Donnerstag, 1. Juni 2006

Gottlos

Düsseldorf ist NRWs gottloseste Stadt, so lautet der von Düsseldorfs größter Lokalzeitung angestrengte Ausruf. Den logischen Schluss, Düsseldorf sei die aufgeklärteste Stadt, zieht das katholische und CDU-nahe Blatt nicht. Kann man auch nicht. Sind zuviel Verweigerer von Kirchensteuer dabei.

Laut RP bilden Konfessionslose mit 35,5 % die größte Gruppe im Religionsvergleich. Es folgen Katholiken mit 35%, Protestanten mit 21,4 %, Anhänger des Islam mit gut 2 % und Juden mit 7.400 Personen.

Addiert man diese, dann ist die Mehrheit der Düsseldorfer doch nicht so gottlos, tröstet die Rheinische Post.

Wasserfall zum Kittelbach

Wasserfall
Düssel-Kittelbach – Heinrichstraße - Düsseldorf-Düsselthal

Dieser kleine Wasserfall, mit dem die Düssel sich teilweise in den Kittelbach ergießt, während sie auf dem Bild weiter rechts in Richtung Zoopark fließt, rauscht jetzt hier wie im Mehrzweckbeutel gleichzeitig. Da freuen sich die Modderlieschen, Stachelditzkes, Blutsauger, die Enten, die Teichhühner und der schwimmende Hahnenfuß.

Deutschland zeigt Flagge

Im riesigen Kongo. Als Militärmacht. Ein Kongolese meint: "Wenn Alles gut geht, brauchen wir die Deutschen nicht. Und wenn es Unruhen gibt, dann helfen uns die Deutschen auch nicht."

Diese Einschätzung scheint realistisch zu sein. Der Einsatz der Bundeswehr scheint mir weniger dem Kongo sondern mehr dem Verhältnis zu unseren Verbündeten, der Geltung im Gerangel der (Industrie)Nationen zu gelten.

Bundeswehrsoldaten fragen: "Was sollen wir da unten?"

Oder geht es hier darum, guten Willen zu zeigen und per Symbolhaftigkeit doch eine gewisse Wirkung zu erzielen? Müssen das dann Soldaten sein?

Dass dabei so unmögliche und in ihrer Ungeheuerlichkeit den Autor bloßstellenden Argumente wie dieses Der CDU-Außenpolitiker Eckart von Klaeden betonte mit Blick auf den Rohstoffreichtum des Landes, es sei wichtig, dass die Bevölkerung des Landes von diesen Ressourcen profitiere und auch der Export der Rohstoffe in geregelten Bahnen laufe., was nichts anderes heißt, als dass es gilt, Rohstoffe für uns zu sichern, eine Rolle spielen könnten, will ich gar nicht berücksichtigen.

60 Millionen Euro soll das Abenteuer kosten. Bodolski wechselt für 10 Millionen Euro von Köln nach München. Müssen es Soldaten sein?

Marilyn Monroe

Wer mag sich Marilyn Monroe als 80-jährige vorstellen? Oder James Dean?

Saurbier

Saurbier
Rather Broich – Düsseldorf-Rath

Ja, das gibt’s. Eine Kneipe, die Sauerbier heißt, sich trotzdem an einer Ecke befindet und entsprechend frequentiert wird. Das gibt es in einem Stadtteil, wo nichts unmöglich erscheint, sich die Nationen zwar nicht mischen aber einen Modus gefunden zu haben scheinen, bestens miteinander auszukommen und sich ein Deutsch etabliert hat, welches einen ganz eigenen Klang hat, einen Klang, der als Summe aller Akzente entstanden sein muss und eine Grammatik aufweist, die so manche Hürde der deutschen Sprache elegant umsegelt.

NRZDoch nicht nur Völkerverbindendes ereignet sich dort. Es mischen sich auch die Zeiten. Manch Altes, was aus dem Bild der Stadt ansonsten verschwunden ist, wird weniger bewahrt als durch Vergessen erhalten. Es stört nicht, also bleibt es.

Dort gibt es einen urständigen Meister des Schusterhandwerks, der in seinem Schaufenster nicht nur ein Bild seines Schaufensters ausstellt sondern auch eine Wasserpfeife, ein Gerät, welches man so gar nicht mit dem Schuhmacherhandwerk verbindet.

