Handwerk1

Töten und Morden

"Rebellen" und "Terroristen" werden getötet, Menschen werden ermordet. Das Eine scheint man zu dürfen, das andere nicht. Wer bestimmt, wer ein "Rebell" und ein "Terrorist" ist? George W. Bush? Olmert? Die Hisbollah? Bin Laden? Mahmud Ahmadinedschad?

Man braucht lediglich in den Nachrichten oder wo auch immer "Rebell" oder "Terrorist" zu sagen und schon klingt es wie selbstverständlich, wenn da mal wieder so 10 oder 20 über die Klinge gesprungen sind. Wir sind dabei. Wir morden mit.

Mahlzeit

Mahlzeit2

Arbeitslose sterben früher

Eine Studie der Universität Leipzig zeigt, dass Arbeitslose häufiger krank werden und früher sterben.

Was dort nicht erforscht wurde, ist die Frage, ob kränkliche und sterbeprädestinierte Personen eher arbeitslos werden. Auch nicht erörtert wurde, ob es sich bei dem Phänomen um eine "natürliche" Selektion handelt, der einen neuen Menschen zu Ziel hat, der künftig andere Werte mit sich trägt, als den, sich über "Arbeit" zu definieren. Es ist auch nicht geklärt, ob ganz besonders die Gesunden, nämlich diejenigen die schon heute den neuen Typ des "glücklichen Arbeitslosen" repräsentieren, per Ächtung durch jene, die sich noch stupide über den traditionellen Arbeitsbegriff definieren und nicht in der Lage sind, die Chance einer "neuen Freiheit", die nicht nur ohne Arbeit auskommt sondern sich solchermaßen der Menschwerdung näher gerückt sieht, in eine Ausweglosigkeit gedrängt werden.

Eine Definition des Begriffes Arbeit scheint in der Studie der Uni Leipzig nicht vorzukommen. Es scheint, dass hier lediglich abhängige Arbeit, eine durch ein Arbeitsamt (welch ein Witzwort) zu vermitteln ist, angenommen wird. Vielleicht ist es ja so, dass die tradierte aber dennoch perverse Definition von Arbeit samt dem Druck, der durch die dieser Perversion anhängenden, tumben Mehrheit ausgeübt wird, dazu führt, dass die gesunder Weise Arbeitslosen in die Krankheit und in den Tod gezwungen werden, anstatt von einer Geißel befreit, neuen, durchaus als höher anzusehenden Ufern zuzustreben.

Boulevard

Man stelle sich vor, Eva Herman heiratet Rocchigiani. Na, das wäre doch wie Weihnachten am 1. Mai und Karneval am Tag der Neuen Einheit. Man stelle sich vor, wie Eva Herman, ganz Frau, Rocky die Brötchen schmiert und schon beim Frühstück darauf achtet, dass er saubere Fingernägel hat, den Kaffee nicht verschüttet und nicht schmatzt. Ich weiß nicht, was Günter Grass dazu sagte. Ich meine, für Eva Herman müsste es die Erfüllung sein und Rocky könnte sich mal so richtig austoben. Und das Eis auf Grönland schmölze in einem Husch weg, was den großen Pötten die Einfahrt in den Hamburger Hafen erleichterte.

Guten Morgen

Guten-MOrgen2

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