Schust

Fifi World Cup

Das sportliche Großereignis soll hier natürlich nicht unerwähnt bleiben. Jedoch ist meine Affinität zu Fußball zu gering, auch sind wir hier ein wenig weit weg vom Schuss, so dass ich gerne auf neobazi.net verweise, wo mir die Berichterstattung bestens aufgehoben scheint.

Gestern ...

Gestern war Nichtrauchertag und ich hab’s gar nicht gemerkt.

Mittwoch, 31. Mai 2006

Mehrzweckbeutel

Nebenan im Mehrzweckbeutel nimmt man Abschied, obwohl niemand außer Mario Sixtus weiß, ob der Mehrzweckbeutel jetzt wirklich seine letzten Stunden erlebt.

Morgen früh wissen wir voraussichtlich mehr. Wenn der Mehrzweckbeutel nach 00:00 h nicht mehr erreichbar ist, ist er gestorben. Wenn nicht, dann weiß ich nicht, ob oder wie lange er weiter lebt.

Selbstverständlich ist es traurig, dass so ein Projekt, das damals von Mario, Siggi und mir mit Elan angegangen wurde, schon nach etwas mehr als 3 Jahren endet. Nach meinem Dafürhalten siecht der Beutel schon mindestens ein Jahr dahin. Zuerst machte Mario sein eigenes Ding. Dann folgte Siggi. Trotz vieler neuer Mitglieder war ich dann so gut wie allein auf weiter Flur.

So war der Beutel nicht gedacht. Der Umstand, dass da Mehrere mitmachten, sich die Bälle zuschoben und sich gegenseitig befruchteten, sollte zu etwas führen, was mehr ist, als die Summe der Einzelnen. Ein Riesenspaß. So war es anfangs. Es klappte. Und es war schön.

Mairegen

Maireg
Mörsenbroicher Ei – Düsseldorf Mörsenbroich

Gestern, 30. Mai, Nachmittag. Ab morgen wird man Sauwetter zu so was sagen.

Fischrestaurant Caruso

Fisch

Das ist das einzige Tor auf dem Gelände der Kasematten neben dem Bilker Bahnhof, hinter dem sich noch Leben zeigt. Ein italienisches Fischrestaurant. Welche Qualität dies aufweist, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht weiß jemand mehr.

Dienstag, 30. Mai 2006

Linkische Gewalt

Gewa

Manchmal kann ich kleinlich und geradezu verbohrt pingelig sein. Das hier ist so ein Fall. Abgesehen davon, dass ich, handelt es sich um Erscheinungsweisen von Politik, mit rechts und links nichts anfangen kann, ereifere ich mich bei derlei Aussagen.

Was ist der Umkehrschluss der hier gemachten Aussage? Linke Gewalt ist prima. Ich könnte solchen Hirnis ganz fest irgendwo hin treten.

Gelber Lerchensporn

Corydalis
Corydalis lutea

Wie kommt der Gelbe Lerchensporn in das Schotterbett der Straßenbahnschienen auf dem Jan Wellem Platz mitten in Düsseldorf, wo er doch in den Südalpen zu Hause ist?, fragt man sich.

Dass Vögel ihn oder seine Samen so weit mit sich hergetragen haben, ist höchst unwahrscheinlich. Erst wenn man weiß, dass der gelbe Lerchensporn als Zierpflanze in Gärten vorkommt, dann kann man sich vorstellen, dass Tiere hier im Spiel waren.

In den Südalpen gedeiht der Gelbe Lerchensporn in Felsritzen, Mauerspalten und auf Geröll. So scheint er sich im Schotterbett recht wohl zu fühlen. Die Wärme der Stadt tut ihr Übriges, so dass der Gelbe Lerchensporn hier ähnlich wie in den warmen Südalpen üppig gedeiht.

Der Bär

JJ2 ist JJ1. Damit ist auch der Herkunft des Bären geklärt. Er stammt aus einem Bären-Wiederansiedlungsprojekt im Adamello-Brenta-Naturpark in Südtirol.

Nachdem Dittsche letzte Nacht über seine Vergrämungstechniken referierte und sich in großartigen Mutmaßungen erging, muss hier doch mal wieder Ordnung in die Berichterstattung gebracht werden.

Es gibt keine neuen Berichte, die sagen, wo der Bär sich aufhält, was nicht bedeuten muss, dass es nicht Jemanden gibt, der weiß, wo der Bär herumstreunt.

Der Mutter von JJ1 werden erhebliche Erziehungsfehler vorgeworfen. Dem kann ich mich nicht anschließen. So halte ich den Rat, niemals dorthin zurück zu kehren, wo einmal Beute gemacht wurde, für ausgesprochen klug. Der Mutter wird ein langes Vorstrafenregister nachgesagt. So reagiere sie auf Vergrämungsversuche nicht so, wie die Politik es vorschreibt. Damit erklärt man das Verhalten ihres Sohnes JJ1, den man jetzt einfangen will, um ihn in Poing - ich bitte, welch ein Name für ein Bärenheim - auszustellen.

Ich stimme mit Dittsche insofern überein, als ich hoffe, dass JJ1 Zeitung lesen kann, und so um die Bedrohungen weiß und sich entsprechend verhält. Ein Bär in Poing. Schlimmer kann man einen Bären nicht herabwürdigen, auch wenn er aus einer Familie mit geringem Ansehen stammt.

Die Bärenwürde ist unantastbar.

Methanobrevibacter smithii

Methanobrevibacter smithii heißt ein Bakterium, welches aus Wasserstoff und anderen Müllprodukten, welche andere Verdauungsbalterien hinterlassen, Methan erzeugt, das wie bekannt dem Darm hin und wieder mal lauter mal leiser entweicht. Erst diese Dienstleistung des Methanorevibacter smithii ermögliche die Ansiedlung weiterer Darmbakterien, deren Aufgabe es ist, unverdauliche Ballaststoffe in Fettsäuren umzuwandeln und sie dem Körper in dieser verwertbaren Form als Brennstoff zur Verfügung zu stellen.

Das bedeutet, dass ein reichliches Vorkommen von Methanobrevibacter smithii dafür sorgt, dass aufgenommene Nahrung wesentlich besser verwertet wird. Wissenschaftler vermuten, dass der Grad der Fettleibigkeit essentiell mit dem Vorkommen dieses eifrigen Methanproduzenten in Relation gesetzt werden muss.

Vertrackt. Es kommt also nicht nur darauf an, was vorne rein kommt sondern auch was hinten raus kommt. Kalorienangaben auf den Nahrungsmittelpackungen müssten dann in Tabellenform erscheinen. Der Käufer müsste wissen, wieviel Methanobrevibacter smithii er mit sich trägt und könnte danach die Portionierung seiner Nahrung vornehmen. X-Achse = Anzahl der Bakterien, Y-Achse die sich daraus ergebende Auswertung der Nahrung. Hat man eine Familie zu versorgen, müsste die Methanobrevibacter smithii-Population im Darm jedes Familienmitglieds Berücksichtigung finden. Ein spezieller Service der Gaststätten, Mensen, Kantinen und Fastfoodstände wäre es, Grafiken auszuhängen, welche die Kalorien der angebotenen Speisen analog zum Methanobrevibacter smithii-Faktor des Kunden ausweisen. Auch Ärzte fänden eine anfangs sicher nicht von den Krankenkassen getragene Einnahmequelle, die Bestimmung des Methanobrevibacter smithii-Faktors.

Und ein Thema für den Mittagstisch-Small-Talk gleich, wenn dieses Stückchen Broccoli einen angrinst und die Frage nach dem Methangehalt aufwirft, gibt das auch her. Guten Appetit!

Montag, 29. Mai 2006

Jamaika

Jamaika
Rather Broich – Düsseldorf-Rath

Da wo man Jamaica mit "k" schreibt und in ein Oval europäischer Sterne integriert. Auch ein an die europäische Antike erinnerndes Portal passt zu Jamaica wie Schwein auf Hühnerstall.

In Rath lebt man mit solchen Stilbrüchen ganz prima. Hier integriert sich so Manches auch quer durch alle Nationen.

Telekom-Liga

Ein Schlussstrich wird es in jedem Fall sein, wenn der DLF die Namensrechte der Fußballbundesliga an die Telekom verkauft. 40 Millionen EUR jährlich soll das einbringen. In wessen Taschen eigentlich? Wer profitiert davon?

Für die einen ist das der Schlussstrich unter jede Anwandlung von Sport im deutschen Fußballgeschehen. Für die anderen ist es der Schlussstrich unter alle Anwandlungen, im Fußball etwas anderes zu sehen als ein lukratives Geschäft.

Telekom kauft sich damit nicht nur einen Werbeträger sondern gewinnt auch Einfluss auf die Übertragungsrechte.

Ich sehe Parallelen zur Musikindustrie. Dort geht es seit längerer Zeit ausschließlich um Rechte. Die Qualität der Produkte richtet sich nach der Massenverkäuflichkeit, bewegt sich somit auf einem unteren Level.

Das wird in dieser Weise beim Fußballzirkus nicht geschehen. Es wird sich nicht viel ändern. Einiges wird deutlicher und skrupelloser werden. Man wird ausgesuchte Spieler hochzüchten und mit allen Marketingmöglichkeiten zu Stars erheben.

Da stehen alle Tore offen für Diejenigen, die jeweils ihre Konzepte durchziehen wollen. Fußballer werden gehandelt, hochgejubelt und fallen gelassen wie Kübelböcks. Der Fußballer hat zu funktionieren und das nicht nur sportlich.

Das Publikum bleibt die Kuh, die es zu melken gilt. Das sind Millionen, die Milliarden in die Kassen spülen.

Strafverschärfung grassiert

Die Zahl der Verbrechen sinkt, doch das Strafrecht wird systematisch verschärft.
Nachzulesen im lawblog

L'être et le néant

"Sag mal, ist schon wieder Montag?"
"Moment, ich guck mal"


Exist

Es ist schon eine Weile her, dass Sartre Mode machte war.

Sonntag, 28. Mai 2006

Monte Carlo

Schmumacher
Ein Mann sieht Rot

Bilkar12

Rot bröckelt

Russian Street

R-street
Greifweg - Düsseldorf-Oberkassel

Was machen wir.....

Was machen wir eigentlich Pfingsten? Ist es nicht das bei Weitem schwierigste Feiertagspaket? Geist. Schwer fassbar und schon gar nicht behauptbar. (He?) Mich fremdelt’s, wenn so was einfach darniederregnet und Flämmchen entzündet.

Hier am Rhein erscheinen zu dieser Zeit in der Nacht weit verbreitet Feuerchen jeweils in einen von Steinen bekränzten Kreis gefasst. Drum herum sitzen Menschen. Neben sich haben diese Flaschen, Kästen und Körbe, in der Hand nicht selten ein Stück dampfenden Fleisches. Die kultiviert klein gehaltenen Flammen spiegeln sich in den Augen der Beteiligten, was der Szene etwas archaisch Gruseliges verleiht, aber andererseits Füchse und Eulen davon abhält, sich an der Mahlzeit zu beteiligen. So glaubt man.

Zu hören ist, wie züngelnde Wellen über die Kiesel streifen und ans Ufer schlappen, mal das Schlurfen eines alles in die Tiefe ziehenden Strudels am Kopf einer Kribbe, das Rascheln eines nachtaktiven Tieres, das zu bestimmen den Anwesenden nicht möglich ist, aber fühlen lässt, dass dort draußen, im kalten Rücken, in dem undurchdringlichen Dunkel etwas vor sich geht, von dem man dann doch nicht so recht weiß, ob es nicht gefährlich sein könnte und man versichert sich der Wärme und des warmen Lichts vor einem.

Immer wieder wagt sich eine Person aus dem Schein des Feuers und schlägt sich in das Dickicht der das Ufer in einigem Abstand zum Wasser aufwachsenden Weiden. Hin und wieder durchfahren Laute der Lust das nachtdunkle, gefahrenschwangere Reich außerhalb des Feuerscheins.

Wenn der neue Tag dämmert, sieht man müde Gestalten, Körbe und Kästen schleppend in Richtung Deich gehen, dessen Erklimmen den Lebenswillen der Menschenrotte beweist.

Im sommerlichen Sonnenlicht sieht man schwarze, große Rabenkrähen und merkwürdig hüpfende Elstern, wie sie den von Menschen verlassenen Platz als willkommene Tafel begreifen und nutzen, sich zeternd und krächzend um fast jeden Brocken streiten und dann von allen Fleischanhängseln befreite Knochen in der Gegend verteilen, auffliegen und sich in alle Richtungen davonmachen.

Samstag, 27. Mai 2006

Uschi Paranoia - Wien 1980

Uschi

"Berlin wird wachsen"

sagt Herr Mehdorn anlässlich der Einweihung des neuen Hauptbahnhofs, als er auf die Größe des Bahnhofs angesprochen wird und fügt hinzu: "Ob das im nächsten Jahr, in zehn oder zwanzig Jahren geschieht, spielt keine Rolle. Wir bauen für die Zukunft".

"Deutschland hat in Berlin so einen Bahnhof schon immer gebraucht", sagt ein Passant und setzt Deutschland mit Berlin gleich.

"Ich finde das Band des Wandels äußerst attraktiv", sagt ein anderer.

Das sind Stimmen von Zugereisten

"Nach der Wende haben die Neo-Nazis gut Platz hier", meint ein Berliner

"Berlin ist Trendsetter", sagt ein weiterer und errichtet eine neue Mauer aus provinzieller Arroganz.

"Der Bahnhof steht jetzt da. Das ist Sachzwang. Drum herum werden bald schöne Sachen gebaut. Das ist doch schön", sagt der in Berlin geborene und dort lebende Schriftsteller Morshäuser.

Da sag‘ einer, wir Deutschen seien sauertöpfige Nöler.

Tag

Sprayfarbe auf grauem Mauerputz

Tag2
Greifweg - Düsseldorf-Oberkassel

Nachwachsende Energie

Nun ja, das ist schon in sich Blödsinn. Energie wächst nicht auf Bäumen und nicht in Heizkesseln. Energie ist da oder nicht da. Was gemeint ist, ist das Anzapfen der vorhandenen Energie und deren Einsatz vor allem für thermische Prozesse, also Energie in dafür verwertbarer Form.

Da geistert in letzter Zeit die Mär von nachwachsender Energie durch die ökologisch erregten Synapsen. Man solle Holz verfeuern. Das schade nicht der Kohlendioxid-Bilanz, denn es werde nicht mehr Kohlendioxid in die Luft entlassen als von den nachwachsenden Bäumen (richtiger wäre Pflanzen) wieder aufgenommen werde.
Dann kommt noch dieser ökologische Hammer: Würde das Holz im Wald verrotten, würde die gleiche Menge an Kohlendioxid frei wie bei der Verbrennung.

Betrachtet man nur die Menge, dann stimmt diese Aussage. Nimmt man den Faktor Zeit hinzu, dann ergibt sich eine deutliche Diskrepanz.

Folgten wir den Ratschlägen der Nachhaltigkeitsprediger und stellten mehrheitlich unsere Heizung auf Holzverfeuerung um, wäre es in wenigen Monaten um unseren Wald geschehen. Das nur mal als Einstieg. Insofern ist das Nachhaltigkeitsprinzip schon ad absurdum geführt. Es passiert aber noch Anderes. Verbrennen funktioniert um ein Vielfaches schneller als Verrotten. Pflanzen nehmen jedoch Kohlendioxid anhängig von Witterungsverhältnissen in relativ konstanten Mengen auf. Und wo bleibt, was nicht aufgenommen werden kann, also die weitaus größere Menge? Im Winter, wenn wir heizen? Im Winter, wenn die Laubbäume keine Blätter haben und die Nadelgehölze ihre Lebensäußerungen auf ein Minimum reduziert haben?

Hinzu kommt, um eine weitere aktuell durch die Medien geisternde Vokabel zu beleuchten, dass so ein wohlig wärmendes und ach so natürliches Holzfeuerchen soviel Feinstaub ausstößt wie 3000 Gasetagenheizungen.

Mittels Holzverfeuerung heizen ist ein ebenso großer Blödsinn wie die Vorstellung, ökologisch sinnvoll zu handeln, indem wir unsere Räume mit Kienspänen und Kerzen beleuchteten. Verglichen damit ist Rauchen die reinste Frischluftkur für unsere Lungen.

Der Verkauf von Motorsägen ist deutlich gestiegen und die Anfragen in Förstereien, Holz aus dem Wald zu schneiden auch. Wie romantisch!

Die Vögel zwitschern

Die Vögel schmettern ihr Morgenlied auf den Dächern über der nassen Straße, als hätten sie den Wetterbericht nicht gelesen.

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